Aktion Lächeln – Operation Sourire Jubiläum
Auf der 15. Reise nach Kambodscha findet die 5.000 Operation statt. Erneut reist vom 07.10.2006 – 21.10.2006 ein siebenköpfiges deutsch-französisches Team nach Kambodscha. In Kampong Cham und in R Oreang Ov operiert das Team Kinder und Erwachsene, die unter Entstellungen und gefährlichen Krankheiten leiden. Das bewährte Team, welches dort immer gerne in Empfang genommen wird, führt im Rahmen dieser Reise die 5.000 Operation insgesamt durch.
Mittlerweile findet die Aktion Lächeln – Operation Sourire in 12 Ländern statt. Dazu gehören vor allem Länder aus Asien wie Pakistan, Laos, die Mongolei und Kambodscha und aus Afrika, wie Niger, Benin, Tschad, Ruanda, Äthiopien, Eritrea und Madagaskar. Angefangen hat alles vor 16 Jahren in Kambodscha.
Im Durchschnitt operiert das 6 – 7 köpfige Team 50- 60 PatientInnen bei einem Aufenthalt. Die Kosten dafür liegen bei ca. 300€ pro PatientIn. Dies ist nur ein Zehntel dessen, was eine Operation im Ausland kosten würde. Da es in Kambodscha noch immer zu wenig Ärzte gibt, ist die Aktion Lächeln – Operation Sourire für viele die einzige Möglichkeit auf ein würdiges Leben und auf eine hoffnungsvolle Zukunft.
Eine Mutter berichtet: „Nach der Geburt hat man mir einzureden versucht, mein Kind wegen dieser Missbildung unauffällig gegen ein anderes Baby im Krankenhaus auszutauschen. Sie sagten, dass mein eigenes Kind ohnehin nicht länger als eine Woche leben würde. Ich habe es aber nicht geglaubt und habe mein Kind behalten. Es war mein Baby, ich hatte mir vorgenommen, bis zum Ende auf es aufzupassen,“ versichert ihre Mutter. Sie erzählt dann von den Schwierigkeiten, ihr Kind zu füttern, denn die Nahrung trat aus die Nase wieder aus.
Anschließend war die junge Mutter im gesamten Land unterwegs und suchte nach Ärzten, die ihr helfen konnten, aber alle Mühe war vergeblich.
„Eines Tages, 1998, habe ich beim Blättern in einer Lokalzeitung eine Annonce gesehen. Hier war zu lesen, dass ein Ärzteteam von „Aktion Lächeln“ kostenlos Operationen bei alle Arten von Missbildungen durchführen wollte. Mein Herz ist fast stehen geblieben. Ohne zu zögern, ging ich mit meiner Tochter, die damals zwei Jahre alt war, in das Krankenhaus. In diesem Jahr ist sie zum ersten Mal operiert worden und dann noch einmal im Jahr darauf im selben Krankenhaus.
Bei dieser Reise werden auch wieder Fachkräfte in Kambodscha fortgebildet. Es wird auch getestet, in wie weit funktionelle und kieferorthopädische Therapien in Kambodscha integrierbar sind.
Für das nächste Jahr sind die nächsten zwei Aufenthalte im Januar und Februar geplant, weitere werden folgen. Damit wird eine Kontinuität gewährleistet-. „Es ist einfach ein schönes Gefühl zu sehen, dass es den Kindern, die man letztes Jahr operiert hat, gut geht und sie wieder lächeln. Das ist der schönste Lohn, den ich mir für meine Arbeit vorstellen kann“, beschreibt Dr. Katja Schwenzer-Zimmerer ihre Motivation, an dem Projekt teilzunehmen.
Ein Traum der AktivistInnen der Operation Sourire ist es, gemeinsam mit den kambodschanischen KollegInnen ein Zentrum für die plastische- rekonstruktive Chirurgie aufzubauen. Diese Reise ist ein erster Schritt in diese Richtung.

