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Erdbeben in Indonesien: Ärzte der Welt entsendet weitere Mitarbeiter
Die Opferbilanz des Erdbebens, welches am 27 Mai Yogyakarta und Umgebung erschütterte hat sich erhöht: mehr als 5100 Tote, 20000 Verletze und fast 200.000 Obdachlose.

Ärzte der Welt entwickelt seit Sonntag seine Aktivitäten in drei Richtungen: direkte Interventionen, Bedarfsanalyse und Unterstützung der lokalen medizinischen Teams.
Etwa dreißig Mitarbeiter aus anderen Einsätzen der Organisation in Indonesien oder aus Paris, Madrid und Athen wurden mobilisiert und arbeiten vor Ort.
  •  Ein medizinisches Team ist im Zentralkrankenhaus in Bantul in der Haupterdbebenzone ca. 20 km südlich von Yogyakarta aktiv. Die sanitären Infrastrukturen sind verschont geblieben, nichts desto trotz ist das medizinische Personal überwältigt von dem enormen Andrang an Verletzen und  Notfällen. Es gibt einen spürbaren Bedarf an Material und an zusätzlichem Personal.
  • Eine anderes Team eruiert im ländlichen Gebiet südlich von Bantul den Bedarf und beginnt auf dieser Grundlage heute mit den ersten Aktivitäten für die Verletzen, die nicht zu den Gesundheitszentren gehen können. 
  • Dreiergruppen von Chirurgen, Anästhesisten und Krankenschwestern sind unterwegs und unternehmen chirurgische Eingriffe. Dabei werden sie materielle aus Jarkarta und dem Hauptquartier unserer Organisation unterstützt.
Außerdem machen sich weitere Freiwillige aus der französischen, spanischen und griechischen Zweigen der Organisation auf den Weg vor Ort. Medizinische Nothilfeausrüstung (Medikamente, Zelte, Tragbahren, etc.) wird geschickt. Es ist hauptsächlich geplant mobile Kliniken einzurichten, um die Krankenhäuser zu entlasten.



KONTEXT


Am 27. Mai hat ein Erdebeben der Stärke von 5,9 auf der Richterskala das dicht bevölkerte Küstengebiet in der nähe von Yogyakarta auf der Java Insel in Indonesien getroffen. Laut der ersten Informationen wurden 80% der südlichen Zone des Erdbebengebietes, insbesondere die Umgebung der Stadt Bantul, zerstört. Durch das Erdbeben wurde kein Tsunami ausgelöst,  aber eine Intensivierung der vulkanischen Aktivität des benachbarten Merapi Vulkans ist zu beobachten.

Die  vorläufige Opferbilanz am 29. Mai lautete nach offiziellen Angaben die offiziellen der indonesischen Regierung 5115 Tote, mehr als 20.000 Verletzte und fast 200.000 Obdachlose.

Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe hat Indonesien am 28. Mai 2006 zur internationalen Unterstützung aufgerufen. Gleichzeitig sichern sie die nationale Koordination der Hilfe.
Ärzte der Welt mobilisiert seit dem 27. Mai in Indonesien sowie in Europa seine Aktivisten.

UNSERE AKTIONEN

Unsere Teams in Indonesien sind seit dem bekannt werden des Erdbebens am 27. Mai 2006 unterwegs. Fachleute sind am 28. und 29. Mai in Yogyakarta aus dem Ärzte der Welt Projekte in Indonesien, in Jakarta, Aceh und Papua angekommen.

Das Team vor Ort ist ab dem 29. Mai 2006 im Stand den nötigsten Bedarf zur Wiederherstellung des Zugangs zur primären medizinischen Behandlung in den betroffenen Zonen abzudecken.

Zugleich haben sich zwei chirurgischen Teams aus Paris heute auf dem Weg ins Erdbebengebiet gemacht, um den Einsatz zu verstärken. Sie sollten ab 30. Mai imstande sein, die indonesischen Chirurgen zu unterstützen. Diese sind seit dem Anfang des Einsatzes vom Andrang der Verletzten überwältigt.

Unsere Teams vor Ort in Bantul haben auf eine sehr hohe Anzahl an Verletzten aufmerksam gemacht und dafür die zwei folgenden Prioritäten festgelegt:

  • Der Zugang zur primären medizinischen Behandlung in der ländlichen Zone von Bantul durch feste und/oder mobile Ambulanzen wieder herzustellen. Der Bedarf wurde dafür heute ermittelt und die Aktivitäten am selben Tag begonnen.
  • Die zwei Referenzkrankenhäuser von Bantul, insbesondere mit chirurgischen Aktivitäten, zu unterstützen. Vor der Ankunft unseres ersten chirurgischen Teams haben unsere Freiwilligen schon den Notdienst eines der Krankenhäuser unterstützt.


UNSER TEAM

1 Gesamtkoordinator in Jakarta

In Yogyakarta / Bantul

1 medizinischer Koordinator
3 Ärzte
3 Krankenschwestern
2 Verwaltungsexperten
1 Logistiker
3 Übersetzer
sind am 28. Mai vor Ort angekommen

1 Arzt
1 Chirurge
1 Anästhesist
1 chirurgische Krankenschwester
1 logistischer Koordinator
werden am 30. Mai erwartet


INTERNATIONALE DELEGATIONEN VON MEDECINS DU MONDE

Ein Team aus 1 Koordinator und 2 Ärzten von Ärzte der Welt aus Spanien ist heute Abend aus Aceh in Yogyakarta angekommen. Es sollte in den kommenden Tagen durch ein Team aus Madrid verstärkt werden.

Drei Freiwillige von MDM Griechenland sind auch auf dem Weg von Aceh nach Java.




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