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Cholera in Haiti: Zahl der Erkrankungen nimmt wieder zu

Juni 2011 - Die Cholera-Epidemie, die sich seit Ende letzten Jahres in Haiti ausbreitete, war zu Beginn des Jahres bereits auf dem Rückzug. Jetzt, knapp sieben Monate nach dem Ausbruch der Seuche, beobachtet Ärzte der Welt eine Zunahme der Cholera-Fälle in Haiti. Die einsetzende Regenzeit wird das Wiederaufflammen der Epidemie wohl noch verstärken. » mehr

München hilft Haiti

Die Spende der Stadt München über 100 000 Euro zusammen mit dem Spendenaufruf von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude wird vielen Haitianer helfen, die momentan von Ärzte der Welt und Handicap International vor Ort versorgt werden. » mehr

Schweigen auferlegt: Griechische Behörde stoppt Journalist von Ärzte der Welt

München - Athen, 23. September 2008 - Der Fotograf Olivier Jobard im Einsatz für Ärzte der Welt in Griechenland, wurde von Mitarbeitern der Hafenbehörde in Patras überwältigt, zusammen geschlagen und anschließend festgenommen.» mehr

Tuesday, 2010-04-27

open.med München: Patientin aus Äthiopien kann wieder hören

Trotz einer Schwerhörigkeit und starker Schmerzen hatte eine 57 Jahre alte Patientin aus Äthiopien keinen Anspruch auf medizinische Versorgung. Für Menschen wie sie, die in Deutschland ohne Krankenversicherung leben müssen, bietet das Projekt von Ärzte der Welt in München-Schwabing medizinische Hilfe und soziale Beratung – auf anonymer und kostenfreier Basis. Dank der Unterstützung des auric Hörcenters Dachau kann die Patientin wieder gut hören.

Als Frau Bekele, die medizinische Anlaufstelle open.med betritt, leidet sie an starken Ohrenschmerzen. Die Ärzte von open.med verweisen Frau Bekele an einen befreundeten HNO-Spezialisten, der u.a. eine starke Schwerhörigkeit diagnostiziert. Trotz ihrer gesundheitlichen Probleme hat Frau Bekele in Deutschland keinen Anspruch auf ärztliche Versorgung und ist auf die Hilfe von open.med angewiesen. In ihrer Heimat Äthiopien herrschen seit Jahren kriegsähnliche Zustände. Aufgrund des akuten Mangels an medizinischen Fachkräften hat ein Großteil der Äthiopier keinen Zugang zur medizinischen Versorgung.

Das Hörakustikfachgeschäft mit Sitz in München-Dachau erklärte sich bereit, ein Hörgerät für Frau Bekele kostenfrei anzupassen und konnte die Firma Siemens dafür gewinnen, das Gerät zu spenden. Zur feierlichen Übergabe am 23. April in der open.med-Anlaufstelle in der Görrestraße traf sich Frau Bekele mit Claudia Kurtz, die im auric Hörcenter das Gerät für sie anpasste. Zum open.med-Arzt Dr. Grumbach erklärte Frau Kurtz: „Die Einstellungen des Hörgeräts werden fest programmiert, sodass Frau Bekele nach einer intensiven Einweisung nur die Batterien zu wechseln braucht. Das kann sie auch in Äthiopien. Im Schnitt hält so ein Gerät zwischen 6-10 Jahren“.

Frau Bekele freute sich sichtlich: "Ich habe nicht nur ein Gerät bekommen, sondern neue Ohren!". Für sie stellt das Hörgerät neue Perspektive dar: "Ich war früher Lehrerin, und viele Jahre konnte ich meinen Beruf nicht ausüben. Jetzt, dank des Hörgeräts, hoffe ich wieder arbeiten zu können."

Auch hier zulande gibt es Tausende von Menschen, die nicht zum Arzt gehen können. Entweder, weil sie sich die Krankenversicherung nicht leisten können oder weil sie Angst vor einer Abschiebung haben. Bei open.med bekommen sie basismedizinische Versorgung. Eine große Mehrheit unserer Patienten sind Patientinnen. Insbesondere Schwangere werden bei uns gynäkologisch betreut. Und unsere Kinderärzte sorgen dafür, dass auch Kinder nicht unversorgt bleiben.

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