| Kolumbien |
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Projekte
Mutter-Kind-Versorgung im Bezirk Meta (1) Die seit mehreren Monaten laufende mitlitärische Offensive im Süden des Landes (Plan Patriota), nachdrücklich unterstützt durch die USA, verändert die Machtbeziehungen in den traditionellen Gebieten der FARC. Die Zivilbevölkerung in diesem Raum steht bei den einen im Verdacht, die ‘Terroristen’ zu unterstützen, bei den anderen ‘zu kollaborieren’. Die Landbevölkerung dieser Region ist stigmatiisiert durch die einfache Tatsache, in einer Konflikzone zu leben, was aus Sicherheitsgründen den Zugang zu den Gesundheitsstationen erschwert. ÄdW verfolgt das Ziel, die Versorgung für die Schwächsten zu erleichtern oder wieder zu ermöglichen, mit der Bildung mobiler Betreuungsgruppen für Schwangere, Mütter und Neugeborene sowie der Ausbildung von Schullehrern in sexueller und reproduktiver Gesundheitsvorsorge. Weitere Vorhaben: Den Konflikt betreffend wird 2005 vermutlich ein kriegswichtiges Jahr sein. Der Süden des Landes ist Ziel einer umfassenden Regierungsoffensive, die bezweckt, das militärische Machtgefüge durch das Eindringen in die traditionellen Gebiete der FARC aufzubrechen. Man muß sich darauf einrichten, daß die Zivilbevölkerung aus den Spannungsgebieten flüchtet. Unsere Unter-suchung der Zusammenhänge wird die Fähigkeit von ÄdW bestimmen, eine angepaßte medizinische Antwort auf eine immer instabilere Situation zu geben. Versorgung der Opfer bewaffneter Konflikte in der Region des Rio Medio Atrato (2) In dieser strategischen Region, zwingen das Vordringen der Paramilitärs, die immer spürbarere Anwesenheit der kolumbianischen Marine und die Widerstandsbewegung der FARC die schwarze und indianische Bevölkerung, Opfer andauernder Blockaden, auszuweichen um erneuten Repressionen wegen unterstellter Zusammenarbeit mit einer der bewaffneten Parteien zu entgehen. ÄdW bringt den einheimischen Embera und afrokolumbianischen Gemeinschaften, die sich im Zentrum der bewaffneten Konfrontation befinden und kaum Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben, vor allem Frauen und Kinder, direkte medizinische Unterstützung. Weiteres Vorgehen: Die Beschleunigung des Konflikts, besonders im Atrato, provoziert erneut Vertreibungen der Gemeinschaften, die entlang den Nebenflüssen des Atrato leben. Die Kontrolle des Zugangskorridors zum Pazifik, nach Panama und ins Innere des Landes ist das Ziel. Unsere ständige Anwesenheit bei diesen Minderheiten bildet die Gewähr einer humanitär wirksamen und angepaßten Antwort. Die Rückkehr der Vertriebenen in der Region Bajo Atrato (Choco und Antioquia) sichern (3) Die Landbevölkerung dieser Region leidet unter den gleichen Versorgungsschwierigkeiten als Folge bewaffneter Konflikte. ÄdW stellt Aufklärung und medizinische Versorgung im Bereich reproduktiver Gesundheit auf professionellem Niveau sicher, einschließlich vor- und nachgeburtlicher Versorgung. Das Projekt wurde Ende März 2004 abgeschlossen, nachdem die Menschen in ihre Heimatdörfer zurückbegleitet worden waren. |
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