Ein Lachen für die Kinder von Kambodscha


So gern' würd ich sie lachen seh'n,
wenn sie bei ihren neuen Freunden steh'n.
Sie wären niemals mehr allein,
wie glücklich würd' ihr Augenleuchten sein?
Jetzt sitzen sie in dunklen Zimmern,
die Seele hört nicht auf zu wimmern,
ihr Leben ist fast tot und leer,
sie haben keine Freunde mehr.

Sind weggesperrt aus dieser Welt,
ihr Urteil wurde schon gefällt.
Seit ihrem ersten Erdentag,
da leben sie in dem Verschlag.
Kommt, lasst sie wieder in das Licht,
damit nicht ihre Seele bricht.
Und holt sie endlich wieder her,
die Kinder freuten sich so sehr!

Mit ein paar Schnitten in die Haut
hätt' man die Brücke schnell gebaut,
zurück ins schöne Leben,
die Eltern stünden froh daneben.
Sie dürften wieder in die Welt
und wären nicht mehr so entstellt.
Sie würden lachen, toben, schrei'n,
und dürften endlich Kinder sein.

14.10.2007
© Wolfgang Hofer, anlässlich der Benefizlesung am 9.11.2007

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