Patenschaften für ein Lächeln
Ein Lächeln als Dank, als Ausdruck der Freude und des Wohlbefindens - ein Lächeln gilt als positives Kommunikationsmittel. Vielen Kindern und Erwachsenen in Kambodscha ist diese simple Art, sich auszudrücken durch eine Entstellung im Gesichtsbereich versagt. Die Menschen mit Kiefer-Lippen-Gaumenspalte oder anderen Missbildungen verstecken sich lieber, als sich mit einem strahlenden Lächeln zu zeigen.
Kiefer-Lippen-Gaumenspalten sind ein häufig auftretendes und bleibendes Problem in Entwicklungsländern: die betroffenen Kinder können nicht richtig essen und sprechen und werden zumeist nicht zur Schule geschickt. Ein gesellschaftlicher Ausschluss ist vorprogrammiert. In Kambodscha ist die Situation besonders verzweifelt, da das Pol Pot Regime in den 70er Jahren nahezu alle Ärzte umgebracht hat und es dort auch heute noch immer zu wenig medizinisches Personal gibt.Doch den Menschen in diesem von Krisen gebeutelten Land kann geholfen werden, das zeigt die Aktion Lächeln immer wieder. Viermal pro Jahr reist ein Team von Ärzte der Welt nach Kambodscha.
Erst Mitte Januar kehrten Prof. Dr. Dr. Lauer und Dr. Pinzer von ihrem Einsatz für die Aktion Lächeln aus Kambodscha zurück. In 10 Tagen hatten Sie 19 höchst komplizierte Operationen durchgeführt. Sie operierten nicht nur Kiefer-Lippen-Gaumenspalten, sondern wagten sich auch an die Behandlung von Meningoencephalozelen. Dabei wächst das Gehirn in Form einer Ausstülpung in den Gesichtsbereich. Leichte Verletzungen können so schnell zu tödlichen Krankheiten führen. Um diese Eingriffe unter den einfachen Bedingungen in Kambodscha durchführen zu können, brauchen die behandelnden Ärzte viel Erfahrung und Geduld.
Gleich nach ihrer Rückkehr begannen die Vorbereitungen für den nächsten Einsatz. Dieser soll in den ländlichen Regionen von Kampong Cham und O Reang Ov durchgeführt werden. Und wieder soll Kindern mit Kiefer-Lippen-Gaumenspalten geholfen werden.
Da die Ausstattung vor Ort sehr defizitär ist, müssen alle Materialien selbst besorgt werden. Mit der Unterstützung des Ärzte der Welt Büros sammelt das Team zu diesem Zweck Nahtmaterial, Absaugschläuche und Medikamente. Die meisten chirurgischen Instrumente bringt das Team aus Deutschland mit, ein paar Instrumente wurden jedoch beim letzten Mal in O Reang Ov deponiert und stehen dort weiter zur Verfügung.
Das Radio muss rechtzeitig kontaktiert werden, um die PatientInnen zu informieren, denn einige benötigen für die Anreise per Bus oder zu Fuß mehrere Tage.
Eine von ihnen wird die kleine Tha De sein, die beim letzten Mal mit ihren 4 Monaten zu klein und zu dünn für eine Operation war. Nun ist das Baby hoffentlich kräftiger und kann unter Narkose behandelt werden.
Genauso geht es The Mong und Mas Kam. Beide Kleinkinder benötigen dringend eine Operation, welche aber wegen Unterernährung bislang nicht möglich war. Hier kommen die Probleme der Kiefer-Lippen-Gaumenspalten mit der Armut des Landes zusammen. Und dennoch hoffen wir, gerade diesen Kindern schon in jungen Jahren helfen zu können, damit sie keine Hänseleien und Ausgrenzungen mehr erfahren müssen.
Am 9. März werden Prof. Dr. Dr. Schwenzer, Prof. Dr. Barabas, Dr. Dr. Gosau, Dr. Hilke Schneider, Dr. Jean Rapidel, Frau Sandorfi und Herr Dekoleadenu nach Kambodscha reisen und in 10 Tagen ca. 70 PatientInnen operieren.
All der Einsatz und die Mühen lohnen sich, wenn Kinder wie Tha De, The Mong oder Mas Kam mit einem Lächeln bei der Nachsorge erscheinen und erzählen, dass sie nun sich nicht mehr verstecken müssen.
Sie können mithelfen, Kindern das Lachen zurück zu geben und ihnen ein sorgloseres Leben zu ermöglichen, denn das Projekt ist auf Spenden angewiesen. Im letzten Jahr wurden pro Operation im Durchschnitt 250 Euro aufgewandt.
Übernehmen Sie die Patenschaft für ein Lächeln!


