Kambodscha

Politischer Hintergrund

Seit dem Ende des Bürgerkrieges 1998 ist die wirtschaftliche Situation des Landes auf dem Weg der Besserung. Im Gesundheitsplan hat der Kampf gegen AIDS Priorität erhalten. Die Prävalenzrate der HIV-Verbreitung in Kam-bodscha (22,6%) ist die bedeutendste in der Region. Die Beziehung zwischen internationa-lem Tourismus, internen Bevölkerungswande-rungen und Prostitution ist ein maßgeblicher Faktor für die Ausbreitung von AIDS im Land.

Projekte 
Kindersterblichkeit 96‰
Lebenserwartung 57,4

Profitierende Bevölkerung
direkt 180 000
indirekt 400 000

Personal

international 4
/ lokal 59

Finanzierung
Globalfonds, Elton John Aids Foundation, japani-sche Botschaft, MdM

Budget 2004
781 216 EUR

Priorität der HIV-Bekämpfung in Pnom Penh

Seit 1996 unterhält ÄdW ein Projekt zur Verringerung der übertragbaren sexuellen Infektionen (ÜSI)/HIV und der Behandlung infizierter Patienten:
· Medizinisch-soziale Unterstützung von einheimischen HIV-Patienten (medizinische Versorgung der ÜSI, Krankenhausbehandlung)
· Bewußtseins- und Vorsorge-Erziehung bei Bevölkerung und medizinischem Personal

2004 wurde das Projekt konzentriert auf
· spezielle Beratung zur Behandlung von Aids-Patienten, vor allem im Hinblick auf opportunistische Infektionen (OI) und antiretrovirale Therapie (ARV)
· Schulung der Ärzte in den ARV- und OI-Behandlungen
· Aufklärung der Patienten über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten
· die Krankenhausbehandlung der OI
· die Entwicklung des 'continuum of care', des Netzes zur Hilfe und Unterstützung für Menschen, die mit HIV/Aids leben müssen.
Ziel der Behandlungen der OI und des Zugangs zur ARV-Therapie ist es, Häufigkeit der Erkrankungen und Sterberisiko durch AIDS zur verringern, den Patienten damit eine bessere Lebensqualität zu bringen, ihnen ein längeres aktives soziales Leben zu ermöglichen, gegen die Ausgrenzung zu kämpfen, die Belastung des Gesundheitssystems einzugrenzen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krankheit, familiär wie sozial, zu vermindern.

Weitere Vorhaben: Bis September 2006 werden 1.500 Patienten mit OI ordnungsgemäß versorgt bzw. behandelt und 450 in ARV-Therapie sein.