Von einem langen Bürgerkrieg zermürbt, leidet die Bevölkerung Salvadors immer noch an den Folgen:
Neben der politischen und sozialen Aussöhnung kommt auch der wirtschaftliche Erholungsprozess nur schleppend in Gang. Dennoch gibt es Entwicklungen, die hoffen lassen. So konnte Ärzte der Welt – Médecins du Monde im Jahr 2002 eines seiner Projekte mit der Übergabe an lokale Institutionen erfolgreich abschließen.
Das Programm zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung in der Region von Morazán wurde 1981 initiiert und gehörte zu den ersten Krisengebieten, in denen die Organisation nach ihrer Gründung aktiv wurde. Mit Ausnahme der Jahre 1987 bis 1989, als die Lage für unsere Mitarbeiter einfach zur riskant wurde, war Ärzte der Welt ständig im Land.
Auch in San Salvador stand der Aufbau verlässlicher Gesundheitsstrukturen für die Menschen im Vordergrund der Arbeit. Vieles, was hier Anfang der 80er Jahre initiiert und auf den Weg gebracht wurde, hat deshalb Modellcharakter.
Vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders, dass unser Engagement sich gelohnt hat und wir im letzten Jahr gleich vier Projekte im Gebiet rund um die ehemalige Krisenregion Morazán an Partner vor Ort weitergeben konnten.
Das gesamte Jahr 2002 stand im Zeichen der Übergabe der Projekte an die Partnerorganisationen, um eine reibungslose Übergangszeit und eine erfolgreiche Fortführung sicherzustellen. Eine abschließende Projektbeurteilung im letzten September zeigte, dass sich dieses Vorgehen bewährt hat und die Menschen von San Salvador von den Verbesserungen profitieren.
Die vier Programme im Überblick:
1. Aufbau und Organisation von fünf Gesundheitszentren zur Förderung und Verbesserung von Kindern und Jugendlichen.
2. Leitung und Betrieb von zwei großen Gesundheitseinrichtungen.
3. Gründung einer Gemeinschaftsinitiative zur Förderung der Gesundheitserziehung.
4. Ein Projekt zur Förderung des Umweltschutzes.
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