Ultraschall-Spendenaktion: Unser Projekt „open.med“ in München

- Foto: M-P Buttigieg
Oktober 2011. Das Projekt „open.med“ bietet in Zusammenarbeit mit dem „Café 104“ seit 2006 Menschen ohne Krankenversicherung eine Anlaufstelle. Denn auch in München gibt es Menschen, die keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Eine öffentliche Sprechstunde findet zweimal wöchentlich für drei Stunden in einer Ambulanz im Zentrum von München statt.
In unserer Anlaufstelle „open.med“ steht jeweils ein Arzt/eine Ärztin für die medizinische Betreuung der PatientInnen zur Verfügung. Darüber hinaus kooperieren wir mit über 70 Fachärzten in und um München, die eine fachgerechte Weiterbehandlung der PatientInnen bei komplexeren medizinischen Fragestellungen ermöglichen.
Seit der Gründung verzeichnet unsere Anlaufstelle steigende Patientenzahlen. Die Gesamtzahl der Konsultationen von „open.med“ belief sich 2010 auf 1 316 – darunter waren 925 Arztkontakte in der Anlaufstelle, 90 soziale bzw. rechtliche Beratungen und 301 Konsultationen bei niedergelassenen Fachärzten.
PatientInnen aus 67 Ländern
18,9 % unserer Patienten 2010 waren minderjährig. Um die Versorgung dieser jungen PatientInnen zu verbessern, bieten wir seit Mai 2008 speziell eine kinderärztliche Sprechstunde an. Derzeit findet sie jeweils zwei Mal monatlich statt. In dieser Zeit steht ein Kinderarzt in der Anlaufstelle bereit, um akute und chronische Krankheitsbilder der Kinderheilkunde zu diagnostizieren und zu therapieren.
Unter den PatientInnen 2010 waren 67 verschiedene Nationalitäten vertreten, wobei die meisten PatientInnen (54,2 Prozent) aus EU-Ländern, insbesondere Bulgarien, Rumänien und Polen kamen. Andere Herkunftsländer waren Äthiopien, Nigeria und Serbien. Weiterhin waren knapp 13,2 Prozent unserer PatientInnen Deutsche ohne Krankenversicherung und circa 15 Prozent der PatientInnen hatten zur Zeit ihres ersten Besuchs bei „open.med“ keinen Aufenthaltsstatus in Deutschland.
Kostenfrei und anonym
Die Beratungen und Behandlungen sind sowohl in der Anlaufstelle als auch in den Facharztpraxen kostenfrei und anonym. Eine Voranmeldung der Patienten ist nicht erforderlich. Durch dieses offene und niedrigschwellige Angebot können Menschen erreicht werden, die aus Angst oder Isolierung andere Hilfsangebote nicht oder zu spät in Anspruch nehmen.
„open.med“ versteht sich als Zwischenlösung: Ziel ist immer eine (Wieder-)Eingliederung der Betroffenen in das reguläre Gesundheitssystem zu ermöglichen.
Möglicher Einsatz eines gespendeten Ultraschallgeräts
Ein Ultraschallgerät würde im Rahmen des Projekts in München in Betrieb genommen werden. Das Gerät wäre überaus hilfreich für unsere Anlaufstelle und würde daher in allen Sprechstunden (allgemein-medizinische Sprechstunde, Kindersprechstunde, Schwangerschaftssprechstunde) zum Einsatz kommen.
Das Projekt wird von Sternstunden e.V. und der Landeshauptstadt München unterstützt.






