Am 25. September war es soweit: Die medizinische Anlaufstelle open.med
von Ärzte der Welt in Kooperation mit Café 104 feierte in
München ihr einjähriges Bestehen.
Hier
erhalten Menschen ohne Krankenversicherung und ohne regulären Aufenthaltsstatus
medizinische Grundversorgung, psychosoziale Betreuung und rechtskundliche Beratung.
Mittlerweile kann open.med auf über 700 Kontakte mit Patientinnen
und Patienten in schwierigen Lebenslagen zurückblicken, denen durch den
engagierten Einsatz unserer 60 ehrenamtlich tätigen Ärzte eine neue
Lebensperspektive ermöglicht wurde.
Anlässlich dieses Jubiläums lud Ärzte
der Welt zu einer Pressekonferenz ein. Vor Vertretern der Süddeutschen
Zeitung, des Münchner Merkur und anderer lokaler Medien berichteten Dr.
Barbara Theml, ehrenamtliche Projektleiterin, die ehrenamtlich arbeitende Ärztin
Dr. Maria Heinzlmann und der Freiwillige Georg Peschel über die Arbeit
der medizinischen Anlaufstelle in der Augsburger Strasse in der Mitte München.
Die open.med-Projektkoordinatorin Marion Chenevas stellte die erste
europaweite Studie des europäischen Netzwerks von Ärzte
der Welt - Médecins du Monde zur medizinischen Situation von Menschen
ohne regulären Aufenthaltsstatus vor. Diese gibt erstmals Aufschluss über
die medizinisch und sozial prekäre Situation vieler Migranten in Europa,
denen der Zugang zu medizinischer Versorgung oftmals verwehrt bleibt. Die Pressekonferenz
rundete Dr. Pierre Rosenstiel ab, der als Ärzte
der Welt-Vorstandsmitglied und erster ärztlicher Leiter von open.med
einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Projekts
in München gab.
Nach der Pressekonferenz feierten Freiwillige, Mitarbeiter und Partnerorganisationen
das einjährige Jubiläum.
In den kommenden Jahren wird open.med die erfolgreiche Kooperation
mit Café 104 fortsetzen und weiterhin Menschen ohne Krankenversicherung
medizinisch und psychosozial betreuen, um ihnen damit neue Lebensperspektiven
zu eröffnen.