| | Ärzte der Welt stärkt seine Kooperation mit birmanischen Fachkräften |
Der
Besuch von UN-Generalsekretär Ki-Moon hat große Hoffnungen bei den
Opfern des Wirbelsturms geweckt. Trotz der Zusagen der birmanischen
Regierung über eine Öffnung des Landes für internationale Helfer haben
bislang internationale Mitarbeiter kaum Zugang zum Irrawaddy Delta. Die
internationalen Mitarbeiter von Ärzte der Welt, die zunächst auch außerhalb von Rangun helfen konnten, dürfen die Hauptstadt nicht mehr verlassen.
Ärzte der Welt
hat daraufhin weitere birmanische Ärzte sowie medizinisches und
logistisches Personal zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen in die
betroffenen Gebiete geschickt. Dank intensiver Trainingsmaßnahmen und
mit der Unterstützung von entsandten Experten konnten fünf Notfallteams
aufgestellt werden. Die Teams versorgen täglich 200 bis 300 Patienten,
verteilen Zelte und sorgen für sauberes Trinkwasser. Die Bevölkerung
leidet vor allem unter Durchfall, Atemwegs- und Hautinfektionen,
Malaria und Unterernährung. Trotz aller Anstrengungen gibt es zu viele
Menschen, die von den Hilfsmaßnahmen nicht erreicht werden.
In Anbetracht des immensen Bedarfs sind die Hilfsmaßnahmen völlig ungenügend und der Einsatz stößt auf größte Schwierigkeiten. Ärzte der Welt
fordert zum wiederholten Male die Regierung von Birma auf, die
administrativen Hindernisse aufzuheben, damit medizinisches Personal
sich auch außerhalb von Rangun und im Irrawaddy Delta frei bewegen
kann. Es besteht äußerste Dringlichkeit, in den betroffenen Gebieten
Hilfe zu leisten.
Seit 1995 ist Ärzte der Welt in Rangun und in der nördlichen Provinz Katchin tätig. Ärzte der Welt
führt zwei Programme zur Verhütung der Übertragung von HIV/AIDS bei
Problemgruppen durch. Trotz aller Schwierigkeiten sorgt das Projektteam
dafür, dass antiretrovirale Therapien fortgesetzt werden können.
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