Projekte
Kindersterblichkt
23‰
Lebenserwartung 72,3
MdM-Delegationen
Zypern, Griechenland |
| Profitierende Bevölkerung
Projekt 1:
direkt 189 / indir. 1,3 Mio
Projekt 2:
direkt 25 000 / indirekt 290 000
Projekt 3:
direkt 1 000 / indir. 3 000
Projekt 4:
direkt 39 000
Personal
international / lokal
Projekt 1: 1 / 6
Projekt 2: 2 / 9
Projekt 3: 2 / 11
Projekt 4: 2 / 3
Finanzierung
Projekt 1: Florindon, Felis-simo
Projekt 2: Vereinte Städte gegen die Armut (Schweiz)
Projekt 3: frz. MAE
Projekt 4: frz. MAE, MdM
Budget 2004
Projekt 1: 207 712 Euros
Projekt 2: 119 707 Euros
Projekt 3: 182 450 Euros
Projekt 4: 242 981 Euros
|
Vorstationäre
Notversorgung im Gazastreifen (1)
Dieses Projekt
besteht aus zwei Teilen:
· Verbesserung der Kenntnisse in Erster Hilfe und Betreuung der
Notfälle durch Zivilpersonen im Gazastreifen vor dem Eintreffen des
Krankenwagens (Schulung von Ausbildern bei 74 Paramedizinern des Gesundheitszentrums
der UNRWA, danach Ausbildung von Schülern aus den Flüchtlingslagern
der UNRWA)
· Erweiterung der Fachkompetenz und der Selbständigkeit der
Ambulanzgruppen des palästinensischen Roten Halbmonds im Gazastreifen
bei der Behandlung von Notfällen und außerstationärer
Wiederbelebung (Erstellung medizinischer Standardprotokolle zur Verwendung
in den Krankenwagen, Ausbildung an medizinischen Überwachungsgeräten,
Behandlung von Herz- und Atmungs-Stillständen).
Weitere Vorhaben: Zusammen mit der palästinensischen Gesundheitsbehörde
und anderen Notfallhelfern wird ÄdW die Ausbildung in Unfallhilfe
bei den Flüchtlingskindern fortführen und sich dabei an der
Schulung von Erste-Hilfe-Gruppen mit dem Roten Halbmond orientieren.
Außerdem will ÄdW zu einem verbesserten Notaufnahmeplan beitragen,
der einem massenhaften Andrang von Verletzten Rechnung tragen kann.
Unterstützung der Ambulanz in Nablus (2)
Im Mai 2004 hatte ÄdW erneut die Verwaltung der Ambulanz in der Altstadt
übernommen. Für den symbolischen Preis von fünf Schekel
haben die Patienten - im Schnitt 35 täglich - Zugang zu medizinischen
Sprechstunden, können Analysen machen lassen, und Medikamente erhalten.
ÄdW hat zudem Methoden zur epidemiologischen Überwachung und
Kurse zur Gesundheitserziehung entwickelt.
Weitere Vorhaben: Ab 2005 ist die Ambulanz wieder ganz in die
Verantwortung von Stadtverwaltung und Gesundheitsbehörde übergegangen.
ÄdW hält sich zur Verfügung des Personals und wird bei
Konflikten zur Verstärkung der Ambulanz in Bereitschaft stehen.
Seelische Gesundheit im Bezirk Nablus (3)
ÄdW bemüht sich um eine verbesserte Versorgung bei Störungen
der psychischen Gesundheit mittels
· der Schulung von Gesundheitsberufen (medizinisches Personal der
Krankenhäuser, Kliniken und Ambulanzen, Psychiater und Psychologen,
Sozialarbeiter)
· dem Aufbau eines Netzwerks innerhalb dieser Berufsvertreter
· der Gründung einer Aktion ‘Schultheater’
· Lieferung einer mobilen Klinik
· Veranstaltungen im Literaturcafé.
ÄdW arbeitet außerdem an der Entstigmatisierung von Problemen
aufgrund psychischer Krankheiten (Informationskampagne durch Broschüren
und die örtlichen Medien zur Weckung eines Problembewußtseins
in der breiten Öffentlichkeit).
Weiteres Vorgehen: ÄdW wird die in 2004 begonnen Vorhaben
weiterführen und an der Schaffung eines medizinisch-psychologischen
Gemeinschaftszentrums arbeiten, das in die öffentlichen Einrichtungen
integriert sein soll.
Versorgungszugang und Mauer (4)
Seit Mai 2004 arbeitet ÄdW an Programmen, die darauf abzielen, der
vom Mauerbau betroffenen Bevölkerung medizinische Hilfe zu bringen
und den Einfluß der Mauer auf die Gesundheit nachzuweisen:
·Einrichtung einer Ambulanzstation in der Enklave Alzeria und Ausbildung
von Sanitätern, zusammen mit dem Roten Halbmond
· prä- und postnatale Betreuung bei Risikoschwangerschaften
sowie die Behandlung von Kindern unter fünf Jahren in elf Dörfern
(deren Erreichbarkeit mit dem Bau der Mauer erschwert worden ist)
· Ausstattung eines Laboratoriums im Enklaven-Dorf Rantis im Nordosten
von Ramallah
· Dokumentarbericht ‘Die absolute Grenze: der Einfluß
der Mauer auf das palästinensische Gesundheitssystem’
· Künstlerkampagne zur Mauer in Zusammenarbeit mit PHR, einer
israelischen NGO und dem Roten Halbmond, zur Entwicklung von Problembewußtsein
in der öffentlichen Meinung, vornehmlich in Israel.
Weitere Vorhaben: Weiterführung der Maßnahmen für
eine verbesserte Versorgung der Gebiete, die durch die Mauer zu Enklaven
geworden sind, namentlich um Jerusalem und Bethlehem herum.
|
|