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Unsichtbare Welten
Tätigkeitsbericht 2006
Vergessene Krisen
Arte Fernsehspot
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SUDAN-DARFUR: Nothilfe im Flüchtlingslager Kalma
DafurSeit dem 17. Juli leistet Ärzte der Welt - Médecins du Monde (MDM) im Flüchtlingslager Kalma, 17 Kilometer südlich von Nyala, die ärztliche Notversorgung für etwa 60.000 Menschen.

9. August Tag der Urvölker: Die Punan – ein gefährdetes Volk von Jägern und Sammlern
Médecins du Monde startet ein Programm mit dem Ziel, die Kindersterblichkeit sowie infektiöse Krankheiten einzudämmen.
In Kooperation mit lokalen Partnern werden „mobile Kliniken“ eingerichtet, so dass  ein Arzt und ein Krankenpfleger zumindest dreimal im Jahr auch in den entferntesten Dörfern Sprechstunden anbieten können.
Parallel dazu bilden unsere Teams Gesundheitspromotoren aus den Reihen der Punan aus. Die Schulungen beziehen sich insbesondere auf Hygiene und die häufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen. Eine Unterweisung  in die Grundlagen der Ersten Hilfe gehört ebenfalls dazu.
In einem zweiten Schritt werden von den MDM-Teams Hebammen ausgebildet, die danach Schwangere medizinisch betreuen und Entbindungen begleiten können.


Aethiopien: Mutter-Kind-Gesundheit: Dr. Robert Angerer nach einem Einsatz zurückgekehrt
Anfang Februar 2006 kehrte der Münchner Arzt Dr. Robert Angerer von einem fünfwöchigen Einsatz für Ärzte der Welt in Äthiopien zurück.
Auf der Entwicklungsskala der UN liegt Äthiopien auf Rang 168 von 173 Ländern. Etwa 55% der Bevölkerung lebt von weniger als einem  Dollar pro Tag. In manchen Regionen sind dies sogar bis zu 85%. Über 40% der Bevölkerung ist unter 14 Jahre. Die Probleme des Landes sind immens und auch im medizinischen Bereich ist Hilfe dringend notwendig.

Afghanistan: Nothilfe und Neuanfang in den Bergen von Ghor

In der Region Ghor, im Westen Afghanistans, leben 700.000 Menschen seit Jahren unter einer
extremen Dürre. Bis zum Ende der Taliban-Herrschaft waren sie für ausländische
Hilfsorganisationen nicht zu erreichen. In dieser bergigen und schwer zugänglichen Provinz
konnte Ärzte der Welt – Medecins du Monde nun die medizinische Grundversorgung mit
zwei Krankenhausprojekten in Chaghcharan und in der Gesundheitsstation von Taiwara
nachhaltig verbessern und sichern.


Afghanistan: Umstrittener Wiederaufbau des Gesundheitssystems
Afghanistan
Wie entwickeln sich die Länder weiter, in denen die medizinische Versorgung verantwortlich an lokale Gesundheitspartner übergeben wird? In der Nachkriegszeit und im Zusammenhang mit den Wahlen erleichtern Reformen des Gesundheitssektors auch in Afghanistan eine Liberalisierung des Gesundheitssystems.
Nach Militäreinätzen werden Verträge für Gesundheitsdienstleistungen zunehmend an private Unternehmen und Organisationen übergeben, denen es oft primär um die damit verbundenen Gelder geht. Dieses Vorgehen ist aus Lateinamerika bekannt und derzeit in Afghanistan und im Irak aktuell und läßt erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche und unabhängige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erwarten.


AFGHANISTAN: Ärzte der Welt weiterhin im Land tätig
Afghanistan Ärzte der Welt - Médecins du Monde (MDM) hält die Basisversorgung medizinische für die notleidende Zivilbevölkerung in Herat, Chaghcharan, Taiwara und Kabul aufrecht.


Angola: Aufbauarbeit

Angola: Post-conflict Hilfe für Straßenkinder und Gesundheit in Lobito

Schlagzeilen aus dem Sudan, Kongo, Elfenbeinküste lassen die hoffnungsvolle Entwicklung in Angola nach einem 20- jährigen Bürgerkrieg in den Hintergrund geraten. Die ersten 870 angolanischen Flüchtlinge sind Anfang Dezember aus dem Kongo in die Heimat zurückgekehrt, die Regierung investiert vier Millionen US$ in Lebensmittel für das hungernde Volk, die ersten ehemaligen Kindersoldaten bekommen UN-Unterstützung bei der Wiedereingliederung und zukünftiger Fortbildung. Ärzte der Welt Médecins du Monde unterstützt die Rückkehr der Vertriebenen und verstärkt die Gesundheitsversorgung bisher ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen.


Augenzeugenbericht aus Indonesien: Erneutes Sterben durch das Erdbeben
Genau 17 Monate nachdem wir die Verwüstungen des Tsunamis kennenlernten, ist Indonesien mit dem Schock eines weiteren Erdbebens konfrontiert. Dieses hat in der südlichen Region von Yogyakarta auf der Insel Java mehr als 5.000 Tote, 20.000 Verwundete und 200.000 Obdachlose gefordert.

Donnerstag 1. Juni:
Im öffentlichen Krankenhaus von Bantual herrscht eine unaufhörliche Unruhe. Sobald die Ambulanz oder ein Auto am Gitter vorbeifährt, werden die Verwundeten sofort von der indonesischen Armee aufgenommen, die Schwere der Verletzung festgestellt und zur Behandlung weiterverwiesen. In diesem Krankenhaus ist der letzte Platz im Gang und jede Ecke im Hof dazu eingerichtet, Verletzte aufzunehmen.

ERDBEBENGEBIET NORDPAKISTAN: Die Rückkehr ins Nichts
Mindestens 80.000 Menschen starben am 8. Oktober 2005 beim verheerenden Erdbeben in Nordpakistan. Mehr als 350.000 wurden obdachlos. Die Natur nahm diesen Pakistanern, die ohnehin nicht viel hatten, alles, was sie besaßen. In zahlreichen provisorischen Flüchtlingslagern (große Zeltsiedlungen) fanden Sie Zuflucht. Eine zweite Katastrophe, nämlich das Erfrieren dieser Obdachlose durch den bitterkalten Winter im Kaschmir-Gebirge, konnte verhindert werden. Jetzt wird es wärmer im Norden Pakistan und die internationalen Organisationen müssen auf Druck der Regierung ihre Zelte abbauen. Die Erdbebenopfer sind nun auch schutzlos geworden. Seit Anfang April werden sie gezwungen, in ihre Heimatregionen, meist kleine Dörfer, zurückkehren. Doch dort finden sie nur Trümmer, denn der Wiederaufbau stockt: Für die Betroffenen eine Rückkehr ins Nichts.

HAITI: Medizinische Nothilfe und Mutter-Kind-Gesundheit
Die kanadischen Delegation von Ärzte der Welt - Médecins du Monde (MDM) unterstützt mit einem Nothilfeteam das Krankenhaus Sainte-Catherine de Laboure, dem einzigen staatlichen Krankenhaus der „Cite Soleil“ im ärmsten Viertel von Port-au-Prince.

In Liberia kämpft „ÄRZTE DER WELT“ mit Hilfe des Auswärtigen Amtes um die Rückkehr in die Normalität
Von Nina Mareen Spranz

MONROVIA -  Seit drei Jahren ist der liberianische Bürgerkrieg offiziell beendet. Ein Krieg, in dem wenige Erwachsene mit Hilfe von Drogen und anderen Mitteln Zehntausende Kindersoldaten rekrutierten und willfährig machten. Diese Kinder lernten zu morden, zu brandschatzen, zu vergewaltigen. Lesen und schreiben lernten sie nicht, dafür aber, wie man aus menschlichen Gedärmen Straßensperren baut oder wie man Crack und Kokain am besten mischt um den größtmöglichen Kick zu bekommen. In 14 Jahren Bürgerkrieg haben die heute 15- bis 20-Jährigen nichts anderes kennen gelernt als Flucht und Vertreibung, Hunger, Mord und Totschlag. Dass, was die Ex-Kombattanten, wie sie genannt werden, in ihren kurzen Leben schon sehen und verarbeiten mussten, reicht für mehr als ein Menschenleben.

KOLUMBIEN: Verstärkung der Gesundheitsprojekte und Studie zur Privatisierung des Gesundheitssystems

Seit September 2004 erweitete Ärzte der Welt Médecins du Monde ihr Hilfsprojekt zur reproduktiven  Gesundheit in Granada, so dass sich nun auch in den Gemeinden von Meseta, Vistahermosa, Puerto Rico und El Castillo y La Uribe um eine bessere ärztlichen Versorgung gekümmern wird. Darüber hinaus werden im Rahmen einer groß angelegten Erhebung die Auswirkungen der geplanten Teil-Privatisierung des Gesundheitssektors auf die betroffenen Bevölkerungsgruppen untersucht.


Krieg im Libanon – ÄRZTE DER WELT ist seit dem ersten Tag aktiv
Ständige Mission ermittelte Bedarf – Kriseneinsatzteams waren schnell vor Ort
                von Nina Mareen Spranz

BEIRUT / LIBANON – Schon vor Beginn der israelischen Offensive im Libanon am 13. Juli, die durch die Entführung zweier Soldaten durch die Hisbollah ausgelöst wurde, war ÄRZTE DER WELT in der Krisenregion aktiv. Die langfristige Mission, die sich um Häftlinge in libanesischen Gefängnissen kümmert, konnte frühzeitig den zusätzlichen Bedarf an Hilfskräften ermitteln, so dass ab dem 18. Juli Maßnahmen zur Versorgung von Flüchtlingen in Beirut und den Vororten im Osten und Norden ergriffen wurden.
Während der aktiven Kriegshandlungen betreute ÄRZTE DER WELT mit insgesamt fünf mobilen Kliniken, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung die Flüchtlinge, insbesondere solche mit chronischen Krankheiten, ältere Menschen und Kinder. Die libanesische Regierung ging bis zum Ende der Kriegshandlungen von mehr als 900.000 Flüchtlingen und 1100 Toten aus.

Libanon: Hilfe für inhaftierte Migranten
Als Reaktion auf unhaltbare Haftbedingungen startet Médecins du Monde ein Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Behandlung und Pflege für inhaftierte Migranten im Libanon.

Madagaskar: Gesundheitsversorgung für Gefangene und Weiterführung bestehender Projekte
Seit mehr als zehn Jahren ist Médecins du Monde in Madagaskar aktiv. Dieses Jahr startet MDM in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium ein Projekt zur Verbesserung der Gesundheitslage von Häftlingen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der medizinischen Versorgung inhaftierter Frauen und Minderjähriger.

Madagaskar: Krisengeschütteltes Madagaskar

Mexiko: Das Recht von Migranten auf Gesundheit stärken
Médecins du Monde engagiert sich seit 1995 in der Region Chiapas mit einem medizinischen Hilfsprogramm für die vertriebene indianische Bevölkerung, die Totzile. Seit April 2005 setzt sich Médecins du Monde auch für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Migranten in den Städten Tijuana und Mexicali, in der mexikanisch-amerikanischen Grenzregion, ein.

Migration und Gesundheit in Europa

Was macht Ärzte der Welt - Médecins du Monde Europa?

Gesundheitsversorgung ist auch in Europa keine Selbstverständlichkeit - schon gar nicht für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. So sind in den ärmeren süd- und osteuropäischen Ländern häufig bereits einkommensschwache Haushalte, alte Menschen und ethnische Minderheiten betroffen.
In den reicheren mittel- und nordeuropäischen Staaten dagegen sind es besonders die Migranten ohne geregelten Aufenthaltsstatus, kurz die "Illegalen", die aus den sozialen Netzen herausfallen.

Ärzte der Welt - Médecins du Monde Europa hat sich angesichts der zunehmenden Restriktionen in den Gesundheitssystemen ein hohes politisches Ziel gesteckt: Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle benachteiligten Menschen in Europa.

Moldawien : Menschenhandel vorbeugen
Moldawien gehört zu den Hauptherkunftsländern der Opfer von Menschenhandel. Seit September 2005 führt Ärzte der Welt dort ein Präventions- und Betreuungsprogramm durch. Aufgrund der Charakteristika des Menschenhandels in Moldawien und der besonderen Gefährdung der Jugend, wird in Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner ein Programm zur Prävention von Risikogruppen durchgeführt. Dazu werden Kontakte zu den Opfern aufgebaut und eine umfassende Versorgung in Balti und den umliegenden Städten Floresti, Falesti, Glodeni, Riscani und Singerei durchgeführt.

Gespalten zwischen der Annäherung an die EU und der ehemaligen kommunistischen Regierung, befindet sich Moldawien seit der Unabhängigkeit 1991 im politischen und wirtschaftlichen Übergang.
Mit einem monatlichen Durchschnittlohn von 95 Euro ist das moldawische Volk eines der ärmsten Europas. Die Bevölkerung emigriert weiterhin massiv nach Russland und in die EU Länder.

Niger: Operation Sourire - Wir helfen entstellten Kindern
Opération Sourire - Noma - Krankheit der Armut

Post OPMünchen den 25.November: Seit 1997 führt Ärzte der Welt - Médecins du Monde (MDM) das Projekt Operation Sourire (Operation Lächeln) zweimal im Jahr im Niger durch. Dort werden mittles chirurgischer Eingriffe die Gesichter entstellter Kinder, die an der nahezu unbekannten Noma Krankheit leiden, wieder hergestellt.
Noma ist eine Infektionskrankheit, die man hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara, zwischen dem Senegal und Äthiopien findet.

Niger: Ärzte der Welt - Médecins du Monde entsendete Ärzteteam
Ärzte der Welt - Médecins du Monde entsendete Ärzteteam

Landkarte NigerDer Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Land leidet seit Jahren unter schwierigen wirtschaftlichen wie auch politsichen Bedingungen. Akut verschärft wird die Lage des Landes durch eine verheerende Dürreperiode und eine Heuschreckenplage, die die letzte spärliche Ernte quasi vernichtete.

Laut den Vereinten Nationen sind in Niger 150.000 Kinder unmittelbar vom Tod bedroht.

Ärzte der Welt - Médecins du Monde (MDM) entsendete ein erstes Team zur Einschätzung der Lage in die Regionen Agadez und Tilabery. Dieses Team nahm dort eine erste Notversorgung vor und reiste dazu mit einer kompletten Notfallausrüstung.

Auch das Nachbarland Mali ist in gleicher Weise durch die Ernteausfälle in Folge der Heuschreckenplage betroffen. Médecins du Monde führt dort bereits seit 2004 ein Kinderhilfsprojekt durch.

Pakistan – die Wartezeit bis zur Rückkehr überbrücken
Schon einige Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Pakistan war Ärzte der Welt in Islamabad, Mansehra, Thakot und Bakalot mit medizinischen Teams tätig. Mit dem Ziel, die Menschen den Winter hindurch zu betreuen, liegen hier auch weiterhin die Schwerpunkte der Arbeit.

Pakistan – ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben ist noch viel Hilfe notwendig
Tsunami OpferMehr als 80.000 Menschen starben am 8. Oktober 2005 bei einem verheerenden Erdbeben in Nordpakistan. Weitere 350.000 Menschen wurden obdachlos und mussten während des harten Winters 2005 im Kaschmir-Gebirge um ihr Überleben kämpfen. In Flüchtlingslagern fanden die meisten von ihnen Zuflucht. Im März 2006 schließlich wurden die Katastrophenopfer von den Lagern wieder zurück in ihre Dörfer geschickt - deren Wiederaufbau hatte jedoch noch nicht einmal begonnen. Heute ist die Situation nahezu unverändert. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran, der harte Winter bedroht nun die Menschen, die sich von den Folgen des Erdbebens noch lange nicht erholt haben.

PAPUA: Anti-Aids-Kampagne gestartet

Ein neues Programm zur Vermeidung von Aids und sexuell übertragbaren Krankheiten hat Ärzte der Welt Médecins du Monde in Papua Neu-Guinea gestartet. Das zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt richtet sich vor allem an die Bevölkerungsgruppe der Dani im Distrikt Puncak Java.


Projekt London – Medizinische Gesundheitsversorgung für ALLE!
Am 16. Januar 2006 startete Medecins du Monde U.K. (Ärzte der Welt in England) in East London ein Projekt zur medizinischen Grundversorgung für Personen, die am Rande der Gesellschaft stehen und keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben.


Ruanda: Augenzeugenbericht

RUMÄNIEN - Schutz für misshandelte Kinder

San Salvador: Perspektiven für San Salvador

Sieben Monate mit Ärzte der Welt in Liberia.
Von Mai bis Dezember 2005 arbeiteten wir als Ärzte für Ärzte der Welt in Liberia in Bong County im Nordwesten des Landes. Unsere Ankunft fiel in einen politisch bewegten Zeitraum. Im August 2003 ging nach vierzehn Jahren Bürgerkrieg der ehemalige Präsident Charles Taylor ins Exil nach Nigeria. Dadurch wurde ein Friedensabkommen möglich. Vertreter der Rebellengruppen sowie ehemalige liberianische Regierungsvertreter bildeten eine Übergangsregierung. Eine UN-Friedenstruppe sollte die Entwaffnung der Milizen und die Überwachung des Friedens sichern.

Sudan – Darfur, ein neuer „vergessener Konflikt“?
Humanitäre Katastrophen wie in Darfur oder im Osten Kongos sind durch das Tsunami-Seebeben und Nachbeben in den Hintergrund gedrängt worden.
Ärzte der Welt – Médecins du Monde verstärkt die medizinische Hilfe im Flüchtlingslager Kalma und das Chirurgieprojekt im Krankenhaus von Malakal. Mit 14 ausländischen Medizinern und 70 einheimischen Helfern setzen sie die Betreuung der 100.000 Flüchtlinge und Vertriebenen unvermindert fort.



Sudan-Darfur: Die Übergriffe nehmen kein Ende
Ärzte der Welt – Médecins du Monde ist extrem besorgt über die andauernde gewaltsame Vertreibung in Darfur.

Sudan/Darfur - Unterstützung der Vertriebenen im Lager von Kalma
Sehr geehrte Damen und Herren,

In Dafur, im Flüchtlingslager Kalma wurden von Ärzte der Welt schon 40.000 Vertriebenen zusätzliche zu den 100.000 dort lebenden Flüchtlinge behandelt. Aber die Bevölkerung in den abgelegenen ländlichen Regionen hat noch keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die abgelgenen Regionen für eine Behandlung zu verlassen ist lebensgefährlich.
Um die 40.000 isoliert lebenden Menschen in Djebel Mara, Nyama und Thur zu versorgen haben wir beschlossen unser Programm zu erweitern. Seit Ende März fahren mobile Kliniken mit einem Arzt, einer Krankenschwester und einer Hebamme in diese Zonen. Ihre Prioritäten sind: unterernährte Kinder zu versorgen, zu behandeln und zu impfen. Ihre Spende hilft, sich gegen diese Ungerechtigkeit zu stellen. Bitte vergessen Sie nicht die isolierte Bevölkerung in Darfour! Um sie zu unterstützen brauchen wir Ihre Spende.

PS:

Mit 35 €, ermöglichen Sie einem vertriebenen Menschen eine medizinische Grundversorgung.    
  
Mit 75 €, garantieren Sie die Trinkwasserversorgung in einem Flüchtlingslager für einen Tag.


Tschetschenien - ein humanitäres Desaster hinter scheinbarer Normalität
Seit 1995 ist die Ärzte der Welt in Tschetschenien vor Ort. Seit 2001 unterhalten wir ein Programm, um den Zugang zu medizinischer Versorgung sicherzustellen und medizinische Einrichtungen zu unterstützen.

Weniger als ein Jahr nach seiner Wahl an die Führungsspitze Tschetscheniens wurde der pro-russische Präsident Achmed Kadyrow ermordet und Alu Alchanow im August 2004 als sein Nachfolger gewählt. Der seit 2003 im Untergrund lebende frühere, vom tschetschenischen Volk gewählte Präsident Aslan Mashadow, der sich in seiner Regierungszeit seit 1997 für den tschetschenisch-russischen Dialog eingesetzt hatte, wurde am 8. März 2005 ebenfalls ermordet. Die Gewalt im Land geht weiter, es kommt regelmäßig zu Aufständen. Seit 2000 sollen im Verlauf der Auseinandersetzungen 2.000-5.000 Tschetschenen verschollen sein. Russland führt statt militärischer Operationen inzwischen gezielte Verhaftungen durch. Es kommt zu standrechtlichen Hinrichtungen und Folter, die im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus straffrei bleiben. Im Gegenzug führt die Guerilla verstreute Gefechte gegen das Militär, die russische Miliz und die Verwaltung. Das Land liegt in Folge der Kriegsjahre in Ruinen: zerstörte Infrastruktur, die Wirtschaft am Boden, äußerst eingeschränkte Gesundheitsversorgung etc.

Tsunami: Neue bewaffnete Auseinandersetzungen verzögern die Hilfsmaßnahmen
Tsunami OpferNeue bewaffnete Auseinandersetzungen verzögern die Hilfsmaßnahmen nach dem Tsunami
Im August 2006 waren die Mitarbeiter von Ärzte der Welt  zutiefst schockiert über die Morde an 17 Mitarbeitern der Organisation „Aktion gegen den Hunger“ (ACF) in Sri Lanka. Diese gezielte Tötung ist ein deutliches Zeichen für die sich verschlechternde humanitäre Situation und die Unsicherheit der Helfer in den umkämpften Gebieten. Das internationale Netzwerk von Ärzte der Welt rief deshalb alle beteiligten Konfliktparteien auf, den Zugang zur Zivilbevölkerung und die Sicherheit der humanitären Helfer zu garantieren und trauert mit den Angehörigen der Opfer.

Wie engagiert sich Ärzte der Welt durch das internationale Netzwerk (Médecins du Monde) für HIV/AIDS Betroffene
In den letzten Jahren wurde das Thema HIV/AIDS zu einem Schwerpunkt der weltweiten Projekte des internationalen Netzwerkes von Médecins du Monde (MDM).
Einen Eindruck davon geben die Zahlen: in 2005 förderte das internationale Netzwerk mit rund 11 Mio Euro HIV/AIDS Projekte. Das sind 27% des Jahresbudgets für die Projekte. Ärzte der Welt implementierte insgesamt 45 HIV/AIDS - Projekte in 28 Ländern, davon 30 Projekte, der größte Anteil, in Afrika. Asien folgte mit 8 Projekten, Zentralamerika und die Karibik mit 5 Projekten und weitere 2 Projekte in Russland und der Ukraine.

Ärzte der Welt verstärkt seine Präsenz in Madagaskar

Seit mehr als 10 Jahren ist Médecins du Monde auf Madagaskar im Einsatz. Dieses Jahr startet MDM in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium ein Programm zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Häftlingen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die medizinische Versorgung inhaftierte Frauen und Minderjähriger gelegt.
Überbelegung, Promiskuität, Unter- und Mangelernährung - das ist das Los madegassischer Gefangener. Diese Haftumstände verursachen große Gesundheitsprobleme - vor allem Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen und Durchfallerkrankungen. Die medikamentöse Versorgung ist angesichts der großen Zahl der Inhaftierten völlig unzureichend.



Äthiopien – eine vergessene Krise und unsichtbare Betroffene. Ein Gynäkologe aus Deutschland berichtet über seine Erfahrungen bei seinem Einsatz in Aksum, der heiligen Stadt
ÄthiopienIn Äthiopien am Horn von Afrika leben heute ca. 77 Millionen Menschen. Das Land mit seiner traditionsreichen, viele tausend Jahre alten Geschichte ist 3,5fach so groß wie Deutschland. Es ist das höchstgelegene Land Afrikas mit der Hauptstadt in einer Höhe von 2.500 m. Zwei Drittel der äthiopischen Bevölkerung leben noch immer unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Sie verhungern oder sterben an eigentlich leicht zu behandelnden Krankheiten. Mit 10% ist die Kindersterblichkeit eine der höchsten der Welt, ebenso die Müttersterblichkeit mit 1%.
Insbesondere auf dem Land gibt es kaum medizinische Versorgung. Ärzte der Welt begegnet dieser katastrophalen Lage mit umfangreichen Programmen für Krankenstationen sowie Fortbildungsmaßnahmen für die lokalen Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern.

Äthiopien: Dr. Iselborn berichtet über seinen 3-monatigen Einsatz
Im April kehrte Dr. Iselborn von einem 3-monatigen Aufenthalt in Äthiopien fürÄrzte der Welt nach Freiburg zurück. In dem Ärzte der Welt Projekt in Axum wirkte er an der Ausbildung chirurgischer Einsatzteams mit.
Je ein angehender Chirurg, eine zukünftige OP-Schwester und eine baldige Anästhesieschwester bilden ein Team, welches in entlegenen Gesundheitsstationen einfache chirurgische Eingriffe übernehmen soll.

MALI: Frauengesundheit
Programm zur Prävention und ärztlichen Versorgung von Scheiden-, Blasen- und Darmfisteln in der Region Mopti - Mali

NEPAL: Kampf gegen Tuberkulose und AIDS
Ärzte der Welt hat in Nepal im Januar 2002 mit einem Programm gegen Tuberkulose, AIDS und Geschlechtskrankheiten begonnen.

PALÄSTINA: Mentale Gesundheit – leben ist mehr als überleben
Ärzte der Welt Ärzte der Welt – Médecins du Monde setzt sich für die Opfer des Nahost-Konflikts ein.  Das von der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und Entwicklung (GTZ) geförderte Programm will schnell und unbürokratisch traumatisierten Menschen helfen.

RUSSLAND: Strassenkinder in St. Petersburg
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor über 10 Jahren, nimmt die Zahl der Strassenkinder in St. Petersburg kontinuierlich zu. Zusammen mit Organisationen vor Ort versucht Ärzte der Welt, den Kindern ein Minimum an ärztlicher und sozialer Unterstützung zu bieten.

TSCHETSCHENIEN - Rückkehr in die Hölle

Aethiopien: Der Krieg ist vorbei – die Not bleibt

Nothilfe für den Libanon
Ärzte der Welt behandelt und versorgt die vielen Opfer und Vertriebenen. Innerhalb der letzten Woche begannen mehrere medizinische Einheiten mit der Arbeit vor Ort:
- In Beirut und Umgebung versorgen drei mobile Kliniken die Vertriebenen mit Medikamenten und medizinischem Bedarf. Zusätzlich unterstützt Ärzte der Welt die mobilen Kliniken der libanesischen Organisation AMEL.
- Insgesamt fanden fast 1.000 Untersuchungen und Behandlungen bisher statt.
- Im Südlibanon und in der Bekaa-Ebene liefert Ärzte der Welt Medikamente und evaluiert die Situation.

Bisher wurden schon 2 Tonnen Hilfsgüter vor Ort gebracht.





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