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Ultraschall-Spendenaktion: Das „Project: London“ in Großbritannien

Oktober 2011. Das „Project London“ bietet Menschen ohne Krankenversicherung in Großbritannien Zugang zur Gesundheitsversorgung. Insbesondere Sexarbeiterinnen, wohnungslose Menschen und Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus gehören zur Zielgruppe.

Eine öffentliche Sprechstunde findet dreimal wöchentlich für vier Stunden in einer Anlaufstelle im Osten von London statt. Es steht jeweils ein Arzt/eine Ärztin für die medizinische Betreuung der PatientInnen zur Verfügung sowie eine Beraterin, die psychosoziale und sozialrechtliche Hilfestellungen anbietet.

Die Beratungen und Behandlungen in der Anlaufstelle sind kostenfrei und anonym. Eine Voranmeldung der Patienten ist nicht erforderlich. Durch dieses offene und niedrigschwellige Angebot können Menschen erreicht werden, die aus Angst oder Isolierung andere Hilfsangebote nicht oder zu spät in Anspruch nehmen.

Reintegration in das reguläre Gesundheitssystem
Ziel der Arbeit ist vor allem die (Re-)Integration der Betroffenen in das reguläre Gesundheitssystem, damit sie eine neue, gesündere Lebensperspektive entwickeln können. Auch Prävention und gesundheitliche Aufklärung wird während der Sprechstunde angeboten.

Seit der Gründung verzeichnet „Project:London“ steigende Patientenzahlen. Die Gesamtzahl der Konsultationen des Projekts belief sich 2009 auf 2256  – darunter waren 887 Arztkontakte in der Anlaufstelle und 1369 soziale bzw. rechtliche Beratungen.

Unter den PatientInnen waren circa 60 verschiedene Nationalitäten vertreten, wobei die meisten PatientInnen aus Indien, China und den Philippinen kamen. Andere Herkunftsländer waren Eritrea, Bangladesch und Uganda.
Die Krankheitsbilder der Patienten ähneln denen der englischen Durchschnittsbevölkerung. Viele Patienten leiden unter kardivaskulären Krankheiten und Problemen des Bewegungsapparates. Eine große Anzahl der weiblichen Patientinnen waren schwanger als sie die Sprechstunde des Project Londons aufsuchten.

Möglicher Einsatz eines gespendeten Ultraschallgeräts
Um eine verbesserte Diagnostik dieser Krankheiten sicherzustellen und weiterhin Menschen ohne Zugang zu Gesundheitsversorgung zu behandeln ist der Einsatz eines gut ausgestatteten Ultraschallgerätes wichtig. Ein Ultraschallgerät würde dementsprechend in allen drei Sprechstunden Anwendungen finden und insbesondere bei der Betreuung von Schwangerschaften nützlich sein.