Am 7. Mai 2007 fand in Batticaloa (Sri Lanka) die Eröffnung des neuen OP- Traktes statt. In Anwesenheit des Landrates der Region Herrn Arumainayagam und eines Hindu-Priesters, wurden die feierlichen Riten vollzogen.
Ärzte der Welt hat mit Unterstützung von der Stadt München und vor Ort von Help e.V. in den ersten Monaten dieses Jahres veranlasst, dass die Räumlichkeiten des Operationssaales neu gestaltet werden konnten. So wurden eine Hygieneschleuse eingerichtet und die Lagerräume neu hergerichtet. Die Warteräume für die Patienten wurden neu ausgestattet. Eine funktionierende Klimaanlage trägt zu einem verbesserten Operationsklima und Hygienestandard bei.
Die ersten Operationen konnten in den neuen Räumlichkeiten schon durchgeführt werden.
Eine grundlegende Renovierung im Krankenhaus Batticaloa war notwendig geworden, da das ohnehin schon alte Gebäude durch den Tsunami im Dezember 2004 noch weiter beschädigt worden ist. Schon bei dem ersten Besuch eines Teams von Ärzte der Welt fielen die sehr niedrigen hygienischen Standards im Krankenhaus auf. Ein alter Ventilator verteilte die Bazillen mit der Luft im gesamten Operationssaal, die Patienten und ihre Angehörigen mussten den OP Raum durchqueren, um auf die Operation zu warten, Lagerräume für OP Materialien waren weit entfernt. Dadurch war die postoperative Infektionsrate erhöht. Die Neugestaltung erlaubt nun eine bessere Hygiene und effizientere Arbeitsabläufe.
Ein Großteil des Personals waren angelernte Hilfskräfte ohne Erfahrung. Schulungen für das Personal und der Umbau des OP-Traktes mit Klimaanlage ermöglichen nun eine bessere Versorgung der Patienten. Ärzte der Welt plant mit kleineren Investitionen auch die Ausstattung im OP-Saal zu verbessern.
Dass die Renovierung trotz der wieder aufgeflammten kriegerischen Auseinandersetzungen in Sri Lanka möglich waren, verdanken wir der Organisation Help, die das Projekt vor Ort betreute.
Derweil wird die Lebenssituation der Menschen in Sri Lanka kritisch. In der Nähe von Batticaloa befinden sich weit verstreute Flüchtlingscamps, in denen bis zu 150.000 Menschen leben. Auch diesen Menschen wird der neue OP-Saal zu Gute kommen, sie brauchen aber auch medizinische Betreuung und Hilfe in den Camps.