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Notsituation in Myanmar (früher Birma): Mitarbeiter von Ärzte der Welt in Myanmar haben sofort mit Hilfseinsatz begonnen

Infolge des gewaltigen tropischen Wirbelsturms, der am Freitag und Samstag über Birma wütete, hat Ärzte der Welt seine Aktivitäten vor Ort neu ausgerichtet, um die Bevölkerung der Hauptstadt Rangoon in der Krisensituation mit dem Nötigsten zu versorgen. Außerdem wurde ein Medizin- und Logistikteam zur Verstärkung nach Birma geschickt.

Seit 1995 führt Ärzte der Welt ein HIV-Projekt für Drogenabhängige und Prostituierte in der Provinz Katchin und in der Hauptstadt Rangoon durch. An beiden Standorten arbeiten die Teams von Ärzte der Welt  mit insgesamt ca. 60 lokalen Angestellten, Ärzten, Krankenpflegern und Gesundheitsberatern zusammen.

Nach ersten Meldungen unserer Mitarbeiter in Rangoon hat die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu Trinkwasser und Strom. Es gestaltet sich äußerst schwierig, die betroffenen Bevölkerungsgruppen zu erreichen, insbesondere am Stadtrand. Schon am Montag 5. Mai hat Ärzte der Welt seine Aktivitäten neu ausgerichtet, damit die vom Zyklon betroffenen Bevölkerungsgruppen versorgt werden können. So wurde das Gesundheitszentrum von Ärzte der Welt in Rangoon für die Notfallversorgung der Bevölkerung geöffnet. Mobile Kliniken werden zusätzlich eingerichtet, um den dringendsten medizinischen Versorgungsbedarf zu decken.

Ärzte der Welt wird auch versuchen, schnellstmöglich im Südwesten des Landes (Delta von Irrawaddy), einem Reisanbaugebiet, tätig zu werden. Die Naturkatastrophe führt erneut zu einem Preisanstieg bei den Grundnahrungsmitteln. Die Demonstrationen vom letzten Herbst machten bereits auf die Notsituation in der einheimischen Lebensmittelversorgung aufmerksam.

Zudem versucht Ärzte der Welt, ein Flugzeug mit Hilfsgütern und Medikamenten nach Myanmar zu senden. Die Landeerlaubnis der birmanischen Militärregierung steht noch aus. Die Teams von Ärzte der Welt sind seit langem in ihrer Mobilität durch die Militärdiktatur immer wieder behindert.  Ärzte der Welt fordert von der birmanischen Regierung, dass der Zugang erleichtert wird, damit die internationale Hilfe schnellstmöglich die Hilfebedürftigen erreichen kann.

Pressekontakt:
Dr. Lecia Feszczak
089/18.91.22.93
lecia.feszczak@aerztederwelt.org

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