Sie befinden sich hier: Infos & Presse / Pressemeldungen

Offizielle Eröffnung des neuen Projekts MedMobil...

... durch die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch. Am 21. Oktober weihte die Bürgermeisterin, Gabriele Müller-Trimbusch zusammen mit Prof. Dr. Heinz-Jochen Zenker – Präsident von Ärzte der Welt – und Vertretern der freien Träger der Wohnungslosenhilfe, das MedMobil offiziell ein.» mehr

ARD Themenwoche 2009: Soziales Engagement mit open.med hautnah erleben

Zum Aktionstag der ARD Themenwoche 2009 öffnet die medizinische Anlaufstelle open.med von Ärzte der Welt ihre Pforten für alle Interessierten in München. Wir laden Sie herzlich ein sich eines unserer medizinischen Hilfsprojekte aus nächster Nähe anzusehen und sich über die Arbeit von Ärzte der Welt zu informieren.» mehr

Somalia: Ärzte der Welt leistet basismedizinische Versorgung

Juli 2011 - Zehn Millionen Menschen am Horn von Afrika sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Großteil von ihnen in den Ländern Kenia, Äthiopien und Somalia. Ärzte der Welt setzt sich dafür ein, dass die Menschen in Boosaaso (Puntland, autonomes Gebiet in Somalia) Zugang zu medizinischer Basisversorgung haben.» mehr

Tuesday, 2009-03-03

Darfur: Schwere Gefechte zwingen Ärzte der Welt zur Evakuierung seiner internationalen Mitarbeiter aus dem Kampfgebiet

Aufgrund der erschwerten Sicherheitslage mussten die in der Bergregion im Osten von Jebel Marra eingesetzten internationalen Hilfskräfte von Ärzte der Welt in die nächstgelegene Stadt Nyala evakuiert werden.

Im Verlauf der letzten Tage sind Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen ausgebrochen, bei denen es unter anderem auch zu Bombardierungen in der Region kam. Zu Begin dieser Kampfhandlungen konnten die Teams von Ärzte der Welt noch Verwundete aus den Gefechten versorgen. Als sich die Kämpfe jedoch in Jebel Marra intensivierten, wurden die auswärtigen Ärzte und Hilfskräfte von Ärzte der Welt gezwungen, das Gebiet aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Das Team wurde daraufhin mit einem gecharterten Hubschrauber aus dem Krisengebiet evakuiert.

Seit dem 15. Februar 2009 blieben in Jebel Marra die regelmäßigen Hilfslieferungen aus, so dass die Teams vor Ort ohne jeglichen logistischen Nachschub aus dem Basisstützpunkt von Ärzte der Welt in Nyala auskommen mussten. In den sechs, von Ärzte der Welt betriebenen Gesundheitszentren der Region Jebel Marra wird die Nothilfe zurzeit durch ansässige sudanesische Mitarbeiter aufrecht erhalten.

Die erwartete Bestätigung des Haftbefehls vom Internationalen Strafgerichtshof gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Al-Bashir erschwert die ohnehin fragile Sicherheitslage noch weiter, was auch die Teams von Ärzte der Welt vor Ort bestätigten.

Als Rebellengebiet ist die Region Jebel Marra weiterhin von staatlich regulären Gesundheitsdiensten abgeschnitten. Bevor Ärzte der Welt e.V. in diesem Gebiet aktiv wurde, kam keine internationale Hilfe in der Region an. Ärzte der Welt ist in der abgelegenen Gegend um die Stadt Deribat, im Osten von Jebel Marra, mit einem Programm zum Wiederaufbau der medizinischen Grundversorgung seit April 2008 im Einsatz. Das Hilfsprogramm umfasst die Ausstattung mit Medikamenten sowie medizinischer Ausrüstung von sechs Gesundheitszentren (Deribat, Jawa, Suni, Dera, Kebra, Soro), die zusammen die medizinische Versorgung von bis zu 100 000 Menschen gewährleisten. Dabei legt Ärzte der Welt ein spezielles Augenmerk auf die Gesundheit von Müttern und Kindern und die Weiterbildung der lokalen Pflegekräfte. Das Programm wird unter anderem vom deutschen Auswärtige Amt finanziell unterstützt.

Der Konflikt in der Region schränkt die Mobilität und die Versorgungsmöglichkeiten der Bevölkerung stark ein. Über drei Jahre hatten die Bergbewohner aus Jebel Marra keinerlei Zugang zu medizinischer Versorgung. Aufgrund dieser Isolation entstehen Mangel- und Notsituationen für die Bevölkerung, die in erster Linie an akuten Erkrankungen der Atemwege, Durchfall, Hepatitis und Malaria leidet. Die kritische Situation vor Ort lässt sich am Ernährungszustand der Einwohner ablesen.

Ärzte der Welt fordert die Einhaltung des internationalen humanitären Rechts und ruft in Erinnerung, dass die zivile Bevölkerung respektiert und geschützt werden muss. In erster Linie gilt die Sorge der gesundheitlichen Versorgung der Zivilbevölkerung, die aufgrund eines möglichen massiven Rückzugs der humanitären Hilfskräfte aus der Region zusammenbrechen könnte.

Ärzte der Welt - Médecins du Monde Deutschland arbeitet seit dem Jahre 2000 als deutscher Zweig der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde. Unabhängig von ihrer Herkunft behandeln und versorgen wir hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen, wie Krieg und Gewalt, Naturkatastrophen, Krankheit, Armut und Ausgrenzung.

Pressekontakt:
Damien PERROT
Tel: 089-45 23 081-11
damien.perrotaerztederweltorg

Spenden Sie jetzt