Openmed - Medizinische Hilfen - anonym und kostenfrei.
Aktion Lächeln
Neue Broschüre
Unsichtbare Welten
Tätigkeitsbericht 2007
Tätigkeitsbericht 2007
Vergessene Krisen
Arte Fernsehspot
Madagaskar: Krisengeschütteltes Madagaskar


Im Jahr 2002 erschütterten politische Unruhen samt den damit verbundenen sozialen Folgeerscheinungen sowie dei Härte von Naturgawalten den Inselstaat Madagaskar.

Ärzte der Welt – Médecins du Monde half in den schwierigen Krisenzeiten mit Programmen zur akuten Notfallunterstützung sowie langfristigen Projekten. Eines davon konnte im September 2003 an madagassische Partner übergeben werden.

Die Madagassen sehen sich gleich mit zwei der wichtigsten Quellen von Not, Armut und Unsicherheit, konfrontiert. Von Menschen verschuldete Krisen sorgen ebenso wie Naturkatastrophen dafür, dass das Land – gerade bei der Gesundheitsversorgung – auf massive Unterstützung von außen angewiesen ist. Dennoch steht auch hier für Ärzte der Welt die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit:

1. HIV: Vorbeugung und Beratung

Wie in vielen Krisengebieten dieser Welt gehört das Thema Aids auch in Madagaskar zu den zentralen Herausforderungen des Gesundheitswesens. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen hat Ärzte der Welt ein Vorsorge- und Beratungsnetz aufgebaut, das sich gerade an besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Jugendliche und Prostituierte wendet. Im September letzten Jahres konnten unsere lokalen Partner das von der Weltbank unterstützte Projekt übernehmen und selbstständig weiterführen.

2. Spezial-Programm für herzkranke Kinder

In einem Land, in dem nicht einmal die medizinische Basisversorgung sicher gestellt ist, trifft es die Schwächsten am härtesten. In Madagaskar sind das Kinder mit schweren Herzerkrankungen. Ärzte der Welt arbeitet mit einem Operations-Programm dafür, dass ihnen geholfen wird. Seit 1994 fliegen zweimal pro Jahr erfahrene Chirurgen nach Antananarivo und nehmen sich in teilweise extrem schwierigen Operationen der kranken Kinder an. Nur im Jahr 2002 musste ein Einsatz aufgrund der politischen Unruhen ausgesetzt werden.

3. Notfallhilfe mit Langzeitwirkung

Seit 1991 ist Ärzte der Welt da, wenn Madagaskar Hilfe braucht. Naturkatastrophen, Choleraepidemien, Unterernährung: die Anlässe für Hilfseinsätze sind ebenso mannigfaltig wie ernst. Nach dem Wirbelsturm 2002 wurde ein Programm ins Leben gerufen, das vor allem den Ausbruch von Infektionskrankheiten auf Tamatave II verhindern sollte. Dabei wurden unter anderem neun besonders betroffene Gesundheitseinrichtungen mit Medikamenten und Ausrüstung versorgt. Inzwischen konnte die Verwaltung und Verteilung der Hilfsgüter den lokalen Gesundheitsorganisationen übergeben werden.





Impressum