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Immer mehr Menschen finden den Weg zu open.med

Januar 2012. Das ‚Ärzte der Welt‘-Projekt open.med bietet seit 2006 in München basismedizinische und fachärztliche Versorgung für Menschen ohne Zugang zum Gesundheitssystem an. 2011 konnte open.med 81» mehr

Spendenaktion mit Siemens erfolgreich beendet: Acht Ultraschallgeräte gingen an Projekte von ‚Ärzte der Welt‘

Januar 2012. Einen erfolgreichen Abschluss fand die Siemens-Spenden-Aktion: Insgesamt acht Ultraschallgeräte konnten bis Anfang 2012 an ‚Ärzte der Welt‘ für ausgewählte Hilfsprojekte übergeben werden.» mehr

Musizieren für den guten Zweck

Nun schon zum vierten Mal spielte das „Medizinerorchester & Chor München“ ein Benefizkonzert für „Ärzte der Welt“. Vor insgesamt ca. 900 begeisterten Besuchern und Besucherinnen spielten die jungen Me» mehr

Aktion auf europäischer Ebene

Europaweit setzt sich open.med in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk von Médecins du Monde für den Zugang zur medizinischen Versorgung als Menschenrecht ein.

Das internationale Netzwerk von Médecins du Monde hat 11 Vereine in Europa. Dazu gehören neben Frankreich und Deutschland auch Belgien, Griechenland, Großbritannien, Spanien, Italien, Schweden, Portugal, die Niederlande und die Schweiz. Diese Vereine betreuen – ähnlich wie Deutschland – neben internationalen  auch Gesundheitsprojekte im eigenen Land. Ziel ist es, all denjenigen Kranken und Bedürftigen eine Stütze zu sein, die ansonsten von medizinischer Hilfe abgeschnitten sind.

Aufgabe und Ziel von den Projekten von Ärzte der Welt in Europa ist es, als effektive und verlässliche Stütze für die von uns betreuten Zielgruppen zu fungieren und darüber hinaus unsere Gesellschaft und die politisch Verantwortlichen für den Bedarf unserer Patienten zu sensibilisieren. Vor diesem Hintergrund wurde die 2. Untersuchung der European Observatory on Access to Health Care des europäischen Netzwerks von Médecins du Monde im September 2009 veröffentlicht. Das europäische Netzwerk von Médecins du Monde – Ärzte der Welt hat mit dieser so wie bereits mit der vorhergehenden Untersuchung aus dem Jahr 2006 sein Augenmerk auf eine besonders hilfsbedürftigste Gruppe von Menschen gerichtet: Menschen ohne gültigen Aufenthaltstatus in der EU.

Ziel der Untersuchung ist, ihre Lebensbedingungen in Europa unter besonderer Berücksichtigung sozialmedizinischer Fragestellungen zu evaluieren sowie die daraus abzuleitenden Forderungen an die Politik und die Versorgungssysteme zu formulieren. Im Zentrum der Analysen standen folgende Fragestellungen: Wie gut ist der Informationsstand der Menschen über bestehende Hilfsangebote? Welchen Anspruch auf medizinische Versorgung haben sie tatsächlich? Welche bürokratischen Hürden erwarten sie? Die Ergebnisse der Untersuchung basieren auf den Erfahrungsberichten von 1220 Menschen aus elf europäischen Ländern, die keine offizielle Aufenthaltserlaubnis besitzen.

Generell lässt sich sagen, dass eine restriktive Gesetzgebung, Informationsmangel und bürokratische Hindernisse zu Versorgungsmängeln führen. Außerdem reisen die Betroffenen – entgegen laut gewordener Vorurteile – nicht nach Europa, um hier von den Vorteilen einer hoch technologisierten, medizinischen Therapie zu profitieren. Vielmehr zeigt sich: Die Lebensumstände der befragten Personen sind generell schwierig – sowohl im Hinblick auf ihre prekäre Wohnsituation als auch auf ihr oftmals geringes Einkommen – und beinträchtigen ihren Gesundheitszustand erheblich. Durch die restriktiven Gesetze in vielen Mitgliedstaaten werden gesundheitliche Probleme der Betroffenen entweder gar nicht oder nur unzureichend behandelt.

In Anlehnung an der Veröffentlichung der Untersuchung der European Observatory und um auf ihre Ergebnisse einzugehen wurde das HUMA-Netzwerk (Health for Undocumented Migrants and Asylum seekers - www.huma-network.org) gegründet. Das Ziel des HUMA-Netzwerks besteht darin, einen gleichen ungehinderten Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung aller in der EU lebenden Menschen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, voranzutreiben. Das HUMA-Netzwerk ist ein Bündnis von Organisationen aus 11 europäischen Ländern, darunter Ärzte der Welt.

2009 veröffentlichte das HUMA-Netzwerk einen Vergleich der gesetzlichen Lagen in zehn europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Malta, Holland, Portugal, Spanien, Schweden und England). Dieser Bericht bietet einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Systeme, die den Zugang zu medizinischer Versorgung von Menschen ohne Aufenthaltstitel und Asylbewerber regeln.

Die Ergebnisse der Untersuchungen der European Observatory on Access to Health Care und den Huma-Bericht können Sie hier als PDF herunterladen.