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Tätigkeitsbericht 2007
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Pakistan – die Wartezeit bis zur Rückkehr überbrücken
Schon einige Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Pakistan war Ärzte der Welt in Islamabad, Mansehra, Thakot und Bakalot mit medizinischen Teams tätig. Mit dem Ziel, die Menschen den Winter hindurch zu betreuen, liegen hier auch weiterhin die Schwerpunkte der Arbeit.

Thakot:
 In Thakot richtete Ärzte der Welt sechs Zelte ein. Zwei Zelte zum Schlafen, eines für die Küche und Ausrüstung, ein Zelt für die Behandlung der Frauen, eines für die Männer und eines für die Medikamente.
Aus Thakot berichtet eine Hebamme: Die ersten Tage waren lang, wir begannen um 8 Uhr und beendeten die Arbeit um 19.00 Uhr. Dabei trafen wir auf Menschen, die nicht einmal zu minimaler Pflege und Behandlung Zugang hatten. Zusätzlich gab es die Angst vor der westlichen Medizin, die zu unnötigen Komplikationen führte. Ein Neugeborenes, erst einige Stunden alt, wurde mit einer blutenden Kopfwunde ins Camp gebracht. Die Eltern hatte eine Beule, die durch die lange Geburt verursacht war, und sich eigentlich problemlos zurückbildet , mit einem Messer aufgeschnitten. Das Baby konnte gerettet werden.

Islamabad
Das Flüchtlingscamp H11 beherbergt fast 11.000 Personen aus Kaschmir, die auf ihre Rückkehr warten. Wöchentlich kommen neue Menschen in der Zeltstadt an, deren Herkunft schwer festzustellen ist.
Allen bietet Ärzte der Welt eine ärztliche Grundversorgung, Beratung und auch gynäkologische Behandlung an. Im Camp arbeiten ein Arzt, eine Krankenschwester und eine Hebamme aus Frankreich. Die Zahl der Behandlungen nimmt beständig zu.
In Zusammenarbeit mit UNICEF läuft zusätzlich eine Impfaktion.
Ein wichtiges Projekt ist die Ausbildung von medizinischen GesundheitshelferInnen. Diese sind in der Umgebung des Camps in Islamabad aktiv und überweisen ernstere Fälle an die Ambulanz im Camp. Deutlich mehr PatientInnen nehmen auf Anraten der BeraterInnen das Angebot von Ärzte der Welt wahr. Für die Zukunft ist dies eine viel versprechende Entwicklungen.

Jabba
Im Jabba Camp wohnen fast 4000 Menschen, 19% davon sind  unter 5 Jahre alt. Wöchentlich werden in der eingerichteten Ambulanz ca. 300 Patienten behandelt, darunter ein viertel Einheimischer, die außerhalb des Camps wohnen. Im Januar war eine zunehmende Zahl von Lungenkrankheiten zu identifizieren. Insgesamt konnte der kontinuierliche Einsatz von Ärzte der Welt jedoch Epidemien verhindern.
In Jabba findet Ärzte der Welt eine spezifische Situation vor. Neben dem Camp gibt es noch viele spontane, meist illegale Ansiedlungen. Um auch diese zu versorgen, wurde ein mobiles Team für die Umgebung aufgebaut.

Zukunftsaussichten
Mit dem beginnenden Frühling wird eine erste RückkehrerInnenwelle  erwartet. Ärzte der Welt plant diese Menschen dann auf ihrem Weg zu begleiten und Unterstützung beim Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Dafür benötigen wir weiterhin Ihr Engagement.




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