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Angola: Post-conflict Hilfe für Straßenkinder und Gesundheit in Lobito |
Schlagzeilen aus dem Sudan, Kongo, Elfenbeinküste lassen die
hoffnungsvolle Entwicklung in Angola nach einem 20- jährigen
Bürgerkrieg in den
Hintergrund geraten. Die ersten 870 angolanischen Flüchtlinge sind
Anfang Dezember aus dem Kongo in
die Heimat zurückgekehrt, die Regierung investiert vier Millionen
US$ in
Lebensmittel für das hungernde Volk, die ersten ehemaligen
Kindersoldaten bekommen
UN-Unterstützung bei der Wiedereingliederung und zukünftiger
Fortbildung. Ärzte der
Welt Médecins du Monde unterstützt die Rückkehr der
Vertriebenen und verstärkt
die Gesundheitsversorgung bisher ausgegrenzter
Bevölkerungsgruppen.
Mit einem neuen Gesundheits- und Hygieneprogramm in Lobito sollen
Straßenkindern und Jugendlichen für zunächst ein Jahr
eine freie Versorgung
zustehen. Diese soll in der ersten Phase durch ein neues
Gesundheitszentrum in Kooperation mit Partnern
vor Ort (MINSA) gewährleistet werden. Die Gesundheitsmitarbeiter
werden speziell
für die Betreuung von Straßenkindern trainiert, arbeiten mit
Apothekern, Ärzten,
Krankenschwestern und Sozialarbeitern zusammen.
In der zweiten Phase sieht das Programm den Zugang der
Straßenkinder von Lobito zu Informationen, Medikamenten und
Fortbildungen über Gesundheit,
Hygiene, Infektionskrankheiten, insbesondere HIV/Aids vor.
In der dritten Phase sollen die mit der Thematik und Praxis vertrauten
Straßenkinder selbst anfangen, anderen Betroffenen zu helfen.
Besonders gilt es, die sozial
unterschiedlichen Situationen und Probleme der Kinder und Jugendlichen
erfassen zu helfen.
Diese Ziele sind die ersten Schritte des Langzeitprojektes von
Ärzte der Welt in
Angola, das unabhängig ist und von einheimischen Partnern
verantwortlich
geleitet und koordiniert wird.
Ärzte der Welt ist seit
über 10 Jahren in Angola in der
Provinz Huambo im Bereich der Basisgesundheit tätig. Seit Ende
2002 unterstützt die
Ärzteorganisation in Mungo schwangere Frauen, Geburtenkontrollen
zusammen mit einheimischen Hebammen und vor
allem Risikopatienten.
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