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Ärzte der Welt fordert dezentrale, präventive und bezahlbare Maßnahmen gegen AIDS
München/Paris, 14. August 2006

Anlässlich der Weltaidskonferenz vom 13.- 18.08.06 in Toronto fordert Ärzte der Welt dezentralen Zugang zu präventiven Maßnahmen und bezahlbarer Behandlung von AIDS, insbesondere für die am meisten ausgegrenzten und gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Ärzte der Welt setzt sich für einen integrativen Ansatz zur Bekämpfung der Krankheit ein. Die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen, die mit AIDS einhergehen, sowie die Ausgrenzung und die Verwundbarkeit der Betroffenen, müssen beachtet werden.
Verwirklicht werden kann eine integrierte Lösung über lokale Partnerorganisationen und durch verbesserte ländliche Gesundheitsstrukturen sowie durch Fortbildung der MitarbeiterInnen im medizinischen Bereich.

Ärzte der Welt arbeitet nach diesem Ansatz zur Aids-Bekämpfung. Beispielsweise in den ländlichen Gebieten der DR Kongo, an den Knotenpunkten für MigrantInnen in Kenia und Mozambique, in den Shantytowns in Haiti oder bei den ethnischen Minderheiten in West Papua.

Zwischen 2001 und 2005 konnte zwar die Anzahl der Menschen, die eine  antiretrovirale Behandlung erhalten, in den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verfünffacht werden. Dennoch bleibt die Behandlung lediglich einem Fünftel der Betroffenen zugänglich.

Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie und trotz einer Vielzahl von AkteurInnenen, die in die AIDS-Bekämpfung involviert sind, bleibt eine effektive Antwort auf diese komplexe Problematik aus.

Prävention, Untersuchung und Zugang zu antiretroviralen Behandlungen stehen im Zentrum der Aktivitäten von Ärzte der Welt. Dazu kooperieren wir mit den nationalen Organisationen, die sich für die AIDS-Bekämpfung engagieren.

Diese Art der Zusammenarbeit in diesem Bereich ermöglicht Ärzte der Welt, gezielt die Betroffenen in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu erreichen. 

Im Jahr 2005 verwirklichte das internationale Netzwerk von Ärzte der Welt 49 AIDS Programme in 30 Ländern. Davon sind 29 Projekte in Afrika angesiedelt.




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