Am 8. März stehen Frauen für einen Tag im Zentrum des Interesses
An 365 Tagen im Jahr hilft Ärzte der Welt Frauen in Krisensituationen» mehr
Ein Jahr nach dem Erdbeben in Haiti zieht Ärzte der Welt Bilanz
München / Port-au-Prince, 11.01.2010 - In einer in Port-au-Prince einberufenen Pressekonferenz berichteten gestern Vertreter des internationalen Netzwerkes von Ärzte der Welt, unter ihnen der Münchner Kinderarzt und Vorstandsmitglied von Ärzte der Welt Deutschland, Dr. Peter Schwick, über die geleistete Arbeit und stellten sich den Fragen der nationalen und internationalen Presse.» mehr
Wiederausbruch des Konflikts in Jemen
August 2009. Seit August 2009 wurden nach einer Offensive der jemenitischen Zentralregierung gegen die Al-Houthi-Rebellen im Regierungsbezirk Saada 35 000 Menschen zu Flüchtlingen. Ärzte der Welt hilft.» mehr
Schweigen auferlegt: Griechische Behörde stoppt Journalist von Ärzte der Welt
München - Athen, 23. September 2008 - Der Fotograf Olivier Jobard im Einsatz für Ärzte der Welt in Griechenland, wurde von Mitarbeitern der Hafenbehörde in Patras überwältigt, zusammen geschlagen und anschließend festgenommen.
Der Vorfall ereignete sich, während sich Olivier Jobard einer Gruppe von afghanischen Flüchtlingen anschloss, um deren Bemühungen das Land in der Nähe von Bari, Italien zu verlassen, fotographisch zu begleiten. Nach Auskunft des Fotografen kam ein Mitglied der Hafenbehörde auf ihn zu. Ohne vorab nach Ausweispapieren zu fragen, riss er die Kamera an sich und zerschlug diese. Im Anschluss wurde Herr Jobard gewaltsam zu den Toiletten der Hafenbehörde geschleppt, zusammen geschlagen und festgenommen.
Herr Jobard wurde des Widerstands gegen öffentliche Behörden und der Sachbeschädigung beschuldigt. Die griechische Regierung verweigerte dem Fotografen von Ärzte der Welt die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit, obwohl er sich vorab eine Erlaubnis zum Fotografieren eingeholt hatte.
Diese Entscheidung stellt ein unvergleichbares Hindernis für die unabhängige humanitäre Arbeit unserer Organisation gegenüber Not leidenden Bevölkerungsgruppen dar. Herr Jobard wurde von Ärzte der Welt damit beauftragt, die schwierigen Lebensbedingungen von Immigranten in Patras und auf den Ägäischen Inseln – in Nähe der türkischen Grenze – zu porträtieren.
„Die Immigranten, mit denen ich sprach, erzählten mir von den brutalen Bedingungen ihrer Internierung und der Gewalt, die ihnen widerfuhr. Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, ihnen Glauben zu schenken. Aber nachdem, was mir widerfahren ist, sind meine Zweifel ausgeräumt…“, so Herr Jobard.
Ärzte der Welt betont ausdrücklich, dass ein Verbot von Fotodokumententationen durch die griechischen Behörden als Behinderung ihrer humanitären Arbeit betrachtet wird. Zugleich ist Ärzte der Welt über die Konsequenzen der verschärften Einwanderungspolitik in den einzelnen EU-Ländern sehr besorgt.
Der Hauptbestandteil unserer Arbeit ist, die schweren Lebensbedingungen von vielen Migranten in Europa zu dokumentieren. Dafür hat Ärzte der Welt die erste europaweite Untersuchung zum Thema medizinische Versorgung von Migranten in Europa veröffentlicht. Diesen Menschen mit Beratung und medizinischer Versorgung zur Seite zu stehen, ist auch die Aufgabe des Münchner Projektes open.med von Ärzte der Welt. Seit September 2006 versorgt die medizinische Anlaufstelle am Sendlinger Tor hilfsbedürftige Menschen in Krisensituationen - unabhängig von ihrer Herkunft. Medizinische Leistungen, für die sonst Krankenversicherungen aufkommen, sind ihnen nicht zugänglich. Selbst Menschen mit Ausweispapieren ist des öfteren ein Zugang zu basismedizinischer Versorgung verwehrt.
Pressekontakt:
Damien PERROT
Tel: 089/18.92.39.98
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