Anlässlich
der Weltaidskonferenz vom 13.-
18.08.06 in Toronto fordert Ärzte
der Welt dezentralen
Zugang zu präventiven Maßnahmen und bezahlbarer Behandlung von AIDS,
insbesondere für die am meisten ausgegrenzten und gefährdeten
Bevölkerungsgruppen. Ärzte der Welt
setzt sich für einen
integrativen Ansatz zur Bekämpfung der Krankheit ein. Die sozialen,
politischen und wirtschaftlichen Folgen, die mit AIDS einhergehen,
sowie die Ausgrenzung und die Verwundbarkeit der Betroffenen, müssen
beachtet werden.
Verwirklicht werden kann eine integrierte
Lösung über lokale Partnerorganisationen und durch verbesserte
ländliche Gesundheitsstrukturen sowie durch Fortbildung der
MitarbeiterInnen im medizinischen Bereich.
Ärzte der
Welt arbeitet nach diesem Ansatz zur Aids-Bekämpfung.
Beispielsweise in
den ländlichen Gebieten der DR Kongo, an den Knotenpunkten für
MigrantInnen in Kenia und Mozambique, in den Shantytowns in Haiti oder
bei den ethnischen Minderheiten in West Papua.
Zwischen
2001 und 2005 konnte zwar die Anzahl der Menschen, die eine
antiretrovirale Behandlung erhalten, in den Ländern mit niedrigem und
mittlerem Einkommen verfünffacht werden. Dennoch bleibt die Behandlung
lediglich einem Fünftel der Betroffenen zugänglich.
Zwanzig
Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie und trotz einer Vielzahl von
AkteurInnenen, die in die AIDS-Bekämpfung involviert sind, bleibt eine
effektive Antwort auf diese komplexe Problematik aus.
Prävention,
Untersuchung und Zugang zu antiretroviralen Behandlungen stehen im
Zentrum der Aktivitäten von
Ärzte
der Welt. Dazu kooperieren wir mit
den nationalen Organisationen, die sich für die AIDS-Bekämpfung
engagieren.
Diese Art der Zusammenarbeit in diesem
Bereich ermöglicht
Ärzte
der Welt, gezielt die Betroffenen in den
unterschiedlichsten Lebenslagen zu erreichen.
Im
Jahr 2005 verwirklichte das internationale Netzwerk von Ärzte der Welt
49 AIDS Programme in 30 Ländern. Davon sind 29 Projekte in Afrika
angesiedelt.