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Aktuelles

Syrien - ‚Ärzte der Welt‘ fordert ein Ende der Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt seine Hilfsaktionen in den Nachbarländern

Mai 2012: Die Gewalt gegen Zivilisten in Syrien nimmt kein Ende. Große Hoffnungen werden weiterhin in den Friedensplan gesetzt, den der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan vorgelegt hatte. ‚Ärzte der Welt‘ verurteilt die Gewalt gegen Zivilisten und verstärkt zunächst seine Hilfsmaßnahmen in den Nachbarländern, in denen syrische Flüchtlinge Schutz suchen.» mehr

Friday, 2010-04-09

Ärzte der Welt in Äthiopien

April 2010 - Ärzte der Welt engagiert sich seit 14 Jahren in Äthiopien. Neben einem Programm, das auf die Verbesserung des Zugangs der Bevölkerung zur medizinischen Grundversorgung abzielt (Aufbau von acht Krankenstationen), unterstützte Ärzte der Welt auch Flüchtlinge, die vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Äthiopien und Eritrea fliehen mussten.

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Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 280 US-Dollar (2008) zählt Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt. Für den bevölkerungsreichen Staat stellt die Bekämpfung der Armut eine große Herausforderung dar. Die Folgen des Krieges mit Eritrea, die schlechte Ernährungssituation sowie Preisschwankungen bei Rohstoffen hemmen die Entwicklung des Landes und verschärfen die Armut. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten und ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Gesundheitseinrichtungen sind dort kaum vorhanden, auch der akute Mangel an medizinischen Fachkräften ist enorm.

Derzeit ist Ärzte der Welt mit einem Projekt zur Stärkung des Gesundheitssystems in der südöstlichen Region Korahe im Einsatz. Dr. Christiane Piepel, Allgemeinärztin aus Bremen, war dort von Juli bis Ende Dezember 2009 als Koordinatorin für Ärzte der Welt tätig. Aufgrund der immens hohen Müttersterblichkeit und der zuvor fehlenden chirurgischen Versorgungsmöglichkeiten fokussierte Ärzte der Welt zunächst seine Aktivitäten auf Kebri Dehar und erweiterte dort die Behandlungskapazitäten des örtlichen Krankenhauses durch die Instandsetzung einer Station für Mütter und Kinder.

Beobachtung der Ernährungssituation

Diese erhalten dort eine allgemeinmedizinische Versorgung, Impfungen sowie Geburtshilfe. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV durchgeführt. Da Unternährung in Äthiopien weitverbreitet ist, wird zusätzlich die Ernährungssituation von Müttern und Kindern untersucht und dokumentiert. In Kebri Dehar wurden 2009 insgesamt 3.733 Konsultationen durchgeführt. Neben der Gesundheitseinrichtung in Kebri Dehar wurden 19 weitere Krankenstationen in der Region Korahe errichtet und mit Medikamenten versorgt.

Außer der medizinischen Versorgung, die unter anderem Schwangerschaftsvorsorge, Impfungen und die Erfassung von Mangelernährung umfasst, wurde ein Referenzsystem entwickelt, mit dem Krankentransporte aus den Dörfern in das örtliche Krankenhaus in Kebri Dehar organisiert werden können.
Ärzte der Welt setzt auch in Äthiopien auf eine Strategie der Nachhaltigkeit:
Ein Schwerpunkt des Engagements ist die Ausbildung von lokalen medizinischen Fachkräften. Diese sollen Schritt für Schritt die internationalen Mitarbeiter ersetzen. Bereits jetzt sind in den Krankenstationen außerhalb von Kebri Dehar vor allem äthiopische Mitarbeiter aktiv. Neben diesem Programm im Südosten des Landes führt Ärzte der Welt im Norden, in der Stadt Mekelle, ein weiteres Projekt zur Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV durch.

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