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HAITI, 6 Monate danach: 700 000 Menschen in Port-au-Prince leben immer noch in Zelten

Juni 2010 - 6 Monate nach dem Erdbeben und zu Beginn der Wirbelsturmsaison ist ein entscheidender Moment für den Wiederaufbau in Haiti gekommen. Zwar ist die sanitäre Lage unter Kontrolle, die Lebensbedingungen für die Geschädigten von Port-au-Prince und dessen Umgebung (1,3 Millionen Menschen) sind jedoch nach wie vor extrem schwierig. » mehr

Schweres Erdbeben in Sumatra: Einsatz von Ärzte der Welt in Padang

Seit Anfang Oktober interveniert ein Team von Ärzte der Welt im Norden von Padang. Ziel ist es, medizinische Hilfe zu leisten, die ärztlichen Anlaufstellen vor Ort zu unterstützen und den weiteren medizinischen Bedarf in den betroffenen Gebieten zu überprüfen. Unser Team gibt einen Bericht der Lage vom 07. Oktober.» mehr

Ärzte der Welt stärkt seine Kooperation mit birmanischen Fachkräften

Der Besuch von UN-Generalsekretär Ki-Moon hat große Hoffnungen bei den Opfern des Wirbelsturms geweckt. Trotz der Zusagen der birmanischen Regierung über eine Öffnung des Landes für internationale Helfer haben bislang internationale Mitarbeiter kaum Zugang zum Irrawaddy Delta. Die internationalen Mitarbeiter von Ärzte der Welt, die zunächst auch außerhalb von Rangun helfen konnten, dürfen die Hauptstadt nicht mehr verlassen.» mehr

Monday, 2011-06-20

Cholera in Haiti: Zahl der Erkrankungen nimmt wieder zu

Juni 2011 - Die Cholera-Epidemie, die sich seit Ende letzten Jahres in Haiti ausbreitete, war zu Beginn des Jahres bereits auf dem Rückzug. Jetzt, knapp sieben Monate nach dem Ausbruch der Seuche, beobachtet Ärzte der Welt eine Zunahme der Cholera-Fälle in Haiti. Die einsetzende Regenzeit wird das Wiederaufflammen der Epidemie wohl noch verstärken.

Cholera in Haiti

Foto: Dr. Peter Schwick

Besonders besorgniserregend ist die Situation derzeit in den ländlichen Gebieten. „Die Regenfälle in den letzten Tagen waren heftig“, berichtet Alain Le Garnec, der Ärzte der Welt-Koordinator in Haiti. „Viele Dörfer sind aufgrund des ansteigenden Pegels der Flüsse oder Erdrutschen nicht mehr erreichbar“.

In Grande Anse, einer ländlichen Region im Südwesten des Landes, ist die Anzahl der Cholera-Fälle erheblich angestiegen. Ärzte der Welt ist dort eine der wenigen, sich im Einsatz befindenden, medizinischen Hilfsorganisationen. In Grande Anse hat sich die Zahl der Patienten mit Cholera-Symptomen in den Gesundheitszentren innerhalb einer Woche verfünffacht. 60 der 90 vorhandenen Betten sind bereits belegt.

Auch in Petite-Goave und Grand-Goave verzeichnen die Gesundheitseinrichtungen steigende Patientenzahlen. Ärzte der Welt verstärkt daher die Aufnahmekapazitäten der lokalen Gesundheitszentren und stellt personelle Ressourcen bereit.

Um der Cholera Ausbreitung Einhalt zu gebieten, ist es unbedingt notwendig, dass eine effiziente Koordinierung aller beteiligten Akteure vorangetrieben wird. Außerdem müssen sofort alle, für die Bekämpfung der Cholera erforderlichen Ressourcen (ausgebildetes Personal, Ausrüstung und Medikamente, finanzielle Ressourcen) mobilisiert werden.

Laut Angaben der haitianischen Behörden wurden bis Ende Mai 2011 knapp 300 000 Cholera-Fälle gemeldet; knapp 5 300 Menschen sind bisher an der Krankheit gestorben. Seit Beginn der Epidemie behandelte Ärzte der Welt im Departement Grande Anse, in Nippes, im Großraum rund um die Hauptstadt Port-au-Prince sowie in den Gemeinden Petit-Goave und Grand-Goave rund 17 450 Cholera-Fälle.

Mehr zur Arbeit von Ärzte der Welt in Haiti

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