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Aktuelles

Das Heldenrennen : Austausch, Spaß und Sport für einen guten Zweck

Das Heldenrennen ist ein europaweit organisierter Spendenlauf mit dem Ziel, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Dieses Jahr findet das Rennen auch in München statt. ‚Ärzte der Welt' ruft zur Teilnahme und Unterstützung des Münchner Projekts open.med auf! » mehr

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Gesellschaftliche Randgruppen in Europa von Basis-Gesundheitsversorgung ausgeschlossen

Mai 2012: Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Thema ‚Gesundheit ist kein Luxusgut‘ und in einer Diskussion mit Abgeordneten des Europaparlaments stellte das ‚Ärzte der Welt’-Netzwerk in Brüssel eine Untersuchung zur Gesundheitsversorgung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in europäischen Ländern vor. » mehr

Thursday, 2012-01-12

Die Ausstellung unSCHLAGbar, zieht auf dem Müncher Tollwood 10.000 BesucherInnen an

Januar 2012. Gewalt gegen Frauen hat weltweit viele Gesichter: Vergewaltigung, ökonomische Ausbeutung, häusliche Gewalt, Frauenhandel. Vier Wochen lang standen 13 Schaufensterpuppen der Ausstellung „unSCHLAGbar“ im Weltsalon des Tollwood Winter-Festivals. In Bildern und Videointerviews erzählten sieben Frauen aus sieben Ländern von ihrer Erfahrung der Gewalt. Sie erhoben somit die Stimme für die vielen Frauen, deren Schicksale anonym und unsichtbar bleiben.

Fotos: M. Santifaller, D. Perrot

Das ‚Ärzte der Welt‘-Netzwerk unterstützt weltweit Frauen mit Gewalterfahrungen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen, multidisziplinären Ansatz. Neben der medizinischen Hilfe bieten wir Opfern von Gewalt auch psychologische und rechtliche Unterstützung an. Frauen mit Gewalterfahrungen werden ermutigt, sich aktiv in die Projekte einzubringen und selbstbestimmt für ihre Rechte einzutreten.

Bei der Ausstellungseröffnung am 25. November 2011 freuten wir uns über ein Publikum von über 100 Menschen. Zu ihnen sprach zunächst Menschenrechtsaktivistin Fadumo Korn über das spezielle Problem der Genitalverstümmelung. Sie selbst engagiert sich seit Jahren in Deutschland sowie im ostafrikanischen Raum gegen diese Art der Gewalt gegen Frauen. Sie betonte den langjährigen Prozess, den ein Opfer von solcher Gewaltart auf dem Weg zur Genesung durchlaufen muss.

Eine praxisnahe Illustration der konkreten Arbeit von ‚Ärzte der Welt‘ bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen bot außerdem Anneliese Coury, ehrenamtliche Koordinatorin unseres Programms in der östlichen Provinz Punjab im Pakistan. Betroffene erhalten Zuflucht, Schutz und Unterkunft in Frauenhäusern, sogenannten „Dar-ul-Aman“ („Häuser des Friedens“). ‚Ärzte der Welt‘ ist in 34 „Dar-ul-Aman“ in Punjab präsent und koordiniert in erster Linie die Aktivitäten von beteiligten Nichtregierungsorganisationen, die Arbeit von Anwälten und Juristen und gibt Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, eine Stimme.

Den Atem verschlagen
Mit ihrer Theaterperformance „Den Atem verschlagen“ zeigte die Schauspielerin Valerie Thomas zusammen mit acht anderen Frauen auf sehr einfallsreiche und berührende Art und Weise das Thema Gewalt gegen Frauen. Die freche und lebendige Inszenierung ließ die Besucher, die zunächst unbeteiligt durch das Zelt wanderten, aufmerken und aufhorchen und es kehrte eine gebannte Stille ein, als die Frauen ihr Stück präsentierten. Ein Großteil der mitwirkenden Schauspielerinnen engagierte sich ehrenamtlich bei der Aktion, so zum Beispiel Dr. Maria Baumeister: „Die Performance macht deutlich, dass sich die verschiedenartigen Formen der Gewalt gegen Frauen durch alle Kulturen und alle Gesellschaftsschichten ziehen. Das Problem betrifft also uns alle! Mich hat die Reaktion der Zuschauenden sehr beeindruckt. Manche zeigten sich sehr berührt, und ich glaube schon, dass das Thema dadurch in den Köpfen bleiben wird. Es war ein sehr aufregendes Gefühl für mich, dabei mitzuwirken.“

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