Angekarrt in Mief und Dreck,
wochenlang nur im Versteck,
das sie oft nicht mal erreichen,
dieser harten Welt entweichen.
Über Wasser, Berg und Tal
sich Mancher schon von dannen stahl.
In seiner Heimat toben Kriege,
doch der Tod vertreibt die Siege.
Wollen hier von vorn anfangen,
haben Lebensdurst, Verlangen
nach Frieden, Liebe, Glück und Halt,
flieh'n vor Kummer und Gewalt.
Die es schaffen abzuhauen,
zu verlassen dieses Grauen,
will man, wo die Gelder liegen
schleunigst aus den Landen fliegen.
Doch sie wollen nur den Schutz,
etwas Brot, weniger Schmutz.
Medizin und etwas Zeit,
zu vergessen alles Leid.
Doch egal was sie geloben,
werden sie schnell abgeschoben.
Ich denk' heut: “Was wär mit mir,
wär ich heut als Fremder hier?“
16.10.2007
© Wolfgang Hofer