Cholera-Epidemie in Simbabwe. Ärzte der Welt sendet ein Notfallteam in den Distrikt Chipinge
Simbabwe wird von einer schweren Cholera-Epidemie heimgesucht, die alle Provinzen des Landes erfasst hat. Die Epidemie hat sich in den vergangenen Tagen immer schneller ausgebreitet. Nach Angaben der Regierung von Simbabwe hat die Epidemie landesweit bereits 550 Todesopfer gefordert. Die Organisation WHO hat schon 15 572 Fälle von Cholera und 746 Todesfälle gezählt. Mehrere Faktoren beschleunigen weiter die Verbreitung der Epidemie: Aufgrund der Trockenheit leidet die Bevölkerung an...» mehr
open.med München: Patientin aus Äthiopien kann wieder hören
Trotz einer Schwerhörigkeit und starker Schmerzen hatte eine 57 Jahre alte Patientin aus Äthiopien keinen Anspruch auf medizinische Versorgung. Für Menschen wie sie, die in Deutschland ohne Krankenversicherung leben müssen, bietet das Projekt von Ärzte der Welt in München-Schwabing medizinische Hilfe und soziale Beratung – auf anonymer und kostenfreier Basis. Dank der Unterstützung des auric Hörcenters Dachau kann die Patientin wieder gut hören.» mehr
Darfur: Schwere Gefechte zwingen Ärzte der Welt zur Evakuierung seiner internationalen Mitarbeiter aus dem Kampfgebiet
Aufgrund der erschwerten Sicherheitslage mussten die in der Bergregion im Osten von Jebel Marra eingesetzten internationalen Hilfskräfte von Ärzte der Welt in die nächstgelegene Stadt Nyala evakuiert werden.» mehr
Fingerabdrücke gegen Integrationslücke?
Das internationale Netzwerk von Médecins du Monde (Ärzte der Welt) verurteilt die Fehlentwicklungen in der Politik der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber den Roma.
Diskriminierende Handlungen gegenüber den Roma haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Die europäischen Regierungen und zahlreichen Bürger stehen diesem wachsenden Problem dennoch gleichgültig gegenüber.
Ärzte der Welt ist über die Konsequenzen der verschärften Einwanderungspolitik in den einzelnen EU-Ländern sehr besorgt. Die Roma trifft es in dieser Hinsicht besonders hart.
Die systematische Erfassung der Fingerabdrücke der Roma, die seit einigen Wochen in Italien durchgeführt wird, ist die jüngste Erscheinungsform der Stigmatisierung und der Diskriminierung, der diese Minderheit an allen Ecken und Enden Europas ausgesetzt ist. Ärzte der Welt verurteilt diese Erfassung von 140 000 in Italien lebenden Roma. Sie wurde von Andrea Ronchi, dem Minister für Europäische Angelegenheiten der Regierung Berlusconi initiiert. Herr Ronchi ist ein einflussreiches Mitglied der populistischen und fremdenfeindlichen „Alleanza Nazionale“. Diese Erfassung gründet sich einzig auf die ethnische Herkunft der Personen. Diese Handlungsweise darf keinesfalls von der internationalen Gemeinschaft toleriert werden. Vom Europäischen Parlament wurde sie bereits verurteilt.
Das italienische Rote Kreuz erfasst derzeit die in der italienischen Hauptstadt lebenden Roma. Dies wird begründet mit medizinischer Vorsorge. Ärzte der Welt ist wegen dieser Kooperation mit den Behörden sehr beunruhigt. Ärzte der Welt bedauert, dass eine andere medizinische Organisation sich an diesem Vorhaben beteiligt und befürchtet, dass diese Praxis zur Konfusion der Mandate beiträgt.
Die zahlreichen Diskriminierungen in Italien und in anderen Mitgliedsstaaten dürfen nicht weiterhin verschwiegen werden. Die Geschichte hat schon bewiesen, dass Gleichgültigkeit und Schweigen zu schrecklichen Auswirkungen führen können.
Ärzte der Welt und die Organisation Romeurope fordern die französische Präsidentschaft der EU auf, sich solchen Praktiken entgegenzustellen und sie zu verurteilen. Sie muss eine wahre Integrationspolitik der Roma auf europäischem Gebiet in Gang setzen.
Zu den Patienten des Projekts open.med von Ärzte der Welt zählen auch Roma. Sie befinden sich in schwierigen Lebens- und Gesundheitssituation und suchen bei der medizinischen Anlaufstelle open.med im Zentrum Münchens nach medizinischer Hilfe und Beratung. 2007 hatte das open.med-Team über 700 Kontakte mit Patienten, die medizinisch behandelt und/oder in schwierigen Lebenslagen beraten wurden.
Pressekontakt:
Marion Chenevas
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