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Sudan – Darfur, ein neuer „vergessener Konflikt“?
Humanitäre Katastrophen wie in Darfur oder im Osten Kongos sind durch das Tsunami-Seebeben und Nachbeben in den Hintergrund gedrängt worden.
Ärzte der Welt – Médecins du Monde verstärkt die medizinische Hilfe im Flüchtlingslager Kalma und das Chirurgieprojekt im Krankenhaus von Malakal. Mit 14 ausländischen Medizinern und 70 einheimischen Helfern setzen sie die Betreuung der 100.000 Flüchtlinge und Vertriebenen unvermindert fort.

Kalma

Die Menschenrechtsverletzungen und die mangelnde Versorgung der Zivilbevölkerung im Westen des Landes gehen unvermindert weiter, gleichzeitig schwindet die Hilfe und Aufmerksamkeit für die Betroffenen. Ärzte der Welt setzt daher mit 14 ausländischen Medizinern und 70 einheimischen Helfern die Betreuung der 100.000 Flüchtlinge und Vertriebenen unvermindert fort.
Täglich werden durchschnittlich 240 Patienten behandelt, doch die Sterberaten und Mangelernährung bei Kindern und Müttern bleiben alarmierend. Ärzte der Welt hat daher spezielle Kliniken und Aufnahmestationen eingerichtet, die sich besonders um die Versorgung und Betreuung dieser Gruppen kümmert. Die Arbeitsbedingungen sind weiterhin schwierig. Die hygienischen Probleme erscheinen oft unlösbar.
Ärzte der Welt hat aus Sorge vor einer Choleraepidemie schon 2004 erfolgreiche Impfkampagnen durchgeführt. Die Gefahr aber bleibt aber bestehen. Auch eine Hepathitis E Epidemie im Süden Darfurs bleibt akut. Daher wurden Präventionsmaßnahmen wie die Verteilung von Hygieneartikeln sowie die Schulung der Helfer und Betroffenen verstärkt.
Im Lager suchen 100.000 Einheimische weiterhin Schutz vor den Übergriffen der Janjaweed Milizen und vor dem schwelenden Krieg zwischen Regierungstruppen und Wiederstandsbewegungen im Land.
Malakal
Das Projekt in Malakal an der nördlichen Provinzgrenze bietet eine chirurgische Notversorgung und Nachsorge für Vertriebene an. Gleichzeitig wird das Krankenhaus mit medizinischen Materialien und chirurgischer Ausrüstung ausgestattet. Fortbildungen des sudanesischen medizinischen Fachpersonals begleiten dieses langfristige Hilfsprojekt.
Finanzierung

Die bisherigen Projektkosten von 1.5 Millionen Euro wurden von Médecins du Monde in Frankreich und in Kanada, vom Arbeitsstab Humanitäre Hilfe im deutschen Auswärtigen Amt in Berlin, von ECHO in Brüssel, sowie von DAC und DFID in Großbritannien gesichert.




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