Ultraschall-Spendenaktion: Medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung in Griechenland
Oktober 2011. Griechenland ist für viele MigrantInnen und Flüchtlinge das Tor zu Europa. Verstärkte Grenzkontrollen im Mittelmeerraum haben in den vergangenen Jahren zu einer Verlagerung der Flüchtlingsströme weg von den Mittelmeerinseln und hin zu Griechenland geführt: 90 % der irregulären Einwanderer nach Europa, deren Grenzübertritt bemerkt wird, betreten hier erstmals europäischen Boden.
Die Flüchtlinge, die es nach Griechenland schaffen, erwarten oftmals überfüllte Auffanglager, Wohnungslosigkeit und Diskriminierungen. Ihnen fehlt insbesondere eine ärztliche und psychologische Betreuung. Neben Flüchtlingen aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran kommen zahlreiche Menschen aus Afrika über das Transitland Türkei oder den Seeweg nach Griechenland.
Seit 1997 betreibt Ärzte der Welt insgesamt vier Anlaufstellen (Im Zentrum Athens, in Premara, in Thessalonica und Chania), in denen irregulären Flüchtlinge, aber auch andere vulnerable Bevölkerungsgruppen wie etwa MigrantInnen, Roma oder Wohnungslose, Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten. Seit Beginn erhielten dort 140.000 PatientInnen Hilfe.
In den vier Anlaufstellen bietet Ärzte der Welt Menschen ohne Versicherungsschutz vor Ort ambulant eine kostenlose medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung. Unsere ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen bieten hilfsbedürftigen Menschen Unterstützung in zahlreichen medizinischen Feldern, wie etwa in den Bereichen Gynäkologie, Pädiatrie, Kardiologie, Dermatologie, Augenheilkunde und Orthopädie. Ärzte der Welt versorgt bedürftige PatientInnen darüber hinaus mit Medikamenten.
Seit dem Start des Programms konnten die ehrenamtlichen Ärzte, Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Psychologen mehreren tausend PatientInnen helfen. Allein die Anlaufstellen in Athen helfen jährlich circa 16.000 Menschen Zugang zu medizinischer und psychosozialer Unterstützung zu erhalten.
Möglicher Einsatz eines gespendeten Ultraschallgeräts
Das bisherige Ultraschallgerät, das beide Anlaufstellen in Athen und in Premara nutzen ist veraltet und reichte für die Vielzahl der PatientInnen und Bedürfnisse nicht aus.
Ursprünglich wollte das griechische Gesundheitsministerium ein Ultraschallgerät für die Anlaufstelle in Premara finanzieren. Durch Einsparungen im Zuge der Finanzkrise wird das Vorhaben aber nicht realisiert werden. Ein Ultraschallgerät für die Anlaufstelle im Großraum Athen (Premara) wär daher überaus hilfreich um die Arbeit der Anlaufstelle weiterhin erfolgreich fortzuführen.







