München den 25.November 2005:
Seit 1997 führt
Ärzte
der Welt
- Médecins du Monde (MDM) das Projekt Operation Sourire
(Operation
Lächeln) zweimal im Jahr im Niger durch. Dort werden mittles
chirurgischer Eingriffe die Gesichter entstellter Kinder, die an der
nahezu unbekannten Noma Krankheit leiden, wieder hergestellt.
Noma
ist eine Infektionskrankheit, die man hauptsächlich in Afrika
südlich
der Sahara, zwischen dem Senegal und Äthiopien findet.
Hauptbetroffene
dieser Krankheit sind meist Kinder die an Armut und
Unterernährung
leiden. Noma führt zu Geschwüren an der Backe und
massiven Deformierung
des Gesichts.
Wenn die Krankheit im Frühstadium erkannt wird, kann
ihre Ausbreitung mit einer einfachen antibiotischen Behandlung, guter
Ernährung und hygienischen Vorkehrungen verhindert werden.
Trotz
Präventionsmaßnahmen befinden sich zur Zeit 80% der
Betroffenen im
fortgeschrittenen Stadium. Jedes Jahr tötet diese Krankheit
weltweit
zwischen 90.000 bis 450.000 Kinder.

Die
Operation Sourire bringt kompetente und erfahrene Chirurgen in die
Behandlung von Noma ein, denn um die Folgen der Krankheit zu
bekämpfen
ist eine schwierige Operation notwendig.
Die Patienten werden vor
Eintreffen des Teams ausgewählt. Die Kontinuität der
Mission ermöglicht
die Nachbehandlung und weitere Operation wenn diese notwendig ist.
Bestimmte hoch kompliziere Fälle werden in Frankreich
operiert.
Gleichzeitig arbeiten unsere Teams mit lokalen Partnern zusammen um die
Bevölkerung für die Symptome der Krankheit zu
sensibilisieren, wenn die
Krankheit noch behandelbar ist oder wenn die Verletzungen noch operabel
sind.
Ärzte der Welt entsendet im November und Dezember 2005
insgesamt 11 Spezialisten nach Niamey.