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Tätigkeitsbericht 2007
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Wie engagiert sich Ärzte der Welt durch das internationale Netzwerk (Médecins du Monde) für HIV/AIDS Betroffene
In den letzten Jahren wurde das Thema HIV/AIDS zu einem Schwerpunkt der weltweiten Projekte des internationalen Netzwerkes von Médecins du Monde (MDM).
Einen Eindruck davon geben die Zahlen: in 2005 förderte das internationale Netzwerk mit rund 11 Mio Euro HIV/AIDS Projekte. Das sind 27% des Jahresbudgets für die Projekte. Ärzte der Welt implementierte insgesamt 45 HIV/AIDS - Projekte in 28 Ländern, davon 30 Projekte, der größte Anteil, in Afrika. Asien folgte mit 8 Projekten, Zentralamerika und die Karibik mit 5 Projekten und weitere 2 Projekte in Russland und der Ukraine.

STRATEGIE
Ärzte der Welt ist der Meinung, dass Präventions- und Behandlungsangebote für alle erreichbar sein sollten. Tagelange Anfahrten oder gar Fußmärsche sind den Kranken nicht zuzumuten. Deshalb verfolgt Ärzte der Welt die Strategie, die HIV/AIDS-Behandlung in die lokalen Gesundheitsstrukturen zu integrieren. Der Zugang zu medikamentöser Therapie hat dabei Priorität.

Die Integration der HIV/AIDS-Behandlung in die lokalen Gesundheitsstrukturen trägt auch dazu bei, die allgemeine Gesundheitssituation zu verbessern und so die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.Für MDM gehören Menschen in akuten humanitären Krisen - wie bewaffnete und lang andauernde Konflikte sowie Naturkatastrophen zu den am meisten gefährdeten Gruppen.
Ein weiterer Schwerpunkt sind ausgegrenzte und an den Rand gedrängte Bevölkerungsgruppen wie Frauen und Kinder in entlegenen, ländlichen Gebieten, weiterhin gefährdete Gruppen wie Waisenkinder, Drogenabhängige, MigrantInnen, Prostituierte u.v.a.
HIV/AIDS sollte aus Sicht von Ärzte der Welt als chronische Erkrankung betrachtet werden und daher, wie andere chronische Erkrankungen, in den Behandlungsplan der erreichbaren  Versorgungsstrukturen aufgenommen werden.
Ärzte der Welt fordert die Behandlung der an HIV/AIDS erkrankten Menschen, nicht deren Verwaltung!

AKTIVITÄTEN
Insgesamt führt das internationale Netzwerk von Ärzte der Welt 29 Präventionsprojekte mit folgenden Themenschwerpunkten durch: Gesundheitsaufklärung, Beratung und Testung, Bekämpfung von sexuell übertragbaren Erkrankungen, Behandlung von schweren Infektionen, Schutz vor  Mutter-zu-Kind-Übertragung.
Die Prävention spielt in fast allen Projekten von Ärzte der Welt eine herausragende Rolle, inbegriffen die Behandlung von sexuell übertragbaren und opportunistischen Infektionen, d.h. bei AIDS Erkrankung auf Grund der geschwächten Immunabwehr auftretenden Infektionen.
Besonderer Augenmerk liegt auf den Behandlungsprogrammen zum Schutz der Neugeborenen vor Übertragung von Mutter zu Kind bei der Geburt. Neun dieser Programme bieten darüber hinaus eine langfristige medikamentöse Behandlung der Mütter an. Damit bekommen die Mütter die große Chance, für ihre Kinder da sein zu können, für sie zu sorgen und sie aufwachsen zu sehen.
Zunehmend rückt die Problematik der verwaisten Kinder in den Vordergrund, deren Eltern an HIV/AIDS verstorben sind. Deren Familien wollen von den Kindern sehr oft nichts wissen, da HIV/AIDS nach wie vor stigmatisierend wirkt. Das führt vielfach zum abrupten Abbruch fast aller sozialen Kontakte bis in die Familien hinein. Das gilt für viele Regionen Afrikas, Asiens und auch für Europa. Zwei Projekte in Russland und der Ukraine nehmen sich dieser ausgestossenen Kinder an.




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