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PALÄSTINA: Mentale Gesundheit – leben ist mehr als überleben


Ärzte der Welt – Médecins du Monde setzt sich für die Opfer des Nahost-Konflikts ein. Das von der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und Entwicklung (GTZ) geförderte Programm verfolgt vor allem drei Ziele: Schnelle und unbürokratische Hilfe für die traumatisierten Menschen, Weiterbildungskurse für Helfer und Krankenhauspersonal und den Aufbau eines professionellen Netzwerkes, das die Arbeit der psychologischen Einrichtungen und Dienste koordiniert.

Tote und Verletzte, Straßenkämpfe, Zerstörung von Häusern und öffentlichen Einrichtungen, Zusammenbruch der Wirtschaft, Ausgangsverbot, ein permanentes Gefühl der Unsicherheit und Ohnmacht – der israelisch-palästinensische Konflikt hat für die Menschen der Region viele Gesichter. Ärzte der Welt lindert die Not der Menschen in Jerusalem, Gaza, Ramallah, Nablus und Dschenin.

Im April 2003 entsandte das Netzwerk ein Beobachterteam zur Aufnahme von Augenzeugenberichten über die Gesundheits- und Menschenrechts-Situation vor Ort.

PalestinaIm Jahr 2004 soll das umfangreiche, bereits in den 90er Jahren gestartete Gesundheitsprogramm zur psycho-sozialen Behandlung von Trauma-Opfern weiter ausgebaut werden. Dabei steht vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Mit finanzieller Unterstützung der GTZ wird die Ausbildung von einheimischen Mitarbeitern sowie die gezielte Netzwerkarbeit mit den beteiligten Fachkräften verstärkt. Wie alle Projekte von Ärzte der Welt ist auch dieses Programm auf Nachhaltigkeit angelegt und so konzipiert, dass es nach der Startphase von lokalen Fachkräften weitergeführt werden kann.

Hilfe in drei Stufen

Es geht darum, den Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, selbst verletzt wurden oder ihr Zuhause verloren haben, dabei zu helfen, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Nur so ist sichergestellt, dass sich die seelischen Verletzungen nicht manifestieren und ein Leben lang fortwirken.

1. Schnelle Hilfe: Weil es darauf ankommt, rasch zu helfen, beginnt die Therapie oft bereits im Krankenhaus. Später setzen die psychologisch geschulten Therapeuten ihre Arbeit im Beratungszentrum oder bei Hausbesuchen fort. Für besonders gefährdete Gruppen, wie Kinder und Jugendliche und Opfer oder Zeugen von Gewalt, wird eine sofortige psychologische Krisenintervention ermöglicht.

2. Weiterbildung: Um wirksam helfen zu können, kommt es darauf an, die Symptome von Traumata zu kennen und zu erkennen. In Spezialschulungen lernen die Mitarbeiter von Krankenhäusern und Sozialstationen deshalb die spezifischen Reaktionsmuster zu deuten und die Betroffenen an die psychologischen Betreuungsstellen weiterzuleiten.

3. Netzwerkarbeit: Weil der Bedarf an psychologischer Hilfe weiter steigt, ist der Aufbau eines professionellen Netzwerks besonders wichtig. Im Jahr 2004 soll der dringend benötigte psychiatrische Dienst eingerichtet werden.

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Ihr Ansprechpartner für dieses Projekt: Dr. Lecia Feszczak, Volker Stapke

Email: info@aerztederwelt.org
Telefon: 089 62420955
Fax:089 65309972

-------- Spendenkonto --------
Kontonummer: 28888
Bankleitzahl: 700 500 00
Bank: Bayerische Landesbank, in München
Verwendungzweck: PALÄSTINA: Mentale Gesundheit – leben ist mehr als überleben




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