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Ärzte der Welt beteiligt sich am Tag der Humanitären Hilfe im Auswärtigen Amt in Berlin

Tag der Humanitaeren HilfeFür den 12. Oktober hatte das Auswärtige Amt zum Tag der Humanitären Hilfe eingeladen. Die Veranstaltung fand im öffentlich zugänglichen Lichthof des Auswärtigen Amtes statt. Das Motto lautete: „Weltweit Verantwortung übernehmen“

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Veranstaltung. Danach hatten Schulkinder die Gelegenheit, dem Minister Fragen zu stellen. Auch Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), Sir John Holmes, Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, und weitere hochrangige Akteure der Humanitären Hilfe informierten über ihre Arbeit.

Der Tag wurde gemeinsam mit deutschen Nichtregierungsorganisationen durchgeführt. Bei einem Spaziergang entlang der Themeninseln, die die Hilfsorganisationen aufgebaut hatten, konnten Besucher das Spektrum humanitärer Hilfe anschaulich erleben. So wurden eine Trinkwasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen, ein Minenfeld samt Räumausrüstung aufgebaut und Flüchtlingsunterkünfte gezeigt. Auch medizinische Nothilfe und die Notversorgung mit Nahrung wurden demonstriert.

Ärzte der Welt zeigte häusliche Entbindungssets, sogenannte „Home Delivery Kits“, die von traditionellen Geburtshelferinnen in Ländern der Dritten Welt genutzt werden und ihnen mit einfachen Mitteln erlauben, Geburten in ländlichen Gebieten für Mutter und Kind sicherer zu machen. Das Set erlaubt hygienischere Bedingungen, beispielsweise durch die Benutzung von Handschuhen und sterilen Nabelschnurklemmen, und senkt die Sterblichkeitsrate für Mutter und Kind.

Nach wie vor entbindet eine Mehrzahl von Frauen in ländlichen Gebieten zu Hause. Deshalb bietet Ärzte der Welt neben dieser sehr einfachen Grundausstattung auch Schulungen für traditionelle Hebammen an. Die Maßnahmen sind eingebettet in funktionierende geburtshilfliche Einheiten an den Kliniken. Ärzte der Welt sorgt dafür, dass lebensrettende und die Würde der Mütter schützende medizinische Versorgung immer möglichst früh Teil der humanitären Interventionen ist.

Am Nachmittag fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Humanitäre Hilfe in bewaffneten Konflikten statt. Experten deutscher und internationaler Hilfsorganisationen diskutierten das zunehmend schwierige Sicherheitsumfeld, in dem Humanitäre Hilfe geleistet wird z. B. in Afghanistan, Irak, Darfur und Somalia. Neben den Sicherheitsrisiken besteht auch die Gefahr der Vereinnahmung der humanitären Hilfe durch eine Konfliktpartei. Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, moderierte eine spannende Diskussion, die auf große Resonanz stieß. Der Saal war bis auf dem letzten Platz gefüllt.





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