Sie befinden sich hier: Infos & Presse / Pressemeldungen

Weltfrauentag: Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt

Der internationale Frauentag der Vereinten Nationen feiert am 08. März 2011 seinen 100. Geburtstag. Im Jahr 1911 erstmals begangen, soll er auf die Rechte der Frau aufmerksam machen. Obwohl in den letzten 100 Jahren viele Erfolge im Bereich der Frauenrechte erzielt wurden und ihre Rechte in diversen internationalen Abkommen verankert sind, werden Frauen und Mädchen in der Realität nach wie vor Opfer von Menschenrechtsverletzungen.» mehr

Weltflüchtlingstag: Zugang zu medizinischer Versorgung - ein Menschenrecht für alle!

Egal ob Menschen legal nach Europa einwandern oder illegal nach Europa fliehen, der Zugang zu medizinischer Versorgung ist eine Menschenrecht und steht jedem in gleichem Maße zu!» mehr

6000 Operationen, 723 behandelte Patienten, 276 Teams, ein Ziel: Kindern ein Lächeln geben

Am 22. November fliegt erneut ein Spezialisten-Team der Aktion Lächeln nach Kambodscha um Kinder mit Missbildungen im Gesichtsbereich kostenfrei zu operieren. Für viele Patienten bedeutet der chirurgische Eingriff die Chance auf ein normales Leben oder gar das pure Überleben. » mehr

Thursday, 2008-07-17

Myanmar: Ärzte der Welt nimmt die Herausforderung des Wiederaufbaus an

„Die Schwerpunkte der Hilfe liegen immer in der Befriedigung der Grundbedürfnisse für die 2,4 Millionen Betroffenen. Außer Trinkwasser, medizinische Versorgung und Decken bleibt ein wichtiges Anliegen die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Es besteht das Risiko, dass sich in drei bis sechs Monaten die Situation dramatisch zuspitzen wird." Myriam Pomarel, medizinische Koordinatorin, nach Ihrer Rückkehr aus Rangun

Zwei Monate nach dem Sturm Nargis, hat der Wiederaufbau begonnen, allerdings ist die Situation der birmanischen Bevölkerung immer noch besorgniserregend. Die mobilen Krankenambulanze von Ärzte der Welt sind im Großraum Rangun und im Irrawaddy-Delta im Einsatz, wo 95% der Dörfer zerstört wurden. Ihr Auftrag: Den Zugang zu medizinischer Grundversorgung und zu sauberem Trinkwasser für die Bevölkerung wieder herzustellen. Ärzte der Welt führt ferner Maßnahmen zur Gesundheitsaufklärung und epidemiologische Untersuchungen durch.

Zwei Nothilfe-Experten von Ärzte der Welt haben die Genehmigung erhalten die Hauptstadt begleitet von Verbindungsbeamten der birmanischen Regierung zu verlassen und sich ins Delta des Irrawaddy zu begeben. Dank intensiver Trainingsmaßnahmen und mit der Unterstützung von entsandten Experten konnten sechs Notfallteams aufgestellt werden. Auch sechs Hebammen wurden durch Ärzte der Welt engagiert und geschult, um eine Geburtsvorsorge für Schwangere bei den Konsultationen der mobilen Krankenstationen zu sichern. Die Teams haben dafür gesorgt, dass etwa 2 000 Konsultationen pro Woche stattfinden. Die Bevölkerung leidet vor allem unter Durchfall, Atemwegs- und Hautinfektionen, Unterernährung und Verletzungen im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm.

Die Häufigkeit von Malaria und Dengue-Fieber haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Um diese Entwicklung entgegen zu treten führt Ärzte der Welt ein Programm zur Gesundheitserziehung durch um die Bevölkerung für die richtige Lagerung von Wasser zu sensibilisieren. Die kommenden Monate werden für die Entwicklung der humanitären Hilfe in Myanmar entscheidend sein. Sie hängt letztlich von den lokalen Kapazitäten, den Boden zu kultivieren, zu säen und zu ernten ab. Ärzte der Welt hat bereits ein Wachstumsmonitoring für Kinder unter 5 Jahren eingeführt und wird seine Maßnahmen in drei Monaten, am Ende des Monsuns, neubewerten.

Seit 1995 ist Ärzte der Welt in Rangun und in der nördlichen Provinz Katchin tätig. Sie führt dort zwei Programme zur Verhütung der Übertragung von HIV/AIDS bei Problemgruppen durch. Trotz aller Schwierigkeiten sorgt das Projektteam dafür, dass antiretrovirale Therapien fortgesetzt werden können.

Die vom Zyklon Nargis betroffenen Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Die Teams von Ärzte der Welt in Myanmar brauchen Ihre Unterstützung. Spenden Sie jetzt.

Ärzte der Welt arbeitet seit dem Jahre 2000 als deutscher Zweig der internationalen humanitären Organisation Médecins du Monde. Unabhängig von ihrer Herkunft behandeln und versorgen wir hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen, wie Krieg und Gewalt, Naturkatastrophen, Krankheit, Armut und Ausgrenzung. Derzeit engagieren wir uns weltweit in 54 Ländern und 90 Gesundheitsprogrammen. Die Schwerpunkte sind Nothilfe, Rehabilitation, Wiederaufbau und Entwicklung.

Pressekontakt:
Damien PERROT
Tel: 089/18.92.39.98
damien.perrotaerztederweltorg

Spenden Sie jetzt