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PAPUA: Anti-Aids-Kampagne gestartet |
Ein neues Programm zur Vermeidung von Aids und sexuell
übertragbaren Krankheiten hat Ärzte der Welt
Médecins du Monde in Papua Neu-Guinea
gestartet. Das zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt richtet
sich vor allem an die
Bevölkerungsgruppe der Dani im Distrikt Puncak Java.
Der Schwerpunkt liegt in den ersten 18 Monaten auf der ethnologischen
Studie und Zusammenarbeit mit den tradierten Verhaltensweisen und Riten
der Dani
(sexuelle Gewohnheiten, Bedeutung und Symbolhaftigkeit des
Körpers, Rituale
etc.). So sollen die Menschen einerseits ihre traditionellen
Vorschriften und Gebräuche
beibehalten können, aber andererseits auch für die
notwendigen
Präventionsmaßnahmen sensibilisiert werden.
Ärzte der Welt ist seit
1998 in Papua in der Region Mulia
tätig. Als schnelle Reaktion auf den damals verheerenden
El-Nino-Sturm wurde ein Nothilfeprojekt und
später Gesundheitsprogramm gestartet, das seit 2002 auch auf die
Prävention von Infektionskrankheiten mit einschließt.
Papua hat konstant mit separatistischen und religiösen
Auseinandersetzungen in den von Indonesien kontrollierten Gebieten zu
tun. Die politische und
finanzielle Krise von 1998 wird zwar langsam überwunden, jedoch
hat der Terrorakt vom 12. Oktober
2002 auf das Touristenzentrum in Bali erhebliche Konsequenzen gehabt,
nach wie vor
fehlen wichtige ausländische Investitionen im Bereich der
öffentlichen und
privaten Gesundheitsversorgung. In Papua lebt die Hälfte der
Bevölkerung mit weniger als zwei
Euro pro Tag und die Anzahl der mit dem Aids-Virus infizierten Personen
ist besorgniserregend.
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