Vietnam

Gesundheitspolitischer Hintergrund

Trotz der eingetretenen Verbesserungen des Lebensstandards und des wirtschaftlichen Wachstums muß das Land die Armut ein-dämmen, von der ein Drittel der Bevölkerung betroffen ist. Ebenso die AIDS-Epidemie, die sich immer weiter ausbreitet, geradezu ex-plosiv durch Prostitution und den verbrei-teten Gebrauch von Drogenspritzen. Das re-pressive Verhalten der Regierung erschwert eine Hilfestellung bei solchen Menschen besonders.



Kindersterblichkeit 30‰
Lebenserwartung 69
MdM Delegation Kanada

Profitierende Bevölkerung
Projekt 1: direkt 10 000
indirekt 275 000
Projekt 2: direkt 6 500
indirekt 266 000

Personal

Projekt 1 :internat. 1 / lokal 16
Projekt 2 :internat. 2 / lokal 4

Finanzierung
Projekt 1 :MdM, EU
Projekt 2 :MdM

Budget 2004

Projekt 1: 159 702 Euros
Projekt 2: 118 851 Euros

Projekte

Ausbau der medizinischen Dienste in den Provinzen Bac Khan und Thai Nguyen

2004 bestanden folgende Vorhaben:
· Verstärkung der Kapazitäten des medizinischen Personals
· Mutter-Kind-Versorgung (Gesundheitserziehung und Integration des staatlichen Programms in die lokale Ebene)
· Wasserversorgung und Kanalisation für die Haushalte dreier Ge-meinden
· verbesserte Ernährung und Verhütung von Kinderkrankheiten
· Auftragsarbeit für ein Institut der medizinischen Hochschule von Hanoi.

Weitere Vorhaben:
Fortsetzung und Abschluß der in 2004 begon-nenen Vorhaben sowie Verwertung der Auftragsarbeit gemeinsam mit der medizinischen Hochschule.

Aufnahme der Obdachlosen in Ho-Chi-Minh-Stadt

Seit dem Jahr 2000 betreibt ÄdW in Kooperation mit den lokalen Behörden von
Ho-Chi-Minh-Stadt ein Projekt zur gesundheitlichen Versorgung und Vorsorgeerziehung obdach- und teilobdachloser Personen, mit Betonung auf Frauen und Gesundheitserziehung, aber auch auf Drogensüchtigen und Prostituierten, einschließlich HIV- / Aids-Verhütung. Die Maßnahmen gründen sich auf ein Tagesversorgungszentrum und zwei mobile Straßengruppen.

Weitere Vorhaben: Beginn eines neuen dreijährigem Abschnitts, mit einem Programm zur Verhütung und Versorgung für Menschen auf der Straße mit HIV und der Möglichkeit zur ARV-Behandlung (antiretrovirale Therapie) in Vernetzung mit dem Referenz-Krankenhaus. Dieses Programm fördert die bestehende Ausstattung (Tageszentrum und ambulante Gruppen) und wendet sich an die gleiche Sozialgruppe, mit der wir seit 2000 arbeiten.