Openmed - Medizinische Hilfen - anonym und kostenfrei.

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    Tätigkeitsbericht 2006
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Aus dem Alltag von open.med
Open Med

"Seit seinem Beginn im September 2006 hat das Projekt open.med viele Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Menschen mit unterschiedlichen Problemlagen suchten die Anlaufstelle auf. Trotz der individuellen Probleme sind es oft ganz ähnliche Herausforderungen mit denen Menschen ohne Krankenversicherung konfrontiert sind", weiß Sabrina Schmitt zu berichten.



Medizinische Hilfe für Nicht-Versicherte im europäischen Kontext
Open MedIm September 2006 wurde open.med, die medizinische Anlaufstelle für Nicht-Versicherte von Ärzte der Welt (in Kooperation mit dem Café 104) in München eröffnet. Im letzten halben Jahr haben unsere engagierten ÄrztInnen und psychosozialen BeraterInnen zahlreiche Menschen ohne Krankenversicherung medizinisch betreut und sie bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lebenssituation unterstützt. Menschen aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen Problemen und  Schicksalen haben unsere Sprechstunde besucht, um medizinische und soziale Unterstützung zu erhalten und eine neue, gesunde Lebensperspektive zu entwickeln.



Openmed - Medizinische Hilfen - anonym und kostenfrei.

Medizinische Hilfen - anonym und kostenfrei.
Medical treatment anynomous and gratis.
Traitment médical anonyme et gratuit.



Wir bieten Ihnen:

·    psychosoziale Beratung und Vermittlung weiterführender Hilfsangebote in Zusammenarbeit mit dem Café 104 einem Projekt des  Bayerischen Flüchtlingsrates
·    Vermittlung weiterführender Hilfsangebote
·    telfonische Beratung außerhalb der Sprechstunde
·    unsere Ärzte und Ärztinnen bieten ihnen medizinische Hilfe, Beratung, Aufklärung und Hilfe zur gesundheitliche Prävention an

Unsere Sprechzeiten:
dienstags von 17.00 bis 20.00 Uhr und
freitags 10.00 bis 13.00 Uhr

Augsburger Str. 13
80337 München    

Open.med-Hotline 0177 511 69 65 (Montag bis Freitag 9.30 bis 17.00 Uhr)


Pressekonferenz 25.09 - Ein Jahr OpenMed
Das Projekt open.med in der Mitte Münchens in der Augsburger Strasse läuft seit einem Jahr. Hier erhalten Menschen in Krisensituationen auch ohne Papiere Zugang zu basismedizinischer Versorgung und psychosozialer Hilfe. Zeit also, eine erste Bilanz nach 12 Monaten zu ziehen.

Zur Pressekonferenz anlässlich des einjährigen Bestehens von open.med am Dienstag, den 25. September 2007, 10.30 Uhr, lädt Ärzte der Welt Sie herzlich ein.

Projekt München – Zugang zur Gesundheitsversorgung für nichtversicherte Menschen
Eine zierliche, sehr müde und traurig wirkende schwangere Frau sitzt mit ihrer Freundin an einem rechteckigem Tisch im Café 104. Ihnen gegenüber sitzt eine Mitfünfzigerin und erkundigt sich nach ihrem Wohlbefinden. Eine junge Studentin reicht den Dreien ein gekühltes Getränk, dass sie gerne annehmen. Die Frauen erzählen zunächst schüchtern von ihren Sorgen und Nöten und dem Grund ihres Besuchs. Am Ende des immer intensiver werdenden Gesprächs werden die beiden von der Ärztin in das Behandlungszimmer abgeholt. Ein junger Mann der den Gesprächsraum in der Zwischenzeit stillschweigend betreten hatte, wird nun von den beiden Ehrenamtlichen angesprochen. Er schildert sein Anliegen sehr ausführlich. Als die beiden Frauen das Behandlungszimmer gemeinsam mit der Ärztin verlassen, legen die Betreuerinnen zuerst gemeinsam mit der Ärztin und der schwangeren Frau das weitere Vorgehen fest. Nach einigen aufmunternden und netten Worten werden beide Freundin verabschiedet und sogar ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht.

Schattenwelten in München - nur nicht krank werden.
Deutschland, kurz vor Weihnachten. Woran denken Sie? Was beschäftigt Sie im Trubel des Weihnachtsgeschäfts? Wo halten Sie sich auf, wenn bereits um 16.30 Uhr die Sonne untergeht und es trotz des milden Winters eisig kalt wird? Wahrscheinlich flüchten Sie sich ins Warme oder halten sich an einem heißen Glühwein fest.
Doch wie überleben im Winter die etwa 500000 bis 1 Million Menschen, die in Deutschland  ohne Papiere leben? Nicht selten übernachten sie auf öffentlichen Toiletten, hie und da für eine Nacht bei einer/einem Bekannten oder eben, wenn nichts anderes übrig bleibt, im Freien.  Nicht selten werden sie als „Illegale“ bezeichnet und so mit Gesetzesbrechern gleichgesetzt. Doch kein Mensch ist illegal.





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