Erdbeben in Japan: Ärzte der Welt startet neues Programm im Nordosten des Landes
März 2011. Gleich nach dem Erdbeben und dem Tsunami, die am 11. März Japan trafen, hat die japanische Sektion von Ärzte der Welt mögliche Aktions- und Einsatzfelder geprüft, um den Bewohnern der verwüsteten Gebiete zu helfen. Dabei wurden sie durch internationale Experten des Ärzte der Welt-Netzwerks und weiterem medizinischem Personal aus Japan unterstützt.» mehr
Ärzte der Welt stärkt seine Kooperation mit birmanischen Fachkräften
Der Besuch von UN-Generalsekretär Ki-Moon hat große Hoffnungen bei den Opfern des Wirbelsturms geweckt. Trotz der Zusagen der birmanischen Regierung über eine Öffnung des Landes für internationale Helfer haben bislang internationale Mitarbeiter kaum Zugang zum Irrawaddy Delta. Die internationalen Mitarbeiter von Ärzte der Welt, die zunächst auch außerhalb von Rangun helfen konnten, dürfen die Hauptstadt nicht mehr verlassen.» mehr
ARD Themenwoche 2009: Soziales Engagement mit open.med hautnah erleben
Zum Aktionstag der ARD Themenwoche 2009 öffnet die medizinische Anlaufstelle open.med von Ärzte der Welt ihre Pforten für alle Interessierten in München. Wir laden Sie herzlich ein sich eines unserer medizinischen Hilfsprojekte aus nächster Nähe anzusehen und sich über die Arbeit von Ärzte der Welt zu informieren.» mehr
Gesundheitliche Lage in Gaza: Ärzte der Welt fordert die Aufhebung der Blockade
Ärzte der Welt ist über die Gewalt schockiert, die den Angriff der Flotte vor der Küste Gazas am 31. Mai kennzeichnete und bedauert den Verlust menschlicher Leben. Dieses Ereignis weist auf die durch die Blockade verursachte kritische Lage hin; eine Blockade, die eineinhalb Millionen Palästinenser in eine seit 3 Jahren andauernde chronische Gesundheits- und Wirtschaftskrise gestürzt hat.
Zurzeit sind zahlreiche medizinische Behandlungen nicht möglich, sowohl innerhalb des Gazastreifens wegen der Blockade und der dadurch verursachten Engpässe, als auch außerhalb, da die Überweisung der Patienten ins Ausland aufgrund von Bewegungseinschränkungen von und nach Gaza weiterhin Probleme bereitet. Seit 2009 sind 27 Personen gestorben, nachdem ihnen verweigert wurde, außerhalb des Landes eine medizinische Behandlung zu bekommen .
Des weiteren stören längere Stromausfälle - zwischen 6 und 12 Stunden pro Tag – den Betrieb der Krankenhäuser beträchtlich, was insbesondere die für die Chirurgie erforderliche medizinische Ausrüstung oder die Kühlung der Impfstoffe betrifft; bestimmte medizinische Ausrüstungstypen bleiben in den öffentlichen Gesundheitszentren außer Betrieb. Ebenso sind 15 bis 20% der notwendigen Medikamente regelmäßig nicht vorrätig . Dies ist zum Beispiel der Fall für Medikamente zur Behandlung bestimmter chronischer Krankheiten, für neonatale Behandlungen oder zur Krebsbehandlung.
Durch die aktuelle Blockade haben Gazas Ärzte keinen Zugang zu hochwertigen medizinischen Ausbildungen weder innerhalb noch außerhalb des Gazastreifens und können somit nicht an Fortbildungen insbesondere im Bereich der kardiovaskulären, orthopädischen und pädiatrischen Chirurgie sowie der Neurochirurgie teilnehmen.
Angesichts dieses andauernden Ressourcenmangels fordert Ärzte der Welt die Aufhebung der Blockade im Gaza-Streifen, um die Lebens- und Gesundheitsbedingungen der Einwohner dort dauerhaft zu verbessern.
Ärzte der Welt in den palästinensischen Gebieten:
Das Ärzte der Welt-Programm in Gaza hat die Ausbildung von Sanitätern in den Spitälern des palästinensischen Roten Halbmondes in Gaza und in Ramallah ermöglicht. Es konnten auch Fortbildungsangebote für orthopädische Chirurgen der drei Krankenhäuser des Gazastreifens organisiert werden. Weiterhin wurden 25 Grundversorgungszentren des Gesundheitsministeriums durch Sanierungsmaßnahmen, die Ausbildung des Gesundheitspersonals und die Beschaffung von Medikamenten unterstützt. Weitere Aktivitäten im Westjordanland beinhalten in Zusammenarbeit mit 2 Zentren in Nablus und Dschenin ein psychosoziales Programm sowie eine Sensibilisierungsaktion gegenüber psychologischen Störungen in den Grundversorgungszentren in den umliegenden Dörfern.



