Aktuelles

Susanne Stein für Ärzte der Welt in Nepal

Die Krankenschwester, Diplom-Pädagogin und Gesundheits-

wissenschaftlerin ist seit Ende Juli 2010 in Nepal für Ärzte der Welt als Koordinatorin im Einsatz. Kurzes Interview.

 

Helferinnen und Helfer für das Wintertollwood gesucht

Ärzte der Welt sucht wieder freiwillige Helferinnen und Helfer für die Fotoausstellung "Exil, exit? - Leben ohne Papiere in Europa" vom 24.11.-31.12.2010 auf dem Münchner Wintertollwood Festival.

Ärzte der Welt auf dem Tollwood

Auch wir waren dieses Jahr wieder zwei Tage auf dem Sommertollwood mit einem Stand vertreten. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir die Besucherinnen und Besucher über unsere Projekte informiert.

Wednesday, 2010-02-17

Darfur: internationales Team von Ärzte der Welt wieder im Einsatz

Aufgrund intensiver Kampfhandlungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen wurden die internationale Mitarbeiter von Ärzte der Welt Anfang März 2009 gezwungen, die Bergregion um Jebel Marra zu verlassen, in der sie seit 2008 tätig waren. Seit dem 26. März konnten sie zum Einsatzgebiet zurückkehren.

Foto: ÄDW/MDM

In den von Ärzte der Welt betriebenen Gesundheitszentren der Region Jebel Marra wurde die medizinische Hilfe durch ansässige sudanesische Mitarbeiter aufrecht erhalten. Die von Ärzte der Welt ausgebildeten Fachkräfte leisteten in erster Linie medizinische Erstversorgung für die Bewohner der Region. Sie richten ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie die Betreuung von unterernährten Kindern.

Die direkten Folgen für die Bewohner von Jebel Marra, die bisher von der Gewalt im Darfur-Konflikt verschont blieben, sind noch schwer einzuschätzen. Im Zusammenhang mit der ohnehin spannungsgeladenen Lage im Sudan ist Ärzte der Welt sehr besorgt aufgrund der seit Ende Dezember 2009 ständig zunehmenden Gewalt in Jebel Marra. Insbesondere die mögliche Vertreibung von Zivilisten sowie der erschwerte Zugang zur medizinischen Versorgung für die Opfer der Gewalt sind für die Organisation besorgniserregend.

Als Rebellengebiet ist die Region Jebel Marra weiterhin von staatlich regulären Gesundheitsdiensten abgeschnitten. Bevor Ärzte der Welt in diesem Gebiet aktiv wurde, kam keine internationale Hilfe in der Region an. Ärzte der Welt ist in der abgelegenen Gegend um die Stadt Deribat, im Osten von Jebel Marra, mit einem Programm zum Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung seit April 2008 im Einsatz. Das Hilfsprogramm umfasst die Ausstattung mit Medikamenten sowie medizinischer Ausrüstung von sechs Gesundheitszentren (Deribat, Jawa, Suni, Dera, Kebra, Soro), die zusammen die medizinische Versorgung von bis zu 100 000 Menschen gewährleisten. Dabei legt Ärzte der Welt ein spezielles Augenmerk auf die Gesundheit von Müttern und Kindern und die Weiterbildung der lokalen Pflegekräfte. Das Programm wird unter anderem vom deutschen Auswärtige Amt finanziell unterstützt.

Der Konflikt in der Region schränkt die Mobilität und die Versorgungsmöglichkeiten der Bevölkerung stark ein. Über drei Jahre hatten die Bergbewohner aus Jebel Marra keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung. Aufgrund dieser Isolation entstehen Mangel- und Notsituationen für die Bevölkerung, die in erster Linie an akuten Erkrankungen der Atemwege, Durchfall, Hepatitis und Malaria leidet. Die kritische Situation vor Ort lässt sich am Ernährungszustand der Einwohner ablesen.

Ärzte der Welt fordert alle Konfliktparteien auf, das internationale humanitäre Recht zu respektieren, insbesondere in Bezug auf den Schutz der Zivilbevölkerung und auf deren Zugang zur medizinischen Versorgung in Jebel Marra.

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