Fingerabdrücke gegen Integrationslücke?
Das internationale Netzwerk von Médecins du Monde (Ärzte der Welt) verurteilt die Fehlentwicklungen in der Politik der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber den Roma.» mehr
Weltflüchtlingstag: Zugang zu medizinischer Versorgung - ein Menschenrecht für alle!
Egal ob Menschen legal nach Europa einwandern oder illegal nach Europa fliehen, der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eine Menschenrecht und steht jedem in gleichem Maße zu!» mehr
Darfur, Sudan: Meningitis auf dem Vormarsch. Ärzte der Welt führt seit dem 25. April eine Impfkampagne durch
München/Paris, 5. Mai 2009: Seit Anfang April häufen sich die Fälle von Meningitis Typ A im Osten von Jebel Marra in Süddarfur. Geschätzte 65 000 Menschen sind von einem Ausbruch der Krankheit bedroht. Ärzte der Welt reagierte sofort und führt eine breit angelegte Impfkampagne durch. » mehr
Cholera-Epidemie in Simbabwe. Ärzte der Welt sendet ein Notfallteam in den Distrikt Chipinge
Simbabwe wird von einer schweren Cholera-Epidemie heimgesucht, die alle Provinzen des Landes erfasst hat. Die Epidemie hat sich in den vergangenen Tagen immer schneller ausgebreitet. Nach Angaben der Regierung von Simbabwe hat die Epidemie landesweit bereits 550 Todesopfer gefordert. Die Organisation WHO hat schon 15 572 Fälle von Cholera und 746 Todesfälle gezählt. Mehrere Faktoren beschleunigen weiter die Verbreitung der Epidemie: Aufgrund der Trockenheit leidet die Bevölkerung an Wassermangel, die Flüsse sind verseucht und die Reinigung des Wassers ist nicht mehr gesichert. 60.000 Menschen laufen Gefahr innerhalb kurzer Zeit an Cholera zu erkranken, wenn schnelle Hilfe ausbleibt.
Deshalb reagierte Ärzte der Welt sofort, als die ersten Cholera-Erkrankungen diagnostiziert wurden. Ein Notfallteam wurde in die Krisenregion geschickt. Die Organisation stellt Medikamente und medizinisches Material zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern bereit, um die Epidemie im Distrikt Chipinge einzudämmen.
Gleichzeitig werden Maßnahmen eingeleitet, um die Verbreitung der Epidemie einzudämmen wie Trinkwasseraufbereitung, Bau von Latrinen und Verteilung von Hygiene-Kits. Begleitend wird die Bevölkerung informiert, wie man Cholera mit einfachen hygienischen Maßnahmen bekämpfen kann.
Als eine der wenigen internationalen NGO’s, die in Chipinge tätig sind, hat Ärzte der Welt die Koordination der Programme zur Bekämpfung der Cholera übernommen.
Ärzte der Welt engagiert sich bereits seit 2004 in Chipinge mit einem umfassenden Programm für HIV/AIDS Betroffene. Hier ist 15,6% der Bevölkerung Träger des Virus. Angesichts dieser verheerenden Zahlen kümmert sich ÄDW auch um die sozio-ökonomischen Folgen für Kinder und Angehörige.
Simbabwe befindet sich seit Jahren in einer Dauerkrise. Das Gesundheitssystem ist völlig zusammengebrochen, die beiden größten Krankenhäuser in Harare sind geschlossen und das Personal streikt seit mehreren Wochen. Überdies leidet das Land an einem extremen Mangel an Arbeitskräften im Gesundheitsbereich, da 80 % des Pflegepersonals das Land verlassen haben.
Pressekontakt:
Damien PERROT
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