Haiti – Ein Jahr nach den Wirbelstürmen
August 2009 - Am 25. August 2008 traf der erste von vier Wirbelstürmen auf die Küste von Haiti. Ärzte der Welt war damals direkt vor Ort. Über die akute Katastrophe hinaus setzt sich Ärzte der Welt für eine Fortführung der kostenfreien medizinischen Versorgung für Frauen und Kinder unter fünf Jahren ein.» mehr
Schweres Erdbeben in Sumatra: Einsatz von Ärzte der Welt in Padang
Seit Anfang Oktober interveniert ein Team von Ärzte der Welt im Norden von Padang. Ziel ist es, medizinische Hilfe zu leisten, die ärztlichen Anlaufstellen vor Ort zu unterstützen und den weiteren medizinischen Bedarf in den betroffenen Gebieten zu überprüfen. Unser Team gibt einen Bericht der Lage vom 07. Oktober.» mehr
Darfur: Meningitis auf dem Vormarsch Ärzte der Welt startet eine Impfkampagne
München/Paris, 24. April 2009. Seit Anfang April häufen sich die Fälle von Meningitis des Typs A im Osten von Jebel Marra, wie die fünf Gesundheitszentren von Ärzte der Welt in der Region mitteilen. Um den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, wird nun eine Impfkampagne gestartet.» mehr
EU-Resolution zum „Abbau gesundheitlicher Ungleichheit in der EU“
Das Europäische Parlament hat am 8. März 2011 eine Resolution zum „Abbau gesundheitlicher Ungleichheit in der EU“ verabschiedet. Mit der Resolution fordert das Parlament die Mitgliedstaaten auf, Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, denen Menschen ohne Papiere gegenüberstehen, anzugehen. Ärzte der Welt und das HUMA-Netzwerk appellieren an die Mitgliedstaaten, der Forderung der Resolution nachzukommen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Das EU-Parlament betont mit der Resolution, dass „die gesundheitliche Ungleichheit sich nicht nur aus einer Reihe von Faktoren aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Lebensweise ergibt, sondern auch von den Schwierigkeiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung herrührt“ und dass „in vielen EU-Mitgliedstaaten der gleichberechtigte Zugang zur Gesundheitsversorgung für Migranten ohne Ausweispapiere weder in der Praxis noch rechtlich gewährleistet ist.“
Die Mitgliedsstaaten werden aufgefordert, „dafür zu sorgen, dass die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, einschließlich Migranten ohne Ausweispapiere, ein Recht auf gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben und ihnen dieser gewährt wird.“ Außerdem sollen die Staaten „prüfen, inwieweit eine Unterstützung der Gesundheitsleistungen für illegal aufhältige Migranten möglich ist“, Die Unterstützung soll sich an einer Definition, der in der jeweiligen nationalen Gesetzgebung verankerten medizinischen Grundversorgung, orientieren. Des Weiteren soll sichergestellt werden, „dass alle Schwangeren und Kinder, ungeachtet ihrer Rechtsstellung, das Recht auf sozialen Schutz haben und diesen auch tatsächlich erhalten, wie dies in ihrem nationalen Recht vorgesehen ist.“
Durch die verabschiedete Resolution betonen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments erstmals klar das Grundrecht von MigrantInnen ohne regulären Aufenthaltsstatus auf Gesundheit.
Im Vorfeld, am 8. Dezember 2010 organisierte Ärzte der Welt in Zusammenarbeit mit dem HUMA-Netzwerk und anderen Partnerorganisationen eine Anhörung im Parlament zum Thema „Zugang zur Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen und Kinder ohne Papiere“. Vertreter der Kommission, viele Abgeordnete des Europaparlaments und Nichtregierungsorganisationen tauschten sich über die Barrieren, wie beispielsweise restriktive Gesetzgebungen, denen Menschen ohne Papiere beim Zugang zur medizinischen Versorgung begegnen, aus. Gemeinsam wurden daraufhin nationale und europäische EntscheidungsträgerInnen aufgerufen, die Rechte von irregulären MigrantInnen zu schützen und Maßnahmen zu ergreifen, die einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung aller - ohne Diskriminierungen hinsichtlich Aufenthaltsstatus oder finanzieller Ressourcen - ermöglicht.
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