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Aktuelles

Das Heldenrennen : Austausch, Spaß und Sport für einen guten Zweck

Das Heldenrennen ist ein europaweit organisierter Spendenlauf mit dem Ziel, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Dieses Jahr findet das Rennen auch in München statt. ‚Ärzte der Welt' ruft zur Teilnahme und Unterstützung des Münchner Projekts open.med auf! » mehr

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Gesellschaftliche Randgruppen in Europa von Basis-Gesundheitsversorgung ausgeschlossen

Mai 2012: Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Thema ‚Gesundheit ist kein Luxusgut‘ und in einer Diskussion mit Abgeordneten des Europaparlaments stellte das ‚Ärzte der Welt’-Netzwerk in Brüssel eine Untersuchung zur Gesundheitsversorgung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in europäischen Ländern vor. » mehr

Thursday, 2012-01-12

Haiti- zwei Jahre danach: Das ‚Ärzte der Welt‘-Netzwerk führt 2011 über 250.000 medizinische Konsultationen durch

Januar 2012. Es ist jetzt zwei Jahre her, dass Haiti von einem verheerenden Erdbeben erfasst wurde. Unsere Teams haben auch 2011 mit ihrer Hilfe nicht nachgelassen und in Kooperation mit den staatlichen Gesundheitsbehörden sowohl in der Hauptstadt Port-au-Prince als auch in abgelegenen ländlichen Gebieten über 250.000 Menschen medizinisch versorgt. Ein besonderes Augenmerk legten wir hierbei auf schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren. Aber auch die Cholerabehandlung in abgelegenen Gebieten war uns 2011 ein wichtiges Anliegen.

(c) Remi Courgeon

„Für alle Programme in Haiti hat das internationale Netzwerk ‚Ärzte der Welt‘ bis Oktober 2011 bereits 19 Millionen Euro der Gesamteinnahmen von 24,1 Millionen eingesetzt. Die restlichen Gelder, die überwiegend aus öffentlichen Zuwendungen stammen, sind für Ende 2011 und 2012 veranschlagt, um die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen weiterhin zu unterstützen“, so unser Direktor Dr. Andreas Schultz. Somit konnten die gesammelten Spenden zügig ihrem Zweck zugeführt werden. Versprechen auf langfristig angelegte Wiederaufbauhilfe der internationalen Staatengemeinschaft für Haiti lassen dagegen weiter auf sich warten.

Grundversorgung für Mütter und Kinder unter fünf Jahren
‚Ärzte der Welt‘ ist bereits seit 1989 in Haiti aktiv und setzt sich für medizinische Versorgung in der Hauptstadt Port-au-Prince - unter anderem in Elendsvierteln wie der Cité Soleil - sowie in den südwestlichen Landesteilen Grande Anse, Nippes und Petit Goâve ein. Wir helfen mit unseren Projekten, die medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Ernährungsprogramme für Kinder und Projekte zur Betreuung von Schwangeren und Kleinkindern sind weitere Aktivitäten unseres weltweiten Netzwerkes. Viele Menschen können auf Grund ihrer Armut die kostspieligen staatlichen Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen. Folgen sind insbesondere eine unverhältnismäßig hohe Säuglings- und Müttersterblichkeit. Bei den staatlichen Gesundheitsbehörden setzt sich ‚Ärzte der Welt‘ daher für einen kostenlosen Zugang zur Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren ein.

Cholera noch nicht unter Kontrolle    
Darüber hinaus bekämpfen unsere Helfer die im Oktober 2010 ausgebrochene Cholera. Denn obwohl die Krankheit 2011 eingedämmt werden konnte, traten besonders in abgelegenen Gebieten wieder vermehrt Todesfälle auf. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsbehörden behandeln unsere Teams heute Cholerakranke in 15 mobilen Einheiten, in drei größeren Zentren und in 28 Anlaufstellen für orale Rehydrierung. Die mobilen ‚Ärzte der Welt‘-Teams, die zu 95% Haitianer sind, erklären außerdem auf Gemeindeversammlungen, in Seminaren und bei Hausbesuchen, welche Symptome der Krankheit es gibt, wie man sich schützen kann und was im Ansteckungsfall zu tun ist. Auch verteilen sie Schutz- und Hygiene-Kits. Die Erfahrungen dieser Arbeit flossen im September 2011 in eine Strategie des Gesundheitsministeriums ein, welche die Prävention und Behandlung von Cholera im gesamten Gesundheitssystem als Querschnittsaufgabe integriert hat.
In Haiti arbeiten für das ‚Ärzte der Welt‘-Netzwerk zurzeit 712 haitianische und 36 internationale MitarbeiterInnen.

‚Ärzte der Welt‘ wird sich in Haiti weiterhin für eine verbesserte Gesundheitsversorgung besonders für Schwangere und Kinder unter fünf Jahren einsetzen und nicht nachlassen in seinen Anstrengungen, die Cholera weiter einzudämmen.

Das Projekt zur Cholerabekämpfung in Port-au-Prince wird von Sternstunden e.V. unterstützt.

Ausführliche Information zur Arbeit von ‚Ärzte der Welt’ in Haiti finden Sie hier.

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