In Mali ein Kind zur Welt zu bringen ist oft ein Abenteuer. Aufgrund der unzureichenden Infrastruktur ist der Zugang zu medizinischer Versorgung für viele Frauen schwierig, wenn nicht unmöglich. Eine werdende Mutter riskiert, bei der Geburt ihr Leben zu verlieren oder zumindest einen bleibenden Schaden, wie Scheiden-, Blasen oder Darmfisteln, davonzutragen.
Die Fisteln entstehen infolge von Verletzungen, die bei einer schwierigen Geburt auftreten können. Es entsteht dadurch ein Durchgang zwischen Blase und Genitalien, der normalerweise nicht vorhanden ist. Die Folge ist Inkontinenz, welche in Mali einen Ausschluss der Frauen aus der Gesellschaft bedeutet.
Ärzte der Welt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen verzweifelten Frauen einen Ausweg aus ihrer scheinbar hoffnungslosen Lage und ein wieder menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Bereits 1993 hat Medecins du Monde, die französische Mutterorganisation von Ärzte der Welt, mit seinem Programm zur chirurgischen Entfernung von Fisteln bei Frauen in der Region Mopti in Mali begonnen. Seit dem 1. Januar 2000 wird das Projekt von Deutschland finanziell unterstützt.
Seit Beginn des Projekts wurden über 800 Operationen durchgeführt und mehr als 500 Frauen behandelt. Da die Operation schwierig ist, benötigen manche Frauen mehrere Operationen. Insgesamt liegt die Erfolgsrate bei 70%, welche sich durchaus vergleichen lässt mit den Ergebnissen der besten Teams in Afrika, die diese Krankheit behandeln.
Ärzte der Welt sorgt vor allem für die Rekrutierung und Behandlung von Patienten sowie die Ausbildung des Personals. Bis jetzt wurden die gesamten Operationen durch einen ausländischen Chirurgen ausgeführt. Es wurde versucht, einen einheimischen, bezahlten Chirurgen mit einer öffentlichen Funktion einzustellen. Leider erscheint es unmöglich, dafür eine verfügbare kompetente Fachkraft aus Mali zu bekommen. Es bleibt also nur die Möglichkeit, einen Mediziner aus Mali einzustellen und die Kosten für die chirurgische Diplomausbildung am medizinischen Institut in Bamako zu übernehmen.
Da es jedoch nicht ausreicht, sich auf die Behandlung von Krankheiten zu beschränken, führt Ärzte der Welt zusätzlich Vorsorgeprogramme durch. Dadurch soll es ermöglicht werden, bereits im Vorfeld Maßnahmen gegen die Krankheit zu ergreifen und die Anzahl der erkrankten Patienten zu reduzieren.
Eine weitere Priorität von Ärzte der Welt ist es, sicherzustellen, dass das Programm auch dann noch weiterlaufen kann, wenn sich Ärzte der Welt aus dem Projekt zurückgezogen hat. Bedingt durch die Komplexität des Krankheitsbildes wird dieses Projekt voraussichtlich jedoch auch längerfristig noch personelle und materielle Unterstützung benötigen.
Ihr Ansprechpartner für dieses Projekt:
Dr. Lecia Feszczak, Volker Stapke
Email: info@aerztederwelt.org
Telefon: 089 62420955
Fax:089 65309972
-------- Spendenkonto -------- Kontonummer: 28888
Bankleitzahl: 700 500 00
Bank: Bayerische Landesbank,
in München
Verwendungzweck: MALI: Frauengesundheit
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