China

Gesundheitspolitischer Hintergrund

Trotz des Wirtschaftswachstums und seiner Integration in das weltweite Wirtschaftssystem bleibt das Leben in China chancenungleich. In zahlreichen abgelegenen Regionen sind Existenzbedingungen und gesundheitliche Situation recht unsicher. Blutplasmaspenden, Drogenspritzen und die hohe Mobilität der Menschen stehen weiterhin dafür, daß die Mehrzahl der Infektionen durch AIDS verursacht wird. Mittlerweile dürften über eine Million Chinesen HIV infiziert sein.

Kindersterblichkeit 31‰
Lebenserwartung 70,9

Profitierende Bevölkerung
Projekt 1:
direkt 500 / indirekt 30 000
Projekt 2: direkt 22 000 / indirekt 30 00

Personal
(internat. / lokal)
Projekt 1: 2 / 1

Projekt 2: 4 / 26

Finanzierung
Projekt 1: MdM
Projekt 2: EU, MdM

Budget 2004
Projekt 1: 105 520 Euro
Projekt 2: 332 994 Euro

Projekte

Aufklärung über die HIV-Epidemie in Chengdu, Provinz Szetschuan

Das Programm, gemeinsam mit dem 'Zentrum zur Krankheits-bekämpfung' in Chengdu Ende 2002 ins Leben gerufen, veranstaltet in drei Zentren für freiwillige Entwöhnung Aktionen zur Sensibilisierung, Information und Erziehung über die Prävention von HIV/AIDS, die Verringerung der Risiken bei Drogenabhängigen und dem Personal der Zentren, aber auch bei den Gesundheits-, Verwaltungs- und Regierungsbehörden.

Weitere Vorhaben: Der aktuelle politische Hintergrund ist günstig für Projekte zur Betreuung von Drogensüchtigen. Die Zielsetzungen für 2005:
- Aufklärung der Drogensüchtigen beim Verlassen des Entwöhnungszentrums über die Verhütung verschiedener Übertragungsformen von AIDS und Hepatitis C
- Beschaffung eines Busfahrzeugs zum Wechsel der Spritzen.

Erleichterung des Versorgungszugangs im Gebiet von Gande, Provinz Qinghai

ÄdW hat die Gesundheitspolitik im Raum Gande unterstützt mit
- der Wiederherstellung der medizinischen Einrichtungen: ein allgemeines Krankenhaus, ein tibetisches Krankenhaus, sechs Ambulanzen
- der Schulung des Gesundheitspersonals von Regierungseinrichtungen und der gemeinschaftlichen tibetischen Gesundheitsbeauftragten (Nomadenärzte)
- einem Beitrag zur Verständigung zwischen abendländischer und tibetischer Medizin.

Weitere Vorhaben: Ende 2004 ist das Projekt zum Abschluß gebracht worden, eine Fortsetzung in den Gebieten Gande und Maquin zu Anfang 2006 wird jedoch erwogen:
Ausbildung der Nomadenärzte (nomad doctors) in vier oder fünf hauptsächlichen Krankheiten und ihrer richtigen Behandlung nach abendländischer Medizin. Über eine Verhütung in den Schulen und bei den verantwortlichen Frauen für die Gesundheitserziehung wird ebenfalls nachgedacht.