Openmed - Medizinische Hilfen - anonym und kostenfrei.

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    Tätigkeitsbericht 2006
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Wir über uns
1.Überuns
2. Aufgaben
3. Organisationsgeschichte
4. Ärztliche Versorgung
5. Augenzeugenberichte und Öffentlichkeitsarbeit
6. Soforthilfe im Notfall
7. Wiederaufbau- und Rehabilitationsprojekte
8. Entwicklungsprojekte
9. „Opération Sourire“
10. Hilfe in westlichen Ländern
11. Effiziente Projektarbeit
12. Finanzierung
13. Mitgliedschaft und Beraterstatus
14. Netzwerk
15. Kontakt
16. Büro München:

1. Über uns:

Ärzte der Welt ist der deutsche gemeinnützige Zweig der internationalen medizinisch-humanitären Organisation Médecins du Monde (MDM).

2. Aufgaben:

Unabhängig von ihrer ethnischen, sozialen, religiösen und politischen Herkunft, unterstützen wir hilfsbedürftige Bevölkerungsgruppen in Krisensituationen – wie Krieg, Naturkatastrophen, Gewalt, Armut, Krankheit und Ausgrenzung.

Mit unseren einheimischen Partnern erarbeiten wir dauerhafte Lösungen zur Selbsthilfe, die auch präventiv neuen Konflikten entgegenwirken.
Um Menschen in Not Gehör zu verschaffen, dokumentieren wir gesundheitliche Mißstände und Verletzungen der Menschenrechte vor Ort und informieren die Öffentlichkeit darüber.
Derzeit unterstützen wir weltweit in über 50 Ländern betroffene Menschen und gefährdete Bevölkerungsgruppen in über 90 Gesundheitsprojekten der Nothilfe, Rehabilitation und Entwicklungsarbeit.

3. Organisationsgeschichte

Die Idee des ehrenamtlichen Einsatzes von Ärzten entstand 1971 in Frankreich, als Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus extremen Krisengebieten in Afrika und Asien zurückkehrten. Sie gründeten die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die sich als erste Nichtregierungsorganisation auf die medizinische Nothilfe spezialisierte.
Als 1980 das Schicksal vietnamesischer Bootsflüchtlinge die Welt bewegte, engagierten sich der Gründer Bernard Kouchner und ein Teil der französischen Ärzte neben der medizinischen Versorgung auch für die humanitäre Situation und Augenzeugenberichte der Betroffenen und gründeten die unabhängige humanitäre Organisation Médecins du Monde.

4. Ärztliche Versorgung

Die vordringliche Aufgabe von Ärzte der Welt e.V. ist die Gesundheitsversorung für Menschen in Not. Ärzte der Welt e.V. setzt sich für gefährdete Bevölkerungsgruppen ein: Flüchtlinge, Minderheiten, Straßenkinder, HIV/AIDS-Erkrankte und diejenigen, die von ärztlicher und öffentlicher Gesundheitsversorgung ausgeschlossen werden.

5. Augenzeugenberichte und Öffentlichkeitsarbeit

Nicht allein körperliches Leid, sondern auch die Verletzung grundlegender Menschenrechte und damit seelische Beeinträchtigung bedingen Krankheit und Ausgrenzung. Zur Aufgabe von Ärzte der Welt e.V. gehört daher auch die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen und von gesellschaftspolitischen Hintergründen. Anhand von Augenzeugenberichten informieren wir die Öffentlichkeit über die jeweiligen Gesundheitssituationen und ärztlichen Versorgungsprobleme. Gleichzeitig sucht Ärzte der Welt e.V. den Dialog mit Betroffenen und Verantwortlichen, um Bevölkerungsgruppen in Konflikten besser zu schützen und neuen Krisen vorzubeugen.

6. Soforthilfe im Notfall

Zwischen 24 und 72 Stunden nach Beginn der Krise erfolgt der Einsatz: Medizinische und psychosoziale Hilfe, Medikamente und Trinkwasser Versorgung, der Aufbau sanitärer Einrichtungen und Durchführung von Impfprogrammen. Projektdauer: wenige Wochen.

7. Wiederaufbau- und Rehabilitationsprojekte

Menschen in anhaltenden Krisensituationen brauchen einen Mindeststandard an Gesundheitsversorgung. Oft muß Wiederaufbauarbeit geleistet werden; wie die Errichtung von Krankenstationen und sanitären Einrichtungen. Ärzte der Welt e.V. arbeitet grundsätzlich mit lokalen Mitarbeitern, die für Aufgaben aus- und weitergebildet werden. Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe ist ein dem Bedarf vor Ort angepaßtes Gesundheitssystem, das sich nachhaltig um den Menschen kümmert. Schwerpunkte der Rehabilitation liegen daher bei der psycho-sozialen Betreuung und Frauen-Kind-Gesundheit Projektdauer: 6 Monate bis zu 2 Jahren.

8. Entwicklungsprojekte

Mit Langzeitprojekten engagiert sich Ärzte der Welt e.V. in strukturschwachen Ländern beim Aufbau von nachhaltigen Gesundheitsstrukturen. Ziel sind eigenständige und dauerhafte Lösungen, die auch nach dem Auslaufen der Programme von den einheimischen Behörden, Projektpartnern und Organisationen weitergeführt werden. Projektdauer: in der Regel 1 bis 3 Jahre

9. „Opération Sourire“

Lächeln zu können ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber viele Kinder und Erwachsene in anderen Ländern sind davon ausgeschlossen. Ihre Gesichter sind durch Kriegsverletzungen oder Mißbildungen entstellt und können oft nicht behandelt werden. Wir geben ihnen ihr Lächeln zurück. Ärzte der Welt e.V. entsendet hochspezialisierte Chirurgen. Mit Ihrer Spende können sie unsere ehrenamtlich tätigen Teams unterstützen.

10. Hilfe in westlichen Ländern

Auch in reichen Ländern ist eine Zunahme der sozialen Armut mit bedenklichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitsversorgung zu beobachten. Wir unterstützen benachteiligte Bevölkerungsgruppen in 32 Begegnungs- und Beratungszentren in Europa und in den USA. Ärzte der Welt e.V. unterstützt Minderheiten, HIV/AIDS- Patienten, Drogenabhängige, Obdachlose und Straßenkinder.

11. Effiziente Projektarbeit

Die Gesundheitsprojekte von Ärzte der Welt e.V. sind strikt auf Effizienz ausgerichtet. Das gilt für den Aufbau und die Ausgaben eines Projektes, sowie für die Übergabe an lokale Partner. Grundlage der Planung ist die sorgfältige Analyse und Auswertung der Gegebenheiten vor Ort als auch eine realistische und überprüfbare Zieldefinition des Projekts durch die Mitarbeiter.Verlaufs- und Erfolgskontrollen begleiten die gesamte Projektdauer.

12. Finanzierung

Ärzte der Welt e.v. ist eine gemeinnützige, politisch und konfessionell unabhängig arbeitende Nichtregierungsorganisation. Finanzielle Unabhängigkeit und Flexibilität bei der Projektfinanzierung sind die wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit und werden durch überwiegend private Spenden ermöglicht (65% private Spenden, v.a. Stiftungen, 35% öffentliche Zuwendungen, v.a. Auswärtiges Amt). Notfallprojekte werden zunächst mit eigenen Mitteln vorfinanziert. Zugleich beantragt Ärzte der Welt eine Förderung durch staatliche, internationale oder private Institutionen.
Die Verwendung der Spenden von MDM Frankreich wird durch die UN, EU, Ministerien sowie von unabhängigen Wirtschaftsinstituten überprüft. Für die vorbildliche Transparenz und Veröffentlichung der Mittelverwendung wurde Médecins du Monde Frankreich 1996 vom „National Council of Auditors“ mit dem „Prix Cristal“ ausgezeichnet. Spender haben zu jeder Zeit Einsicht in die finanzielle Situation. Seit 1990 kontrolliert zudem ein internationaler Zusammenschluss von Spendern die Aktivitäten von MDM Frankreich. In mehr als 297 Gesundheitsprojekten in 88 Ländern arbeiten weltweit Hunderte von Ärzten und Mitarbeitern ehrenamtlich für Menschen in Krisensituationen. Rund um den Globus wird die Arbeit erst durch die Zuwendung von Millionen von Spendern, zahlreichen Regierungen und Organisationen möglich gemacht.

13. Mitgliedschaft und Beraterstatus

Seit 1996 hat Médecins du Monde als unabhängige Nichtregierungsorganisation einen generellen Beraterstatus im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). In Genf und in New York ist die Organisation repräsentiert im UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR), im UN-Büro für Humanitäre Angelegenheiten (OCHA), bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) sowie beim UN-Kinderhilfsprogramm (UNICEF).
Ärzte der Welt ist Mitglied im Koordinierungsausschuß Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes, beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO), beim Arbeitskreis Medizin in Entwicklungsländer (AKME) und beim Deutschen Spenderrat e.V. (DSR).

14. Netzwerk

In Zahlen:
 
Über 7.000 Mitglieder
5.500 Ehrenamtliche und 1.200 Freiwillige in den Projekten
366 Festangestellte
Das internationale Netzwerk von Médecins du Monde besteht aus:

12 Delegationen

Argentinien
Belgien
Frankreich
Griechenland
Italien
Kanada
Portugal
Spanien
Schweden
Schweiz
USA
Zypern

4 Büros

Deutschland
Großbritannien
Japan
Niederlande

15. Kontakt

Ärzte der Welt e.V.
Thalkirchner Strasse 81/Kontorhaus I
D-81371 München
Tel.: 089 62420955
Fax: 089 65309972
info@aerztederwelt.org
www.aerztederwelt.org

16. Büro München:


Geschäftsführung 

Monica Wolsky
Tel.: 089 6242 0955
monica.wolsky@aerztederwelt.org

Dipl.-Bw. (FH) Marc Gemeiner M.A.
Tel.:  089  6242 0955
marc.gemeiner@aerztederwelt.org

Sekretariat, Organisation, Verwaltung

Gabriele Jüttner,
Tel.: 089 4523 7922
info@aerztederwelt.org
gabriele.juettner@aerztederwelt.org

Gertrud Wimmer
gertrud.wimmer@aerztederwelt.org
Gesundheit und Entwicklung

Dr. Lecia Feszczak
Tel.: 089 6242 0955
lecia.feszczak@aerztederwelt.org


Neue Medien

Peter Frank
Tel.: 0177 412 6935
peter.frank@aerztederwelt.org
Open med

Marion Chenevas
Tel.:  089 6530 9971
marion.chenevas@aerztederwelt.org
Öffentlichkeitsarbeit

Damien Perrot
Tel.: 089 1892 3998
damien.perrot@aerztederwelt.org






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