Sudan

 

Politischer Hintergrund

2004 sind die Rebellenbewegungen in einen erneuten Kampf mit der Regierung in Khartoum eingetreten und verstärkten die Zusammenstösse in der Region Darfur, was eine menschliche Katastrophe ohne Beispiel provozierte: massive Bevölkerungsumsied-lungen, Plünderungen, Zerstörung der Dörfer. Man zählt Tausende von Toten und Hundert-tausende von Geflohenen, die sich zu den Lagern durchkämpfen. Dort sind die Lebens- und Gesundheitsbedingungen noch höchst unzureichend.



Kindersterblichkeit 64‰
Lebenserwartung 55,5
MdM Delegation
Griechen land

Profitierende Bevölkerung
Projekt 1: direkt und in-direkt 142 000
Projekt 2: direkt 150 000
indirekt 300 000

Personal
Projekt 1: internat. 17 /
lokal 100
Projekt 2: internat. 1 /
lokal 1

Finanzierung
Projekt 1: DAH, deutsche MAE, DFID, ECHO
Projekt 2: frz. Botschaft in Khartum

Budget 2004
Projekt 1: 916 696 Euros
Projekt 2: 17 468 Euros

Projekte

Medizinische Notversorgung in den Lagern Kalma, Dereij und Nyala in Darfur

Seit Juni 2004 unterhält ÄdW ein Zentrum zur gesundheitlichen Grundversorgung, ausgerüstet mit einer Krankenhauseinheit und einem Entbindungssaal im Lager Kalma, in Zusammenarbeit mit MSF Holland (das die Fälle schwerer und gemäßigter Unterernährung übernimmt). Das Zentrum verfügt über vier Stationen für Heilbe-handlungen sowie Stationen für vor- und nachgeburtliche Versorgung und bietet Impfungen und Schnelltests für Malaria an. ÄdW betreibt ebenso mobile Kliniken im Lager Dereij und bei den Flüchtlingsgruppen in der Umgebung von Nyala.

Weitere Vorhaben: Angesichts des ständigen Bevölkerungszustroms baut ÄdW auf:
- eine kollektive Gesundheitsversorgung,
- Maßnahmen zur punktuellen Unterstützung (Wasserversorgung, Bekämpfung der Diarrhoe, Impfungen)
- epidemiologische Überwachung (die eine Priorität dieses Projekts bildet).
Darüber hinaus achtet ÄdW besonders auf Menschenrechtsverletzungen.

Chirurgische Grundversorgung in Malakal

Verbesserung der Versorgungsqualität durch die Chirurgieabteilung im allgemeinen Krankenhaus von Malakal (Referenzkrankenhaus der Region Oberer Nil mit Zugang für alle Bevölkerungsgruppen) mit vier Schwerpunkten:
· Wiederaufbau der Chirurgie
· Ausstattung des Lagers für chirurgisches Verbrauchsmaterial mit Arbeitsmitteln
· Einrichtung eines Systems zur Sammlung und Übermittlung von Daten
· Ausbildung des Personals