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Gesundheitliche Lage in Gaza: Ärzte der Welt fordert die Aufhebung der Blockade

Ärzte der Welt ist über die Gewalt schockiert, die den Angriff der Flotte vor der Küste Gazas am 31. Mai kennzeichnete und bedauert den Verlust menschlicher Leben. Dieses Ereignis weist auf die durch die Blockade verursachte kritische Lage hin; eine Blockade, die eineinhalb Millionen Palästinenser in eine seit 3 Jahren andauernde chronische Gesundheits- und Wirtschaftskrise gestürzt hat.» mehr

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti zieht Ärzte der Welt Bilanz

München / Port-au-Prince, 11.01.2010 - In einer in Port-au-Prince einberufenen Pressekonferenz berichteten gestern Vertreter des internationalen Netzwerkes von Ärzte der Welt, unter ihnen der Münchner Kinderarzt und Vorstandsmitglied von Ärzte der Welt Deutschland, Dr. Peter Schwick, über die geleistete Arbeit und stellten sich den Fragen der nationalen und internationalen Presse.» mehr

Darfur: Schwere Gefechte zwingen Ärzte der Welt zur Evakuierung seiner internationalen Mitarbeiter aus dem Kampfgebiet

Aufgrund der erschwerten Sicherheitslage mussten die in der Bergregion im Osten von Jebel Marra eingesetzten internationalen Hilfskräfte von Ärzte der Welt in die nächstgelegene Stadt Nyala evakuiert werden.» mehr

Tuesday, 2008-09-09

Haiti: Ärzte der Welt schickt dringend benötigte Hilfe

Kurz nacheinander haben die Wirbelstürme Gustav und Hanna auf Haiti schwere Schäden angerichtet. Ärzte der Welt hat ihre Aktivitäten im Süden der Insel umgehend neu ausgerichtet und entsendet ein Team zur Verstärkung in den ebenfalls schwer betroffenen Norden.

In den südlichen Regionen Grande Anse und Petit Goave sind die Teams von Ärzte der Welt schon seit drei Tagen in der Gegend um die Städte Jérémie und Grand Goave im Einsatz. Mit Hilfe ambulanter Kliniken versorgen sie die in provisorischen Unterkünften unterbrachten Sturmopfer. Ärzte der Welt verteilt auch kostenfrei Medikamente an die örtlichen Gesundheitsbehörden.

 

Die Teams berichten von riesigen Schäden: Überschwemmungen, ertrunkenes Vieh, zerstörte Anbauflächen. In den am stärksten betroffenen Gebieten sind 70 % aller Plantagen verwüstet und die Verluste an Viehbestand und an Sachgütern sind extrem hoch. Diese Situation erschwert die sozioökonomische Lage der Bevölkerung nur noch mehr. 70 % der Menschen in Haiti leben ohnehin schon unter der Armutsgrenze.
Die Seuchengefahr nimmt ständig zu und der Bevölkerung drohen in den nächsten Tagen zahlreiche Gesundheitsprobleme. In Haiti ist die medizinische Versorgung kostenpflichtig und daher den ärmsten Bevölkerungsschichten nur schwer zugänglich. Eine kostenlose medizinische Grundversorgung ist, zumindest in den nächsten Wochen, unbedingt notwendig.

Gleichzeitig brach ein aus sechs Personen bestehendes Ärzte- und Logistikteam am Samstag, dem 6. September in den Norden Haitis auf. Die Region um die Stadt Pilate wurde von dem unaufhörlichen Regen der letzten Tage und den daraus resultierenden Überschwemmungen, Hochwasser führenden Flüssen, Erdrutschen usw. am stärksten betroffen. Dort wird Ärzte der Welt, soweit dies notwendig ist, ein Programm zur medizinischen Grundversorgung und zur Wiederherstellung des Zugangs zum Trinkwasser initiieren.

Ärzte der Welt ist seit 1994 in Haiti engagiert und führt in Port-au-Prince Programme zur Bekämpfung endemischer Gewalt durch. In den Regionen Grande Anse und Petit Goave bietet Ärzte der Welt schwangeren Frauen sowie Kindern unter fünf Jahren einen kostenfreien Zugang zu medizinischer Grundversorgung.

Pressekontakt:
Damien PERROT
Tel: 089/18.92.39.98
damien.perrotaerztederweltorg

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