Nach dem gewaltigen Erdbeben, das Peru am Mittwochabend 15. August erschüttert hat, verstärkt Ärzte der
Welt seinen Einsatz im Lande um zwei Notfallteams, schickt medizinische Ausrüstung und Medikamente.
Das Erdbeben hat nach vorläufiger Schätzung über 500 Tote und mehr als 1000 Verletzte gefordert. Das am stärksten betroffene Gebiet ist die südlich von der Hauptstadt Lima gelegene Küstenregion mit den Städten Pisco, Ica und Chincha Alta. Besonders die armen Wohngebiete sind dort zu über 70% zerstört oder stark geschädigt. Aus Angst vor Nachbeben verbringen die Menschen trotz der winterlichen Kälte die Nächte im Freien.
Teile der im Lande arbeitenden Teams sind mit Psychologen und medizinischem Personal sofort in die Katastrophengebiete gefahren, um den Hilfsbedarf in den am schlimmsten betroffenen Regionen aufzunehmen. Drei Psychologen kümmern sich vor Ort bereits um die traumatisierten Patienten. Zwei weitere Teams mit Ärzten, Krankenschwestern, Kinderärzten und Logistikern sind auf dem Weg von Europa nach Peru, im Gepäck über 1,3 Tonnen Medikamente und Material für Erstversorgung. Darüber hinaus wird eine Bedarfsanalyse für weitere Einsätze vorgenommen.
Ärzte der
Welt ist bereits in verschiedenen Gesundheitsprojekten im Süden und Norden des Landes, sowie in der Hauptstadt Lima langfristig engagiert. Neben Projekten zur Basisgesundheitsversorgung führt Ärzte der
Welt ein Programm zur sexuellen Aufklärung und reproduktiven Gesundheit durch, das sich speziell an Jugendliche richtet...