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Darfur, Sudan: Meningitis auf dem Vormarsch. Ärzte der Welt führt seit dem 25. April eine Impfkampagne durch

München/Paris, 5. Mai 2009: Seit Anfang April häufen sich die Fälle von Meningitis Typ A im Osten von Jebel Marra in Süddarfur. Geschätzte 65 000 Menschen sind von einem Ausbruch der Krankheit bedroht. Ärzte der Welt reagierte sofort und führt eine breit angelegte Impfkampagne durch. » mehr

Ärzte der Welt in Somalia

Eröffnung einer medizinischen Anlaufstelle für Vertriebene und Frauen in der Stadt Merka» mehr

Ärzte der Welt kehrt nach Darfur zurück

Wiederherstellung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für die ländliche Bevölkerung in der Region um Deribat» mehr

Friday, 2011-07-15

Somalia: Ärzte der Welt leistet basismedizinische Versorgung

Juli 2011 - Zehn Millionen Menschen am Horn von Afrika sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Großteil von ihnen in den Ländern Kenia, Äthiopien und Somalia. Ärzte der Welt setzt sich dafür ein, dass die Menschen in Boosaaso (Puntland, autonomes Gebiet in Somalia) Zugang zu medizinischer Basisversorgung haben.

Mutter-Kind-Projekt vom Kooperationspartner ISDP in Tuur Jalle, Bossaso

Flüchtlingslager im Osten der Stadt Bossaso

Hunderttausende befinden sich auf der Flucht, Millionen Menschen haben nichts zu essen und leiden an Mangelernährung; die derzeitige Dürre in Ostafrika ist die schlimmste seit 60 Jahren. Der geringe Niederschlag der letzten zwei Regenzeiten hat dramatische Auswirkungen für die Menschen in den betroffenen Ländern: Durch die Trockenheit herrscht Wassermangel, Viehherden können nicht mehr ausreichend versorgt werden und Missernten ließen die lokalen Getreidepreise explodieren. Steigende Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt, Konflikte und Armut sind andere Ursachen, die die Situation vor Ort verschlimmerten.

Besonders betroffen ist das bürgerkriegsgeplagte Somalia: Nahezu ein Drittel der Bevölkerung Somalias, ca. 2.5 Millionen Menschen, sind nach Angaben der Vereinten Nationen extrem unterernährt.

Ärzte der Welt in Boosaaso im Einsatz
Die Dürre lässt viele Menschen aus Somalia in die angrenzenden Länder fliehen. Doch auch innerhalb des Landes fliehen die Menschen in Regionen, in denen die Auswirkungen der Trockenheit weniger ausgeprägt sind.
Zum Beispiel nach Boosaaso, einer Großstadt im autonomen Puntland. Viele hoffen von dort in den Jemen oder die Golfstaaten flüchten zu können oder sie bleiben, um vom wirtschaftlichen Aufschwung der Hafenstadt zu profitieren und ihr Überleben zu sichern.

Zusammen mit der Organisation IDSP („Integrated Services for the displaced populations“) sorgt Ärzte der Welt in Boosaaso für die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge. Insgesamt betreiben beide Organisationen vier Basisgesundheitszentren, die sich alle in Flüchtlingscamps befinden.

Ärzte der Welt stellt benötigte Medikamente und Impfungen bereit, stattet die Gesundheitseinrichtungen mit medizinischen Geräten aus und hilft der lokalen Organisation IDSP mit Personal sowie beim Kapazitätsaufbau. Im Mittelpunkt des Projektes stehen Frauen und Kinder, denn ihre Gesundheit ist besonders gefährdet.

Auswirkungen werden anhalten
Die Dürre wird nach Expertenmeinungen noch bis Anfang nächsten Jahres schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Man schätzt, dass die Anzahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind bis Ende des Jahres noch stark ansteigen wird.

Der Projekteinsatzort Boosaaso liegt an drei wichtigen Migrationsrouten, daher stellt sich Ärzte der Welt auf die Ankunft neuer Flüchtlinge ein.

Ärzte der Welt in Ostafrika
2007 startete Ärzte der Welt in der somalischen Region Äthiopiens Ogaden (Kebri Dehar) ein Projekt. Ziel war es, die Kapazitäten der bestehenden Gesundheitsstrukturen zu stärken und Mangelernährung vorzubeugen.  Nachdem die Cholera in Kebri Dehar ausbrach, erweiterte Ärzte der Welt seine Aktivitäten und startete einen Soforthilfeeinsatz. Anfang 2011 wurde das Projekt übergeben.

In Somalia arbeitete Ärzte der Welt bis März 2011 in Marka, das im Süden des Landes liegt. Hier setzte Ärzte der Welt zwei Basisgesundheitszentren wieder instand und unterstützte das lokale Personal bei der ambulanten Versorgung von PatientInnen. Im Mittelpunkt des Projektes standen Schwangere und Kinder. Seit Beginn des Projektes 2008 erhielten dort 85.000 Menschen eine medizinische Versorgung.

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